Cuba Cool - Logo

Nachrichten

aus Kuba (2008)



 
COPYRIGHT-HINWEIS:
Alle news stammen aus öffentlich zugänglichen Quellen im internet. Copyright-Hinweise werden nicht immer explizit angegeben, da die Meldungen i.d.R. gekürzt, aus verschiedenen Quellen zusammengefasst oder zweckentsprechend (chronologisch rückwärts) umgetextet werden. Wer sich hieran stösst oder seine Rechte verletzt sieht, der möge bitte den webmaster kontaktieren.
28.12.2008

 

Internationale Finanzkrise: Raul Castro schwört Kubaner auf harten Sparkurs ein

Angesichts der weltweiten Wirtschaftskrise hat Kubas Präsident Raul Castro die Bevölkerung auf einen Sparkurs eingeschworen.

"Man muss Realismus walten lassen und die Träume den tatsächlichen Möglichkeiten anpassen", sagte der sozialistische Staatschef am Wochenende vor dem Parlament. Urlausreisen für verdiente Arbeiter auf Staatskosten würden komplett gestrichen. Nur wenige Tage vor dem 50. Jahrestag der Revolution wolle die kommunistische Regierung mit gutem Beispiel vorangehen und den Gürtel ebenfalls enger schnallen. Der Umfang der Auslandsreisen der Staatsführung soll demnach um die Hälfte reduziert werden.

Das Parlament beschloss zudem einschneidende Änderungen bei den staatlichen Renten: Männer können künftig erst mit 65 Jahren in den Ruhestand gehen. Bisher lag die Pensionsgrenze bei 60 Jahren. Für Frauen wurde die Grenze von 55 auf 60 Jahre angehoben.

"Die Rechnung geht nicht mehr auf. Zwei und zwei ergibt vier und niemals fünf", sagte Castro am Samstag mit Blick auf die angespannte Finanzlage, die durch mehrere Naturkatastrophen in diesem Jahr verschärft wurde. Die Wirbelstürme "Gustav", "Ike" und "Paloma" hätten auf der Karibikinsel zu Schäden in Höhe von insgesamt zehn Milliarden Dollar geführt.

Kuba bekommt gobale Wirtschaftskrise zu spüren

Wie stark sich die weltweite Wirtschaftskrise auf Kuba auswirken werde, sei noch unklar, sagte Castro. Die Importkosten des rohstoffarmen Inselstaates sind in diesem Jahr in die Höhe geschnellt. Zugleich gingen die Preise für wichtige Exportgüter wie etwa Nickel in die Knie. Der Staat müsse nun sparen, forderte der 77-jährige Präsident. Er hatte nach der Übernahme der Staatsgeschäfte von seinem gesundheitlich angeschlagenen Bruder Fidel einen vorsichtigen Öffnungskurs gefahren. So erlaubte der neue Präsident den Verkauf von Handys und Computern.

Trotz der leichten wirtschaftlichen Liberalisierung hat sich die konjunkturelle Lage des Landes in diesem Jahr stark verschlechtert. Das Haushaltsdefizit ist auf 6,7 Prozent des Bruttoinlandsprodukts angeschwollen. Zudem wuchs die Wirtschaft - auch wegen der Folgeschäden der schweren Hurrikans - mit 4,3 Prozent nicht so stark wie erwartet. Für 2009 werden sechs Prozent veranschlagt.

Trotz der erhofften wirtschaftlichen Erholung wurden die üppigen Sozialprogramme des kommunistischen Staates nun gestutzt. Die Leiter der Betriebe müssten mehr von den Arbeitern fordern, verlangte Castro. Kuba verfügt über ein kostenloses Gesundheits- und Bildungssystem. Der Durchschnittslohn fällt mit 20 Dollar pro Monat allerdings recht niedrig aus.

Raul Castro würdigte vor dem 50. Jahrestag der Revolution am kommenden Donnerstag die Lebensleistung seines Bruders Fidel, der seit einer Darmoperation im Juli 2006 nicht mehr in der Öffentlichkeit aufgetreten ist. Fidel habe Kuba "gestern, heute und morgen von Sieg zu Sieg geführt".


Rauchzeichen: Havannas in der Finanzkrise

Finanzkrise, Rezession, Kernschmelze bei den Banken - wie Unkraut haben sich die Schlagworte des Grauens in den Köpfen eingenistet. Und Experten meinen, dass es 2009 so bleibt, gar noch schlimmer kommt. Der Unterschied zu anderen Krisen der Vergangenheit: Auch Luxusgütern geht es jetzt an den Kragen. Für die Zigarre wird die Luft ebenfalls dünner.

Es sind besonders die teuren Premium-Zigarren, an denen sich der Ernst der Lage ablesen lässt. Die erlauchte Klientel macht einen immer größeren Bogen um die ganz edlen Preziosen mit einem Preis oberhalb von 15 Euro pro Stück. Im Vergleich zur Konkurrenz steht die Havanna noch gut da, aber die Tendenz geht klar zu den günstigeren Kubanern. Wer dennoch lieber Champions League genießt, kauft weniger. Ein guter Gradmesser, um die Lage der Zigarre realistisch einzuschätzen, sind die Schweizer. Mit den Firmen Portmann in Kreuzlingen und Gerard in Genf gibt es in der Schweiz gleich zwei Top-Adressen von internationaler Bedeutung für seltene Kubaner. In normalen Zeiten finden Raritäten-Offerten in der Schweiz reißenden Absatz. Anfang Dezember kam es anders. Eine kleine Partie (20 Kisten) Ramon Allones 8-9-8 aus dem Jahr 1998 war zu haben. Der Kistenpreis (25 Stück) betrug umgerechnet etwa 180 Euro im Einkauf. Ein Schnäppchen, wenn man bedenkt, dass es sich um eine wahre Rarität handelt. Denn im Gegensatz zu den meisten anderen ehemals verschollenen Havannas ist diese (noch nicht) als Edicion Limitada zurückgekehrt.

Zur Erinnerung: Ende 2001 wurde die schon immer sehr seltene Havanna "Por Larranaga Lonsdales" endgültig gestrichen, um sie 2006 in Großauflage als Limitada wieder zu bringen. Der "Bolivar Gold Medal" erging es fast noch schlimmer. Auferstanden als limitierter Einmal-Traum, gehört sie heute zur Standard-Havanna in jeder Casa del Habano.

Was für eine glänzende Ausgangsposition also für den kleinen Posten 8-9-8. Doch für die Ramon Allones fand sich kein Abnehmer, der Markt ist schwierig geworden. Durch die Flut an limitierten Havannas - regional wie international - habe der Kunde den Überblick verloren, heißt es. Was ist eigentlich noch selten? Die Leute trauen dem Braten nicht mehr. Der Buchstaben-Salat (Serie D bis P) erinnert eher an Flat-TV und MP3-Geräte als an kubanische Juwele... Die Krise dürfte den Blähungen ein jähes Ende setzen. Die Blase ist geplatzt. "Back to the roots" ist angesagt.

Die Ramon Allones 8-9-8 sind am Ende über Umwege in das heimliche Mutterland der Havanna gelangt, die USA. Eine kleine Gruppe versierter Aficionados von der Ostküste kam zum Zug. Für die glücklichen Herrschaften war es die vorweggenommene Bescherung. Trotz Finanzkrise und Konjunkturflaute ließ man sich die seltenen Festtags-Havannas nicht entgehen. Die Hälfte des Kuba-Schatzes ging in feinstem Rauch auf.

(Von Hans Bewersdorff, www.welt.de, 28.12.2008)
22.12.2008

 

Russland schickt Kriegsschiffe nach Kuba

Russische Kriegsschiffe ankern erstmals seit dem Zerfall der Sowjetunion vor 20 Jahren ab Freitag wieder vor der kubanischen Küste. Der bis 23. Dezember geplante Aufenthalt sei ein "bedeutender Schritt" zur Festigung der Marine-Beziehungen beider Länder, sagte Marinesprecher Igor Dygalo heute nach Angaben der Agentur Interfax.

Russland hatte Vorwürfe zurückgewiesen, mit der Entsendung von Militär in die Karibik die USA provozieren zu wollen. Angeführt wird der Flottenverband von dem Zerstörer "Admiral Tschabanenko", der zuvor an einem Manöver in Venezuela teilgenommen hatte.

Der russische Präsident Dimitri Medwedew hatte mit einem Besuch auf Kuba Ende November die nach Auflösung der Sowjetunion unterbrochenen Beziehungen offiziell wiederbelebt. Russland will Flugzeuge, Waffen, Lastwagen, Autos und andere Industrieerzeugnisse in Kuba und Lateinamerika verkaufen.

Am Sonntag haben die Einwohner von Kuba stundenlang Schlange gestanden, um das russische U-Boot-Abwehrschiff "Admiral Tschabanenko" zu besichtigen, das am Freitag in Havanna eingetroffen war.

Eine Abteilung von Kampfschiffen der russischen Kriegsmarine, bestehend aus dem U-Boot-Abwehrschiff "Admiral Tschabanenko" und den Versorgungsschiffen "Iwan Bubnow" und "SB-406", war am Freitag im Hafen von Havanna eingelaufen.

Der erste Besuch von russischen Kampfschiffen seit den Zeiten der UdSSR dauerte bis zum 23. Dezember an.

Kubaner stehen Schlange, um russisches Kampfschiff zu besuchen

Am Sonntag, 22.12.2008 stand die "Admiral Tschabanenko" für Besucher offen. Sowohl junge als auch betagte Kubaner standen stundenlang Schlage, um das Schiff zu besuchen und mit russischen Marinern zu sprechen.

Viele kamen mit der ganzen Familie und machten Fotos der russischen Schiffe. Diese lösten auch Interesse bei zahlreichen Touristen und russischen Bürgern aus, die auf Kuba leben.
19.12.2008

Bildung auf Kuba:
Bildung ist in Kuba kostenlos, und es besteht eine allgemeine Schulpflicht bis zur 9. Klasse. Rund sechs Prozent der Gesamtbevölkerung haben einen Hochschulabschluss, womit Kuba zu den weltweit am höchsten entwickelten Ländern im Bildungsbereich zählt. Diese Quote steigt kontinuierlich, denn derzeit sind rund 510.000 Studierende eingeschrieben, davon die meisten im berufsbegleitenden Abendstudium. Allein im Ausbildungsjahr 2007/2008 kamen 76.000 Neuakademiker hinzu. Allerdings herrscht in vielen Studienzweigen ein latenter Mangel. So ist die Lage in technischen und landwirtschaftlichen Studiengängen und bei den Pädagogen bedrückend. Zudem wandern viele hochqualifizierte Absolventen in die USA oder nach Europa aus. Andere suchen Arbeit in boomenden Sektoren wie dem Tourismus, wo die Gehälter deutlich über dem kubanischen Durchschnitt liegen. Für die Jobs in diesem Sektor büffeln die Kubaner auch vor dem Fernseher, denn seit 2000 gibt es ein detailliertes Bildungsprogramm namens "Universität für alle". Dort laufen Englisch- und Französischkurse, seit November 2005 gibt es auch einen Deutschkurs


Erosion des kubanischen Bildungssystemes

Kuba galt lange Jahre in Lateinamerika als Klassenprimus in Sachen Bildung. Doch die latente Wirtschaftskrise hat auch im Bildungssektor Spuren hinterlassen. Lehrermangel und fehlende Motivation bei den Schülern haben das Bildungsniveau sinken lassen. Für die Regierung ein echtes Problem, denn das Bildungssystem gilt als zentrale »Errungenschaft der Revolution«.

Das gerade von Staatschef Raúl Castro unterzeichnete Gesetz hat den völlig unverfänglichen Namen Decreto Ley Numero 260. Das Dokument ist jedoch brisant, denn es regelt die Rückkehr bereits pensionierter Lehrer an die Tafel. Händeringend hat Raúl Castro an die maestros und profesores appelliert, den Schuldienst wiederaufzunehmen, weil in Kuba ein schulisches Desaster droht. Rund sechs Wochen vor dem offiziellen Schulbeginn im September fehlen landesweit über 8.000 Lehrer. Havanna scheint ratlos, wie sie die Krise im prestigeträchtigen Bildungssystem bewältigen soll.

Das kubanische Bildungssystem befindet sich seit Jahren in der Krise, sowohl materiell als auch personell, erklärt eine langjährige Pädagogin. Über dreißig Jahre hat sie unterrichtet, zuletzt an einer Schule in Centro Habana, im heruntergekommen Herzen der Stadt. Nun hat sie hingeworfen und den Dienst an der Tafel quittiert. "Lehrer in Kuba sind heute keinen Centavo mehr wert", erklärt die 57-jährige. "Früher wurden wir respektiert, heute ist das kaum mehr der Fall, und von unserem Gehalt kann keiner leben." 32 lange Jahre hat sie am Pult gestanden. "Ich gehörte zu der ersten Lehrergeneration, die nach der kubanischen Revolution die Universität verließ ", erklärt die rundliche Frau mit den dunklen Haaren. Spaß hatte sie damals, am systematischen Ausbau des Bildungssystems mitzuarbeiten. Bildung hatte damals auf allen Ebenen Priorität, und bis heute gehört der unentgeltliche Besuch von Schule und Universität zu den zentralen "Errungenschaften der Revolution", wie es im offiziellen Sprachduktus Havannas heißt.

Viva la revolución!
16.12.2008

 

Russland schickt Kriegsschiffe nach Kuba

Russische Kriegsschiffe ankern erstmals seit dem Zerfall der Sowjetunion vor 20 Jahren ab Freitag wieder vor der kubanischen Küste. Der bis 23. Dezember geplante Aufenthalt sei ein "bedeutender Schritt" zur Festigung der Marine-Beziehungen beider Länder, sagte Marinesprecher Igor Dygalo heute nach Angaben der Agentur Interfax.

Russland hatte Vorwürfe zurückgewiesen, mit der Entsendung von Militär in die Karibik die USA provozieren zu wollen. Angeführt wird der Flottenverband von dem Zerstörer "Admiral Tschabanenko", der zuvor an einem Manöver in Venezuela teilgenommen hatte.

Der russische Präsident Dimitri Medwedew hatte mit einem Besuch auf Kuba Ende November die nach Auflösung der Sowjetunion unterbrochenen Beziehungen offiziell wiederbelebt. Russland will Flugzeuge, Waffen, Lastwagen, Autos und andere Industrieerzeugnisse in Kuba und Lateinamerika verkaufen.
14.12.2008

 

Kuba und Venezuela intensivieren wirtschaftliche Zusammenarbeit

Venezuela und Kuba haben ihr politisches Bündnis bekräftigt und eine enge Zusammenarbeit in 173 Wirtschaftsprojekten vereinbart. Bei seinem ersten Auslandsbesuch seit Amtsantritt im Februar sagte der kubanische Staatschef Raúl Castro am Samstag in Caracas, er komme im Namen von Revolutionsführer Fidel Castro mit einer Umarmung für alle Venezolaner. Diesen Artikel weiter lesen

Der venezolanische Präsident Hugo Chávez sagte dem kubanischen Präsidenten: «Fidel ist mein Vater und Raúl ist mein Onkel.» Mit Blick auf die Regierungsübernahme von anderen linksgerichteten Politikern in Lateinamerika sagte Chávez: «Es findet eine Revolution auf diesem Kontinent statt.» Castro nimmt am Dienstag an einem Gipfel lateinamerikanischer und karibischer Staaten in Brasilien teil.

Venezuela liefert Kuba etwa 90.000 Barrel Rohöl am Tag zu Vorzugspreisen und hofft, diese Menge bis 2013 auf 150.000 Barrel zu steigern. Die beiden Regierungen unterzeichneten am Samstag eine Vereinbarung zur Ausweitung der Raffinerie-Kapazitäten in Kuba. Die Regierung in Havanna hat 30.000 Ärzte und Krankenschwestern nach Venezuela geschickt. Der stellvertretende kubanische Kabinettschef Ricardo Cabrisas Ruiz sagte, die Zusammenarbeit zwischen beiden Ländern werde angesichts der internationalen Finanzkrise noch wichtiger als bisher: «Die vom kapitalistischen System erzeugte Krise verpflichtet unsere Länder zu anhaltenden Fortschrittsbemühungen.»
(AP)
09.12.2008

 

Dialog USA - Kuba unter Obama und Raul Castro ?

Der designierte US-Präsident Barack Obama ist für einen Dialog mit Kuba offen, wird aber an dem gegen Havanna verhängten Wirtschaftsembargo vorerst festhalten. Dies liess er bereits während des US-Wahlkampfes verlautbaren. Das gegen Kuba verhängte Embargo könne nur schrittweise aufgehoben werden. Eine sofortige Lockerung sei kaum möglich, weil es sich um ein ganzes Paket von Gesetzen handele, die seit 1961 in Kraft gesetzt worden seien.

Als erster Schritt könnte der Reiseverkehr zwischen beiden Ländern erleichtert werden. Sollten Privatreisen von US-Bürgern kubanischer Abstammung in ihre historische Heimat oder von anderen US-Bürgern nach Kuba genehmigt werden, dürfte die Zahl der Touristen von derzeit rund 70 000 (im Jahr) um ein Mehrfaches steigen.

2001 waren bereits einige Einschränkungen aufgehoben worden, was den bilateralen Handeln deutlich intensivierte. Von 2002 bis 2007 nahm der Warenumsatz zwischen den USA und Kuba von 174 Millionen auf 582 Millionen Dollar zu. Gegenwärtig sind die USA der viertgrößte Handelspartner Kubas nach Venezuela, China und Spanien.

Die meisten Länder setzen sich für die endgültige Abschaffung des Embargos ein. Im Oktober dieses Jahres hatte die UN-Vollversammlung mit überwiegender Stimmenmehrheit eine entsprechende Resolution angenommen. Aber Beschlüsse der UN-Vollversammlung haben keinen verbindlichen Charakter.

Der frühere kubanische Staatschef Fidel Castro hat indessen Gespräche mit dem künftigen US-Präsidenten Barack Obama in Aussicht gestellt. Gespräche mit Obama seien möglich, die USA müssten jedoch die Souveränität Kubas akzeptieren, schrieb Castro in einem Artikel im Internet. Obama müsse zudem daran erinnert werden, dass eine "Zuckerbrot-und-Peitsche"-Politik mit Kuba nicht möglich sei. Der 82-jährige Fidel Castro hatte im Februar die Staatsführung offiziell an seinen Bruder Raúl übergeben, äußert sich jedoch regelmäßig in kubanischen Medien zu politischen Themen.

US-Schauspieler und Regisseur Sean Penn interviewt Raul Castro: Castro ist bereit, Obama an einem «neutralen Ort» zu treffen

Der amerikanische Schauspieler und Filmregisseur Sean Penn hat geschafft, was Journalisten seit über zwei Jahren vergeblich versuchen: mit Fidel Castros Nachfolger und Bruder Raúl Castro ein Interview zu führen. Sean Penn, der gerne politisiert und schreibt und sich früher schon mit Hugo Chávez und Fidel Castro unterhalten hatte, reiste Ende Oktober nach Venezuela zu Chávez und anschliessend nach Havanna zu Raúl Castro. Mit beiden Staatspräsidenten hat Penn stundenlang gesprochen und darüber einen Essay verfasst. Dieser erscheint am 15. Dezember in der amerikanischen Zeitschrift «The Nation», ist auf der Internetseite jedoch bereits zu lesen.

Im ersten Interview mit einem Ausländer sagte Raúl Castro, er sei bereit, sich mit Barack Obama «an einem neutralen Ort» zu treffen, zum Beispiel auf der US-Militärbasis Guantánamo im Osten Kubas. «Wir sollten uns treffen und beginnen, unsere Probleme zu lösen», sagte Raúl im siebenstündigen Gespräch, das kurz vor den amerikanischen Präsidentschaftswahlen stattfand. Raúl zeigte sich überzeugt, dass Obama die Wahlen gewinne, «sofern er vorher nicht umgebracht wird».

Gute Beziehungen zwischen den USA und Kuba wären für beide Länder vorteilhaft, meinte der 77-jährige Revolutionär bei Tee und Wein mit dem Schauspieler. Das Wichtigste sei, so Raúl, endlich den Handel zu normalisieren. Kuba ist wirtschaftlich am Boden und leidet seit über 46 Jahren unter einem Handelsembargo der USA. Dieses wurde 2001 allerdings etwas gelockert; Kuba importiert seither einen grossen Teil der Lebensmittel aus den USA.

Im Gespräch gab Raúl erstmals öffentlich bekannt, dass Kuba seit dem Massenexodus 1994 regelmässige, geheime Kontakte mit dem US-Militär pflege. Bei diesen monatlichen Treffen gehe es ausschliesslich um die Militärbasis Guantánamo. Man führe gemeinsam Manöver und Notfallübungen durch. Bis heute hätten 157 Treffen stattgefunden. Raúl Castro hatte 2006 zweimal in Reden signalisiert, er sei zum Dialog mit den USA bereit. Seit der Wahl Obamas hat die kubanische Regierung jedoch kein einziges Signal mehr in Richtung des verfeindeten Nachbarlandes gegeben – auch nicht Fidel Castro, der in seinen fast täglich veröffentlichten Reflexionen sonst kein Thema dieser Welt auslässt.

Ein Internetportal der kubanischen Regierung hat die Auszüge aus Sean Penns Essay ins Spanische übersetzt und jetzt publiziert. Da aber die meisten Kubaner keinen Zugang zum Internet haben, erfahren sie nie, dass ihr Präsident im Schatten von Fidel ein weiteres Mal die Hand in Richtung USA ausgestreckt hat. Raúl hatte seinen grossen Bruder wohl gefragt, ob er mit dem Hollywoodstar reden dürfe oder solle. Zu Beginn des Gespräch sagte Raúl: «Soeben hat mich Fidel angerufen und gesagt, ich solle ihm nach dem Interview sofort telefonieren und alles erzählen, worüber wir gesprochen haben
08.12.2008

 

Einstieg in die Grüne Gentechnik

Kuba will erstmals den Anbau von gentechnisch verändertem Mais zulassen. Durch eine stärkere Nutzung der Grünen Gentechnik will das Land sich aus der Abhängigkeit von Agrarimporten lösen.

In Kürze soll auf mehreren Feldern mit einer Gesamtgröße von etwa 50 Hektar gentechnisch veränderter Mais angebaut werden. Wie Carlos Borroto, Direktor des staatlichen Instituts für Gentechnik und Biotechnologie gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters erklärte, soll dort Saatgut erzeugt werden, mit dem im nächsten Jahr eine Fläche von etwa 6000 Hektar mit gv-Mais bewirtschaftet werden kann. Es handele sich um einen gv-Mais, der ähnlich sei wie er in vielen Ländern bereits zugelassen ist. Er verfüge über Resistenzen gegen den auf Kuba wichtigsten Maisschädling, einen Nachtfalter, sowie gegen bestimmte Herbizide. Außerdem beschäftigten sich kubanische Forschungsinstitute intensiv mit der Entwicklung gentechnisch veränderter Sojabohnen, Kartoffeln und Tomaten.

Durch mehr Agrarforschung möchte sich Kuba aus der Abhängigkeit von Agrarimporten befreien. Derzeit muss Kuba 60 Prozent seiner Lebensmittel aus dem Ausland einführen, vor allem Sojabohnen, Weizen und Mais. Zudem belasten steigenden Preise auf den internationalen Agrarmärkten das wirtschaftlich schwache Land. Trotz des Embargos sind die USA der wichtigster Lieferant, da Lebensmittel von den gegenüber Kuba verhängten Handelsbeschränkungen ausgenommen sind.

Der kubanische Präsident Raul Castro hat eine Steigerung der Agrarproduktion als "Frage der nationalen Sicherheit" ausgerufen. In diesem Jahr haben drei Hurrikane etwa 30 Prozent der kubanischen Ernte zerstört.
28.11.2008

Viva la revolución!

Medwedew (l.) und Castro

Russland und Kuba frischen ihre Beziehungen auf

Kuba war die letzte Station einer großen Lateinamerika-Reise des russischen Präsidenten Medwedew. Er hatte zuvor am Apec-Gipfeltreffen der Pazifikanrainerstaaten in der peruanischen Hauptstadt Lima teilgenommen. Danach hatte er Brasilien und Venezuela besucht.Zum Abschluss seiner Lateinamerika-Reise bemüht sich Russlands Präsident Medwedew die weitgehend unterbrochenen Beziehungen zu Kuba zu erneuern. Gesprochen wurde über eine gemeinsame Nutzung der Atomenergie und die Suche nach Öl und Gas im Golf von Mexiko.

Der russische Präsident Dimitri Medwedew ist zum Abschluss einer ausgedehnten Lateinamerika-Reise von Kubas krankem Revolutionsführer Fidel Castro empfangen worden. Wie die kubanischen Staatsmedien am Freitag berichteten, trafen die beiden an dem seit über zwei Jahren geheim gehaltenen Ort in Havanna zusammen, an den sich der langjährige Führer Kubas zurückgezogen hat. Zuvor war Medwedew ausführlich mit Fidels Nachfolger und Bruder, Raúl Castro, zu Gesprächen zusammengetroffen. Dabei beschlossen beide Seiten, die seit dem Zusammenbruch der Sowjetunion unterbrochenen Beziehungen wiederzubeleben.

Nach Angaben des russischen Präsidentenamtes will Moskau in Kuba wie schon zuvor in Venezuela die Kooperation bei der Nutzung der Atomtechnik zur Energieerzeugung und bei der Suche und Förderung von Öl und Gas im Golf von Mexiko voranbringen. Russland will zudem Flugzeuge, Waffen, Lastwagen, Autos und andere Industrieerzeugnisse in Kuba und Lateinamerika verkaufen.

Raúl Castro und Medwedew verbrachten am Donnerstag und Freitag mehrere Stunden in Gesprächen miteinander. Demonstrativ begleitete Castro den Gast aus Moskau zu einer Besichtigung der kürzlich eingeweihten russisch-orthodoxen Kirche in der kubanischen Hauptstadt. Zuletzt hatte Medwedews Vorgänger und Russlands derzeitiger Regierungschef Wladimir Putin Kuba im Jahre 2000 besucht. Doch die Beziehungen waren trotz der Visite nicht intensiver geworden.

Unterdessen traf Russlands Außenminister Sergej Lawrow in Quito zu Gesprächen mit dem ecuadorianischen Präsidenten Rafael Correa zusammen. Auch bei diesem Besuch, dem ersten eines russischen Politikers seit sechs Jahrzehnten, ging es vor allem um die Aufnahme wirtschaftlicher Zusammenarbeit.

Der Besuch Medwedews im so genannten Hinterhof der USA gilt als Ohrfeige für Washington. Beobachter sehen darin eine Reaktion auf die US-Raketenabwehrpläne in Osteuropa, die Russland als Bedrohung empfindet. 20081129-Castro+Medwedew
27.11.2008

 

Kooperationsvertrag mit EU besiegelt Neuanfang

Die EU und Kuba haben einen Kooperationsvertrag für das Jahr 2009 unterzeichnet. Im Rahmen des Vertrags sollen bis zu 30 Millionen Euro nach Kuba fließen, um Entwicklungsprojekte zu finanzieren. Damit nimmt die EU die 2003 eingestellte Zusammenarbeit mit Kuba wieder auf. Die Europäische Union hat Kuba für das kommende Jahr vertraglich bis zu 30 Millionen Euro zur Finanzierung von Entwicklungsprojekten zugesichert. „Heute haben wir damit begonnen, konkretere Ideen voranzutreiben“, sagte EU-Entwicklungsdirektor Stefano Manservisi nach der Unterzeichnung eines Kooperationsvertrages mit dem kubanischen Minister für Auslandsinvestitionen, Ricardo Guerrero, am Mittwoch (Ortszeit) in Havanna. Das Abkommen sehe vor, mit 25 bis 30 Millionen Euro Projekte in den Bereichen Handel, Umwelt, Wissenschaft, Lebensmittelhilfe und Landwirtschaft zu finanzieren. Zwei Millionen Euro sollen laut Guerrero verwendet werden, um die Opfer der Orkane „Gustav“ und „Ike“ im August und September zu versorgen.

Mit dem Vertrag wurde eine Vereinbarung umgesetzt, die EU-Entwicklungskommissar Louis Michel und der kubanische Außenminister Felipe Pérez Roque im Oktober getroffen hatten. Damit nahmen sie die Zusammenarbeit wieder auf, die die EU 2003 in Folge der Verhaftung von 75 Dissidenten in Kuba eingefroren hatte. Manservisi erklärte, er habe bei seinem Besuch in Havanna auch die Menschenrechtslage angesprochen. Angesichts der Reformen des kubanischen Staatschefs Raúl Castro zeigte sich der EU-Vertreter zuversichtlich: „Wenn es Bewegung gibt, wenn es Reformen gibt, wenn sich etwas bewegt, muss man meiner Meinung nach optimistisch sein.“
25.11.2008

 

Agonie in Kubas Agrarwirtschaft

Auf dem Hof der "Kooperative zur landwirtschaftlichen Produktion" in Havanna herrscht alles andere als reges Treiben. Die meisten Genossen haben die Landwirtschaft an den Nagel gehängt und arbeiten in Hotels in Varadero. Seitdem die Industriebetriebe immer weniger produzieren, ist der Tourismus der wichtigste Arbeitgeber in vielen Regionen. Beweis sind viele verwilderte Felder, auf denen haben Gräser und der Fluch der kubanischen Landwirtschaft, der Marabu, das Regiment übernommen.

In Kuba gibt es minutiöse Vorschriften, wer was und wo verkaufen darf. Nachdem die Hurrikans zwischen Ende August und Anfang November weite Landstriche verwüstet haben, wurden obendrein noch die Preise eingefroren. "Einige Bauern, die es gewagt haben, Produkte auf dem schwarzen Markt zu verkaufen, sind zu Haftstrafen verurteilt worden. Unter den kubanischen Bauern hat die Maßnahme, welche eigentlich der Spekulation mit Lebensmitteln vorbeugen sollte, ebenso wenig für Begeisterung gesorgt wie die drastischen Treibstofferhöhungen Anfang Oktober um bis zu 65 Prozent. Niemand im Agrarministerium interessierte sich dabei für die Preiskalkulation der Bauern und Transportunternehmer, kommentiert ein europäischer Entwicklungsexperte, der lieber anonym bleiben will.

"Obendrein wurden dann noch Lkws auf dem Weg nach Havanna kontrolliert, Waren beschlagnahmt oder wegen fehlender Papiere nicht weitertransportiert", so der Agrarexperte. Die Folge: Einige Bauern setzten die staatlichen Ankäufer von Agrarprodukten, denen sie große Teile der Produktion verkaufen müssen, vor die Tür und verschenkten ihre Ware oder ließen sie lieber verrotten. Sie liefern deutlich weniger, weil sie sich nicht gängeln lassen wollen. Entsprechend mau ist nun das Angebot auf den Bauernmärkten. Nur Knoblauch und Knollenfrüchte, vornehmlich Yucca und Malanga, waren im Oktober und Anfang November zu erhalten.

Kubas Agrarsektor:

Seit Anfang September läuft in Kuba die Verteilung von staatlichem Ackerland an Bewerber aus Stadt und Land. 13,43 Hektar werden maximal an landlose Bauern vergeben. Allerdings können auch private Kleinbauern mit wenig Fläche ihre Anbaufläche durch Zupachtung auf 40,26 Hektar erweitern. Private Kleinbauern bewirtschaften in Kuba etwa 18 Prozent der Fläche, wobei sie teilweise in Genossenschafen zusammengeschlossen sind. Der Rest der Anbaufläche ist faktisch in Staatsbesitz, zu großen Teilen allerdings Kooperativen zur Nutzung überschrieben. Das Modell, 1993 nach dem Ende der staatlichen Agrargroßunternehmen, eingeführt, hat jedoch nie die Erwartungen erfüllt. Dies ist der zentrale Grund für die neuerliche Reform, die jedoch nur sehr zögerlich anläuft.
24.11.2008

 

Kuba zählt zum fünften Mal nacheinander mehr als zwei Millionen Besucher

Mit 2.340.000 Gästen, einem Plus von insgesamt 10,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr, ist es Kuba bereits zum fünften Mal nacheinander gelungen, mehr als zwei Millionen internationale Gäste auf die Karibikinsel zu holen. Dabei wurde die Zwei-Millionen-Marke bei den Besucherankünften im Reisejahr 2007/08 bereits wesentlich früher als in den vier Vorjahren überschritten. Ein Besucherrekord, der umso erstaunlicher ist, als Kuba in diesem Jahr unter drei schwerwiegenden Stürmen zu leiden hatte, die auch die touristische Infrastruktur der Insel beeinträchtigten.

„Die meteorologischen Phänomene dieses Jahres haben uns vor große organisatorische Herausforderungen gestellt. Sie haben uns aber auch gezeigt, dass wir in der Lage sind, die Sicherheit der Besucher zu garantieren und betroffene touristische Regionen innerhalb kürzester Zeit wieder her zu stellen“, freut sich Alexis Trujillo Morejón, stellvertretender Tourismusminister Kubas.

In dem in Kürze beginnenden neuen Reisejahr 2008/09 möchten Kubas Tourismusverantwortliche Besuchern noch mehr Zimmer, einen noch größeren Komfort und eine Art „Versorgungsgarantie“ bieten. Außerdem sollen die Qualitätsstandards kontinuierlich weiter erhöht und das touristische Produkt Kuba weiter diversifiziert werden.

„Wir sehen es als unsere oberste Aufgabe an, dafür zu sorgen, dass unseren Gästen Kuba als einzigartiges und unvergessliches Erlebnis in Erinnerung bleibt. Denn Kuba ist eine Destination, die nicht nur für ihre Naturschönheit bekannt ist, sondern auch für ihre Städte, ihre Kulturschätze, ihre Geschichte, ihre Sicherheit und Gastfreundschaft“, so Alexis Trujillo Morejón.
19.11.2008

 

Chinas Staatschef Hu besucht Kuba

China hat mehrere Wirtschaftsabkommen mit dem sozialistischen Bruderstaat geschlossen. Gemäß den Abkommen gewährt China dem zuletzt von Hurrikanschäden schwer getroffenen Karibikstaat unter anderem einen Kredit von umgerechnet mehr als 55 Millionen Euro für die Modernisierung von Krankenhäusern in Havanna sowie acht Millionen Euro für soziale Projekte. Außerdem stundet die Volksrepublik Kuba die in den 90er Jahren aufgelaufenen Handelsschulden. China ist nach Venezuela der zweitgrößte Handelspartner Kubas, Im Jahr 2007 betrug das Handelsvolumen 2,3 Milliarden US-Dollar.

Außer mit Staatspräsident Raúl Castro traf Hu auch mit dessen Vorgänger im Amt, Fidel Castro, zusammen. Mit dem gesundheitlich angeschlagenen Fidel Castro, der seit dem Sommer 2006 nicht mehr öffentlich auftrat und im Februar die Macht offiziell an seinen jüngeren Bruder Raúl übergab, führte Hu der chinesichen Nachrichtenagentur Xinhua zufolge ein "langes Gespräch" über die globale Finanzkrise. Hu bezeichnete den 82-jährigen früheren Staatschef danach als "gut erholt" und "voller Energie". Auf Fotos von dem Treffen wirkte Fidel Castro eher blass.

Zu Beginn des Besuchs hatte die chinesische Delegation Kuba 4,5 Tonnen humanitäre Hilfsgüter übergeben. Die seit August durch die Hurrikane Gustav, Ike und Paloma auf dem Inselstaat angerichteten Schäden werden auf acht Milliarden Euro beziffert.

Vor Hus Ankunft hatten Vertreter beider Länder bereits mehrere Abkommen geschlossen, unter anderem über den Verkauf von kubanischem Nickel und Zucker in die Volksrepublik. China ist mit mehr als zwei Miliarden Euro Handelsvolumen im Jahr 2007 Kubas zweitgrößter Handelspartner nach Venezuela und einer seiner wichtigsten Kreditgeber.

Wer Raúl Castro für einen staubtrockenen Bürokraten und quadratischen Kommisskopf hielt, ist spätestens seit dieser Woche eines Besseren belehrt: Der Mann hat durchaus Showmaster-Qualitäten. Die Präsidenten Hu Jintao und Castro machten einen Abstecher ins Schulzentrum in Tarará im Osten von Havanna. Dort lernen 2000 chinesische Studenten spanisch, um danach auf der karibischen Insel zu studieren. Sie begrüßten ihren Präsidenten mit einem kubanischen Lied, gesungen im spanischen Original. Danach trat Raúl Castro ans Mikrofon - und sang zum Dank ein Loblied auf Mao Zedong auf chinesisch. Raúl Castro lernte das Lied nach eigenen Angaben bei einem kommunistischen Jugendkongress in Österreich vor 55 Jahren.

Hu hatte am Wochenende am G-20-Gipfel in Washington teilgenommen und war anschließend über Costa Rica nach Kuba gereist. Am Mittwoch wird er in Peru erwartet, wo ab Freitag das Gipfeltreffen der 21 Mitgliedstaaten des Asien-Pazifik-Forums (APEC) stattfindet.

Viva la revolución!



Fidel Castro (r) und Hu Jintao
Herbst 2008

 

Hurrikan-Saison bricht Rekorde

Die Wirbelstürme „Gustav“, “Ike” und „Paloma“ haben in allen Provinzen Schäden an Infrastruktur (Straßen, Strom- und Wasserversorgung, Telefonleitungen) und Gebäuden hinterlassen. Reisende mussten weiter mit Beeinträchtigungen im infrastrukturellen Bereich rechnen. Besonders stark betroffen sind Regionen in den Provinzen Guantánamo, Holguin, Las Tunas, Camagüey, Pinar del Río und Isla de la Juventud.

Die Hurrikansaison 2008 war ungewöhnlich heftig. Die Zahl der Wirbelstürme hielt sich zwar in Grenzen, doch die geballte Zerstörungskraft der Hurrikane und ihre schnelle Abfolge hat Meteorologen überrascht. Gleich mehrere Rekorde sind in diesem Jahr gefallen.

Seit 64 Jahren sammeln Meteorologen systematisch Daten über Hurrikane - und noch nie haben sie eine Saison wie die diesjährige registriert. "Was die Zahl der schweren Schläge betrifft, war es ziemlich unerbittlich", sagte Judith Curry von der Georgia Tech University (USA). Zwar habe es diesmal keinen einzelnen Monstersturm mit Tausenden Toten gegeben. "Aber wir haben sehr, sehr große Schäden erlitten", so Curry. Noch immer seien die Experten damit beschäftigt, die materiellen Verluste und die Zahl der Todesopfer zu berechnen.

In der Hurrikansaison, die von Juni bis November dauert und die USA sowie Kuba hart getroffen hat, wurden in diesem Jahr von der US-Wetterbehörde NOAA folgende Fakten geliefert:
  • Kuba wurde von drei großen Wirbelstürmen der Kategorie drei bis fünf getroffen.
  • In fünf aufeinanderfolgenden Monaten entstand jeweils ein großer Hurrikan mit Windgeschwindigkeiten von mehr als 178 km/h (Stufe 3).
  • Der Hurrikan "Berta" war 17 Tage lang aktiv - länger als jeder bisher registrierte Wirbelsturm im Monat Juli.
  • Der Hurrikan "Fay" hat als bisher einziger seiner Art denselben US-Bundesstaat - in diesem Fall Florida - vier Mal hintereinander getroffen.


  • Trotz der drei schweren Wirbelstürme im Sommer 2008 hat die Karibikinsel Kuba auch in diesem Jahr mehr Gäste aus aller Welt angezogen. Derzeit weise die Statistik 2,34 Millionen ausländische Touristen auf.

    Das teilte das kubanische Fremdenverkehrsamt in Frankfurt mit. Dies bedeute eine Steigerung um 10,7 Prozent. Die Zwei-Millionen-Marke habe sogar deutlich früher als in den Vorjahren erreicht werden können. Aus Deutschland kamen den Angaben zufolge in den Monaten Januar bis September gut 74 300 Besucher ins Land. Im gesamten Jahr waren es gut 103 000 Touristen aus der Bundesrepublik.
    13.11.2008

     

    Deutsche Maschinenbau-Produkte in Kuba gefragt

    Die importabhängige Wirtschaft von Kuba fragt verstärkt Produkte aus dem deutschen Maschinen- und Anlagenbau nach. Das berichtet die Bundesagentur für Außenwirtschaft

    Da auf Kuba der eigene Maschinen- und Anlagenbau nur bruchstückhaft existiert, müssen die entsprechenden Produkte im Ausland importiert werden. Laut bfai konzentrieren sich die Einfuhren in diesem Segment im kommenden Jahr auf die Bereiche Land- und Forstwirtschaft, Lebensmittel- und Verpackungsindustrie, Transport und Logistik (Busse, Lkw, Eisenbahnen, Hafenanlagen), Wasserkrafttechnik sowie Bauwirtschaft.

    Allerdings ist es für deutsche Unternehmen nicht einfach, ihre Produkte nach Kuba zu exportieren. Offene Ausschreibungen für Aufträge werden nicht durchgeführt, stattdessen werden bestimmte, in der Hauptstadt Havanna ansässige ausländische Maschinenhändler gezielt zu einer Angebotsabgabe aufgefordert. Auch Messen und Fachausstellungen sind für deutsche Mittelständler interessant, da sich kubanische Einkäufer dort über neue Technologien und Angebote informieren. Wie die bfai berichtet, ist die mit Abstand wichtigste Fachveranstaltungen für den Maschinen- und Anlagenbau die einmal jährlich im November stattfindende Universalmesse FIHAV. In bestimmten Sparten bieten sich Fachausstellungen an, die in der Regel im Zweijahresrhytmus in Havanna oder Santiago de Cuba abgehalten werden.

    Der Absatz deutscher Produkte des Maschinen- und Anlagenbaus wird dadurch 2009 nicht leichter, trotz des hohen Modernisierungsbedarfs der kubanischen Industrie und Landwirtschaft. In diesem Zusammenhang unterstrichen gleich mehrere kubanische Außenhandelsbetriebe gegenüber der bfai die Notwendigkeit, neben qualitativ hochwertigen Industriegütern eine Finanzierung anzubieten. Ausnahmen von der Bereitstellung einer Finanzierung würden nur in wenigen Fällen bestehen.

    Als Grund für den hohen deutschen Anteil an den kubanischen Technologie-Importen hat die Bundesagentur für Außenwirtschaft die "erstklassigen Produktqualität, den verlässlichen After-Sales-Service und die Vertragstreue deutscher Anbieter" ausgemacht. Sehr geholfen hätten ebenfalls Finanzierungen deutscher Banken beziehungsweise auch Hermesbürgschaften.

    Zertifizierung ist Pflicht

    In Kuba gibt es eine Zertifizierungspflicht für Maschinen, Anlagen sowie Komponenten vor der Ersteinfuhr. Erst wenn die zuständige Zertifizierungsstelle grünes Licht gibt, kann der kubanische Importeur seine Liefervereinbarung abschließen. Das Zertifizierungsinstitut und das kubanische Außenhandelsunternehmen unterstehen dabei in der Regel demselben Branchenministerium.

    Ausnahmen bestätigen die Regel: In bestimmten Fällen sind Großanlagen von der Zertifizierungspflicht ausgenommen, zum Beispiel komplette Brauereien oder Getreidesilos. Hier verlassen sich die Planer auf bereits vorliegende Erfahrungen mit den Komplettlösungen bestimmter Hersteller und Anlagenbauer. Auch ein über mehrere Jahre gewachsenes Vertrauensverhältnis zwischen dem deutschen Anbieter und dem kubanischen Importbetrieb beziehungsweise einer kubanischen Durchführungsorganisation zahlt sich erfahrungsgemäß aus. Gute Karten haben auch Lieferanten, die auf ein deutsches oder europäisches Qualitätszertifikat verweisen können.
    (http://www.marktundmittelstand.de)
    29.10.2008

     

    UN-Vollversammlung mehrheitlich für Ende des US-Embargos

    185 von 192 Mitgliedsstaaten fordern die Aufhebung des Wirtschaftsboykotts. Die UN-Generalversammlung hat somit im siebtzehnten Jahr in Folge mehrheitlich für ein Ende des US-Embargos gegen Kuba gestimmt. Bei der Abstimmung am Mittwoch in New York forderten die Mitgliedsstaaten, den seit 46 Jahren andauernden Wirtschaftsboykott gegen die kommunistisch regierte Karibikinsel aufzuheben.

    Nur die USA, Israel und Palau stimmten gegen den Antrag. Mikronesien und die Marschall-Inseln enthielten sich der Stimme. Damit gab es eine Jastimme mehr als im Vorjahr.

    Perez Roque: USA isoliert

    Nach einer gescheiterten Invasion zum Sturz der kommunistischen Regierung von Fidel Castro im Jahr 1961 hatte die US-Regierung im Februar 1962 Wirtschaftssanktionen gegen Kuba verhängt, um einen Regierungswechsel zu erzwingen. Die Sanktionen sahen ein Wirtschafts-, Handels- und Finanzembargo vor.

    In den ersten 30 Jahren wurden die Auswirkungen des Embargos jedoch durch die Hilfe der Sowjetunion gemildert. Nach dem Zusammenbruch des osteuropäischen Bruderstaates im Jahr 1991 war die kubanische Wirtschaft den Folgen des US-Boykotts ohne sowjetische Unterstützung ausgesetzt. In den vergangenen Jahren wurde das Embargo allerdings in Teilen gelockert.

    Der kubanische Außenminister Felipe Perez Roque sagte, der nächste US-Präsident werde zugeben müssen, dass das Handelsembargo gegen sein Land eine gescheiterte Politik sei. Die USA seien in dieser Frage isoliert. (APA/AP)
    28.10.2008

     

    Konsultationen zwischen Russland und Kuba über die Luftverteidigung

    Russland sucht auf Kuba Antwort auf US-Raketenschild.

    Die Luftabwehr des karibischen Inselstaats soll eine Antwort des Kreml auf die US-Raketenabwehrsysteme in Osteuropa sein. Wie Experten feststellen, streben Moskau und Havanna zuletzt verstärkt engere Beziehungen an.

    Am gestrigen Montag ist eine Delegation unter Leitung des Chefs der russischen Luftverteidigung, Generalleutnant Alexander Maslow, nach Kuba abgeflogen. Die Militärs aus Moskau wollen die Möglichkeit prüfen, in Russland kubanische Offiziere für die Bedienung moderner Technik auszubilden. Deshalb gehört der Delegation ein Vertreter der landesweit einzigen Militärakademie der Luftverteidigung (Smolensk) an.

    Es handelt sich zudem um den ersten Besuch von hochrangigen russischen Militärs auf der Insel seit 2001, als der Stützpunkt Lourdes geschlossen wurde. Im Verteidigungsministerium heißt es, der Besuch sei rein „technischer“ Art und hänge mit den tragbaren Fla-Raketen Igla, mobilen Fla-Raketenkomplexen Ossa-AK und Kwadrat sowie mobilen Radarstationen P-18 Terek und P-19 zusammen, deren Betrieb in Kubas Armee geprüft werden müsse.

    Gerade diese Fla-Raketenkomplexe und Radare schützen gewöhnlich Flugplätze sowie andere Luftverteidigungsmittel von großer Weitreiche und Stärke (zum Beispiel die S-300 oder S-400).

    Nach Meinung russischer Militärexperten wird sich der Besuch kaum auf die Instandsetzung alter Flugabwehranlagen auf Kuba beschränken. Anatoli Zyganok, Leiter des Zentrums für militärische Prognosen, bringt die Reise von General Maslow mit den US-Plänen für den Aufbau eines Raketenabwehrsystems in Europa in Zusammenhang. Dem stimmt Alexander Pikajew, Experte des Instituts für Weltwirtschaft und Internationale Beziehungen der Russischen Akademie der Wissenschaften, zu: "Offiziell wird man diese Version auf jede Weise verneinen, doch ist völlig klar, dass Russlands Handlungen eine Antwort auf die amerikanischen Luftabwehrsysteme in Tschechien und Polen sowie und auf den Nato-Beschluss sind, Georgien beim Wiederaufbau des georgischen Luftverteidigungssystems zu helfen", sagte der Politologe.

    Bereits im Sommer wurden die Gerüchte lebhaft diskutiert, dass Tu-160-Bomber, die ihre Fernflüge wieder aufgenommen haben, Kuba als Transitflugplatz benutzen könnten. Angeblich könnte das eine Antwort auf das amerikanische Raketenabwehrsystem in Polen und Tschechien werden. Im Verteidiungsministerium wurde damals bestätigt, dass russische Maschinen auf Kuba bereits gelandet seien, doch seien es nicht Bomber gewesen.

    Zyganok vertritt die Auffassung, dass die einzige Folge des heutigen Besuchs das Auftauchen von russischen Flugzeugen, Schiffen und U-Booten auf Kuba sein werde. "Wahrscheinlich werden für den Anfang gemeinsame Übungen geplant, danach könnte die Rede von Waffenlieferungen sein", sagte der Experte.

    "Möglicherweise wird Russland später versuchen, Häfen wieder aufzubauen, die von Kriegsschiffen angelaufen werden können", vermutet Generaloberst Leonid Iwaschow, Vizepräsident der Akademie für geopolitische Probleme. Aber direkte Waffenlieferungen erscheinen unmöglich, "schon weil Kuba nicht zahlungsfähig ist".
    27.10.2008

     

    EU stellt Kuba 25 Millionen Euro in Aussicht

    Die EU und Kuba haben nach fünfjähriger Pause ihre Zusammenarbeit wieder aufgenommen. Nach Angaben der EU-Kommission stellte der für Entwicklungshilfe zuständige EU-Kommissar Louis Michel 25 Millionen Euro aus dem EU-Haushalt für Projekte in den Bereichen Umwelt, Technologie, Handel, Kultur und Katastrophenschutz in Aussicht. Dies geht aus einer Erklärung hervor, die Michel am Donnerstag bei einem Besuch in Havanna unterzeichnete.

    «Das ist ein Wendepunkt in den Beziehungen zwischen Kuba und der Europäischen Union», wurde Michel zitiert. «Ich bin sehr froh, dass wir in dieser gemeinsamen Erklärung den Rahmen für unsere künftige Zusammenarbeit abgesteckt haben.» Die EU hatte 2003 nach der Verhaftung kubanischer Oppositioneller die Beziehungen zu Kuba auf Eis gelegt und demonstrativ Kontakte zu Gegnern des damaligen Staatschefs Fidel Castro gesucht. Im vergangenen Juni hatte die EU dem jetzigen Präsidenten Raúl Castro die Bereitschaft zu einer Wiederaufnahme der Beziehungen signalisiert.

    Die EU-Kommission teilte mit, das sie zunächst zwei Millionen Euro bereitgestellt hat, um den Opfern der Wirbelstürme «Gustav» und «Ike» zu helfen. Michel wollte am Freitag in das von den Stürmen besonders schwer getroffene Gebiet von Pinar del Rio reisen.
    27.10.2008

     

    Russland und Kuba intensivieren Militär-Kooperation

    Russland will einem Agenturbericht zufolge die kubanische Armee bei der Luftverteidigung unterstützen.

    Dazu besuche eine Militärdelegation aus Moskau die vor der US-Küste liegende Karibikinsel, meldete Interfax am Montag. Die Agentur zitierte einen Militärsprecher mit den Worten, beide Seiten würden über die Ausbildung kubanischer Soldaten in Schulungszentren für die taktische Luftverteidigung in Russland beraten. Sie sollten an moderner russischer Militärtechnik geschult werden.

    Der Besuch der Delegation unter Leitung des Chefs der russischen Luftverteidigung, Generalleutnant Alexander Maslow, solle auch der "Stärkung der Beziehungen zwischen den russischen Streitkräften und der Revolutionären Volksarmee Kubas" dienen.

    1962 stand Kuba im Zentrum der schwersten Krise während des Kalten Krieges, weil die Sowjetunion dort in unmittelbarer Nähe der USA Raketen stationiert hatte. Die Welt stand seinerzeit am Rande eines Atomkrieges. Kuba ist nach wie vor mit den USA verfeindet. In den vergangenen Monaten hat Russland seine Beziehungen zu Kuba ausgebaut - und auch zu Venezuela, das ebenfalls eine antiamerikanische Politik verfolgt.
    17.10.2008

     

    Kuba sitzt auf riesigen Ölreserven

    Seit einigen Jahren ist bekannt, dass der Inselstaat vor seinen Küsten über stattliche Ölreserven verfügt. Diese scheinen nun noch grösser zu sein als bislang angenommen. Der staatliche Ölkonzern Cubapetroleo bezifferte sie an einer Medienkonferenz in Havanna auf mehr als 20 Milliarden Barrel. Das ist mehr als doppelt so viel wie der geologische Überwachungsdienst der USA errechnet hat. Damit würde Kuba unter die 20 grössten Ölförderstaaten der Welt aufrücken.

    Die Schätzungen basieren laut BBC auf Vergleichen mit bekannten Ölvorkommen vor den Küsten der USA und Mexikos. Kubas Unterwasser-Geologie ist gemäss Cubapetroleo vergleichbar mit den riesigen mexikanischen Ölfeldern Cantarell und Poza Rica in der Bucht von Campeche. Falls dies zutrifft, würden die kubanischen Reserven etwa jenen der USA (21 Milliarden Barrel) entsprechen und fast doppelt so gross sein wie diejenigen von Mexiko (11,7 Milliarden).

    Das kommunistische Land, das seit Jahren unter wirtschaftlichen Problemen leidet, könnte damit zu ungeahntem Reichtum kommen, was unweigerlich Fragen nach dessen Verteilung nach sich ziehen würde. Rafael Tenreyro Pérez von Cubapetroleo erklärte in Havanna, dass ein Konsortium unter Führung der spanischen Firma Repsol bis Mitte 2009 mit den Bohrungen beginnen werde.

    Kuba fördert bereits heute Öl, den grossen Teil seines Bedarfs aber muss es aus Venezuela importieren. Castro-Freund Hugo Chávez liefert das schwarze Gold zu einem Vorzugspreis, im Austausch für tausende kubanische Ärzte, die in Venezuela arbeiten.
    14.10.2008

     

    Deutscher Kuba-Coach Reinhold Fanz nach 1:6-Niederlage gegen USA degradiert

    Kubas Nationaltrainer Reinhold Fanz ist nach der 1:6-Niederlage im WM-Qualifikationsspiel gegen die USA entlassen worden und wird in Zukunft Berater seines Nachfolgers Raul Gonzalez Triana. Offenbar wird dem Deutschen eine Mitschuld an der Flucht von zwei Nationalspielern gegeben, die sich im Vorfeld der Partie abgesetzt und in den USA um politisches Asyl gebeten haben.

    Die beiden Auswahlspieler Pedro Faife und Reynier Alcantara nutzten die Gelegenheit des Gastspiels in den USA, nahmen Reißaus und erbaten politisches Asyl. Auch daran wird Fanz offenbar eine Mitschuld gegeben. Gegenüber der Washington Post hatte der Trainer die Flucht der beiden Akteure bestätigt und auch darauf hingewiesen, dass der kubanische Verband die Spieler vor Auslandsreisen überprüft und nur "linientreue" Akteure entsendet.
    27.09.2008

     

    Steinmeier traf Perez Roque

    Deutscher Außenminister sieht "leichte Bewegung" in kubanischer Innenpolitik

    Der deutsche Außenminister Frank-Walter Steinmeier hat am Rande der UNO-Vollversammlung in New York mit seinem kubanischen Amtskollegen über die Bedingungen für ein Ende der EU-Sanktionen gegen den kommunistischen Staat gesprochen. Er habe mit Außenminister Felipe Perez Roque über die innenpolitische Situation auf der Insel gesprochen, die "zum ersten Mal seit 50 Jahren leichte Bewegungen zeigt", sagte Steinmeier am Freitag vor Journalisten. Die EU habe auf diese Entwicklungen reagiert und gesagt, sie werde die derzeit ausgesetzten Sanktionen ganz aufzuheben - "wenn dieser Weg weiter geht".

    Bedingung für eine Aufhebung sei allerdings die gemeinsame Verabredung, dass im nächsten Jahr eine Überprüfung insbesondere der Menschenrechtslage in Kuba noch einmal stattfinde, sagte Steinmeier. Weitere Reformen seien vor allem in Bezug auf den besseren Zugang für die Bürger zu Mobilfunk und Internet notwendig. Außerdem müsse die Zahl der politischen Gefangenen weiter reduziert werden, von denen es nach Angaben Steinmeiers derzeit noch mehr als 330 gibt. Er wolle nichts beschönigen, sagte Steinmeier: "Vieles an der innenpolitischen Situation Kubas ist nach wie vor unbefriedigend."

    Der Außenminister stellte Perez Roque zudem Hilfen in Höhe von 350.000 Euro für die Opfer der Tropenstürme "Gustav" und "Ike" in Aussicht. Roque lud Steinmeier am Ende des halbstündigen Treffens zu einem Besuch nach Kuba ein. Der Minister habe das Angebot zur Kenntnis genommen, sagte ein Mitglied der deutschen Delegation. (APA)
    27.09.2008

     

    Privattaxis wegen Transportproblemen auf Kuba wieder erlaubt

    Aufgrund schwerwiegender Transportprobleme dürfen auf Kuba wieder private Taxis fahren. Private Fahrten seien für kurze Zeit wieder erlaubt, sagte der stellvertretende Transportminister Ricardo Fernández vor Journalisten in Havanna. Fernandez führte zur Begründung weiter aus, das Verkehrsnetz auf der Insel mit 11,2 Millionen Einwohnern könne derzeit nur 900.000 Benutzer verkraften. Tatsächlich seien aber 3,8 Millionen Menschen auf den öffentlichen Verkehr angewiesen. In den 90er Jahren waren Taxifahrten mit privaten Fahrern in dem kommunistisch regierten Karibikstaat schon einmal erlaubt gewesen.

    Fernández erklärte weiter, die Regierung habe seit 2004 mehr als 300 Millionen Dollar (205 Millionen Euro) für den Kauf von mehr als 2500 Autobussen ausgegeben. Die beiden jüngst über Kuba gezogenen Hurrikane "Gustav" und "Ike" haben Schäden von mindestens fünf Milliarden Dollar verursacht. Dabei wurden auch zahlreiche Straßen zerstört.
    25.09.2008

     

    Russland und Kuba visieren gemeinsame Öl-Projekte an

    Das russische staatliche Ölunternehmen Sarubeschneft will mit der Erkundung von Ölvorkommen auf Kuba beginnen. Dies gab der Generaldirektor des russischen Unternehmens, Nikolai Brunitsch, während eines Treffens mit der kubanischen Industrieministerin Yadira Garcia Vera in Havanna bekannt.

    Wie Brunitsch weiter mitteilte, hat er für das Vorhaben ein russisch-kubanisches Joint Venture vorgeschlagen, dem die kubanische Seite bereits zugestimmt hat.

    Bei den Gesprächen in der kubanischen Hauptstadt wurden auch weitere Fragen besprochen: Lieferungen von Anlagen, Erkundungsarbeiten und Erhöhung der Produktivität des Ölfeldes Boca de Haruco.

    Trotz großer Einigkeit auf beiden Seiten sei es dennoch zu früh über konkrete Ergebnisse der Verhandlungen zu berichten, weil zunächst alle Vorbereitungsarbeiten durchgeführt werden müssten, so der Chef von Sarubeschneft.

    Im vorigen Jahr betrug der Handelsumsatz zwischen Russland und Kuba 363 Millionen US-Dollar, innerhalb der ersten sechs Monate dieses Jahres erhöhte er sich um 20 Prozent.

    Zuvor hatte der russische Präsident Dmitri Medwedew den kubanischen Staatschef Raul Castro mitgeteilt, dass beide Staaten bei der Erkundung, Förderung und Verarbeitung von fossilen Brennstoffen sowie bei der Entwicklung des Transportsystems, der IT-Branche, Pharma-Industrie, Biotechnologien und Energiebranche mehr zusammenarbeiten sollten.
    24.09.2008

    Viva la revolución!

    Riesige Wellen vor der Küstenstadt Baracoa: Mit 195 km/h traf Hurrikan "Ike" auf Kubas Ostküste

    Kuba nach den Hurrikans

    Die diesjährige Hurrikan-Saison ist die schlimmste in der Geschichte der Insel. Drei tropische Wirbelstürme zogen innerhalb von 10 Tagen über die Insel und hinterließen eine Spur der Verwüstung.

    80 Prozent des Territoriums sind betroffen. 2,5 Millionen Menschen, das ist mehr als ein Fünftel der Bevölkerung, wurden evakuiert, 320.000 Familien verloren infolge des Sturm und von Überschwemmungen ihre Häuser. Allein in der Provinzhauptstadt Holguin, die die volle Wucht des Sturmes traf, wird die Hälfte aller Häuser als abbruchreif eingeschätzt. Insgesamt werden die wirtschaftlichen und sozialen Schäden auf fünf Mrd. Dollar geschätzt – der Hälfte der letztjährigen Exporterlöse oder mehr als 10 Prozent des jährlichen BSP. Die Evakuierungsanstrengungen durch die Zivilverteidigungskomitees retteten Tausenden Menschen das Leben. In Haiti starben mehr als 500 Menschen, in Texas über 50, in Kuba verloren nur fünf Menschen ihr Leben.

    Nach den jüngsten Hurrikan-Schäden hat die US-Regierung Lebensmittelverkäufe an Kuba genehmigt. Trotz des bestehenden Handelsembargos sollen Agrarprodukte im Wert von 250 Millionen Dollar geliefert werden. Zudem dürfen NGOs Hilfsgüter im Wert von zehn Millionen Dollar in den Karibikstaat liefern. Die Verkaufslizenzen wurden nach dem Durchzug des Hurrikans "Ike" am 7. September ausgestellt. Havanna hatte die USA aufgefordert, das seit 1962 bestehende Embargo für sechs Monate aufzuheben, um die Einfuhr von Baumaterialien zu ermöglichen.

    Die beiden jüngst über Kuba gezogenen Hurrikane "Gustav" und "Ike" sind laut einer Erklärung der Regierung in Havanna die "schlimmste" Naturkatastrophe in der Geschichte des Landes. Nach einer "vorläufigen Bilanz" belaufen sich die Schäden auf fünf Milliarden Dollar. 443.000 Wohnungen seien beschädigt und 63.000 zerstört worden. Am 30. August hatte "Gustav" den Westen Kubas heimgesucht, in der vergangenen Woche zog "Ike" über den Osten und das Zentrum. Von den elf Millionen Einwohnern wurden mehr als drei Millionen in Sicherheit gebracht.

    Der stellvertretende Agrarminister Alcides Lopez sagte am Donnerstag, 30 Prozent der Ernte sei durch die beiden Hurrikans vernichtet worden. Auf der ganzen Insel hätten sie zudem schwere Schäden verursacht.

    "Aber ich kann sagen,... kein Kubaner wird deswegen verhungern oder seinem Schicksal überlassen", sagte Lopez vor Journalisten. Es würden sechs harte Monate bevorstehen, "aber wir dürfen nicht jammern, sondern müssen pflanzen", sagte er. Die Regierung habe zudem eine Reihe von Maßnahmen beschlossen, um die Produktion zu beschleunigen und die vorhandenen Lebensmittel gerecht zu verteilen.

    Mit fast 200 km/h hatte der Tropensturm "Ike" am 10.09. die Ostküste Kubas getroffen Hurrikan "Ike" und an der Ostküste Kubas eine Spur der Zerstörung hinterlassen. In elf von 14 Provinzen Kubas gab es keinen Strom. Beim Durchzug des Hurrikans „Ike“ wurde das Netz aus Sicherheitsgründen abgeschaltet
    23.09.2008

     

    Russland verhandelt mit Kuba und Venezuela über Nutzung von GLONASS-System

    Russland verhandelt mit Kuba und Venezuela über die gemeinsame Nutzung der Navigationssatelliten des russischen GLONASS-Systems.

    Das teilte der Chef der russischen Raumfahrtbehörde Roskosmos, Anatoli Perminow, am Dienstag in Moskau mit. Er sei vor kurzem auf Kuba gewesen, wo großes Interesse am GLONASS-System bestehe. "Zum Jahr 2010 soll das System die gesamte Erde erfassen", sagte Perminow.

    "Zudem bekundeten die Kubaner Interesse an Daten, die vom russischen Erkundungssatelliten Resurs-DK gewonnen werden." In diesem Zusammenhang schloss Perminow die Gründung eines russisch-kubanischen Raumfahrtzentrums nicht aus, in dem von Satelliten gelieferte Daten ausgewertet werden könnten. "Möglich ist auch die Gründung eines Gemeinschaftsunternehmens, das sich auf die zivile Nutzung des Weltraumes spezialisieren wird."

    Mit Venezuela sei noch kein Abkommen über die gemeinsame friedliche Erschließung des Weltraumes geschlossen worden. Russland möchte in dieser Region Bodenstationen für den Empfang telemetrischer Daten vom Orbit haben. "Dabei wird es keine militärische Komponente geben. Wichtig ist, dass sich alle darüber klar werden", sagte Perminow.
    30.08.2008

     

    Olympische Spiele in Peking: Kubas Sportler im Leistungstief

    Sporterfolge werden in Kuba als Erfolge der Revolution reklamiert. In Peking blieben die kubanischen Olympioniken jedoch überaus blass. Die sportliche Krise ist kaum zu übersehen. Kuba errang insgesamt den 28. Platz. Vor vier Jahren war es noch der elfte.

    Ein ziemlich inniges Verhältnis haben die sportbegeisterten Kubaner zu ihrer Volleyballmannschaft der Frauen. Als "Espectaculares Morenas del Caribe", spektakuläre Mulattinnen der Karibik, sind die in die Annalen eingegangen. Für Medaillen am Fließband bürgte auch die Boxstaffel und das Lieblingsteam Fidel Castros, die Baseballequipe. Zweifelsfrei hat die Medaillenflut der letzten dreißig Jahre einiges zum kubanischen Selbstwertgefühl und auch zur Identität als Sportnation beigetragen. Als "Botschafter der Revolution" hat Compañero Fidel Castro die Athleten einst geadelt.

    Doch richtig glänzen konnten die Botschafter von einst bei den Spielen in Peking diesmal nicht. Weder die Boxer noch die Baseballcracks und auch die "Espectaculares Morenas del Caribe" konnten die Erwartungen im Heimatland erfüllen. Ein Dilemma auf das die nationale Presse mit Schlagzeilen wie "Peking hat uns alarmiert" reagierte. Im Klartext heißt das: Im Sport steckt der Wurm. Doch der oberste Sportfan Fidel Castro will das nicht wahrhaben und griff flugs zur Feder, um seine Lieblinge in Schutz zu nehmen.

    So fiel die Generalabrechnung vorerst aus, denn was in Peking nicht so gut klappte, holte der 82-jährige Berufsrevolutionär nach - er verlieh den kubanischen Olympioniken eine "Goldmedaille für die Ehre". Sie hätten, so Compañero Fidel in einer seiner Kolumnen, die Schiedsrichter gegen sich gehabt.

    Nicht nur im Boxen sei kriminell mit den jungen kubanischen Athleten umgegangen worden. Auch im Taekwondo witterte er Schiebung und verteidigte Angel Valodia Matos. Der Kampfsportler hatte den Schiedsrichter blutig getreten, nachdem dieser ihn im Kampf um die Bronzemedaille disqualifiziert hatte. Solidarität mit dem Kampfsportler forderte Castro ein und sah nicht zum ersten Mal eine Mafia hinter den olympischen Kulissen am Werk. Ohne Namen zu nennen schrieb Castro in einem Artikel, dass zwei kubanischen Boxern in den Semifinalen von vorneherein der Sieg genommen worden sei. „Es war kriminell, was sie mit den Jungen unserer Boxmannschaft gemacht haben, um die Arbeit derjenigen zu vervollständigen, die sich damit beschäftigen, Athleten aus der Dritten Welt zu rauben“, fügte Castro in Anspielung auf die Flucht der besten kubanischen Boxer unter anderen nach Deutschland hinzu.

    Für viele Sportfunktionäre auf der Insel ist das Abschneiden in Peking ein Spiegelbild der gesellschaftlichen Verhältnisse. Offen ausgesprochen wird das selten - und wenn, dann nur anonym, denn der Sport gehört neben dem unentgeltlichen Gesundheits- und Bildungssystem zu den zentralen "Errungenschaften der Revolution" wie es in Kuba heißt.

    An dem nagt allerdings auch der Zahn der Mangelwirtschaft. "Aus einer Mischung aus falschem Stolz, Irrealismus und fehlender Demut will man nicht erkennen, wie schlecht es um den Sport bestellt ist", erklärt Tanía Quintero, eine im Schweizer Exil lebende Kubanerin. Deren Sohn Iván García arbeitete auf der Insel lange als unabhängiger Sportjournalist und hat auf einen zentralen Punkt immer wieder hingewiesen. "Abwanderung ist ein gesellschaftliches Phänomen, von dem auch der Sport betroffen ist", betont García, der sich inzwischen unter anderem mit dem Drehen von Hochzeitsvideos über Wasser hält. Laut der offiziellen Version von Compañero Fidel gibt es hingegen eine internationale Mafia, die der "dritten Welt die Athleten raubt".

    Deutschland spielt dabei aus der Perspektive des ehemaligen Staatschefs, der sich seit gut zwei Jahren nicht mehr in der Öffentlichkeit gezeigt hat, eine wichtige Rolle. Hier boxen gleich ein halbes Dutzend kubanischer Faustkämpfer für Geld, darunter drei Olympiasieger von Athen. Aus "den Botschaftern der Revolution", zu denen Castro Kubas Athleten einst ernannt hat, sind Botschafter des Mangels geworden. "Ich kann meiner Familie aus dem Ausland besser helfen als auf der Insel", hat Kubas Boxweltmeister Erislandy Lara schulterzuckend nach seiner Ankunft in Deutschland im Juni dieses Jahres gesagt. Ein Realismus von dem Compañero Fidel nichts wissen will. (von Knut Henkel, http://www.taz.de/1/sport/artikel/1/ehrengold-fuer-die-abgestuerzten/)
    05.08.2008

     

    Russland vereinbart Lieferung von Zivilflugzeugen nach Kuba

    Russland wird Maschinen vom Typ Tu-204-300 und An-148-200 nach Kuba liefern. Eine russische Delegation mit Vizepremier Igor Setschin an der Spitze hat sich mit der kubanischen Behörde für Zivilluftfahrt darauf geeinigt.

    Wie das russische Handels- und Industrieministerium am Dienstag mitteilte, haben Russlands Vereinte Flugzeugbau-Korporation und das Exportunternehmen Aviaexport ein einschlägiges Memorandum of Understanding mit der kubanischen Behörde unterzeichnet.

    „In diesem Zusammenhang wurde auch die Gründung moderner Wartungszentren für russische Flugzeuge auf Kuba erörtert“, hieß es.
    02.08.2008

     

    Raúl Castro ruft zum Sparen auf

    Der kubanische Präsident Raúl Castro hat die Bevölkerung der Karibikinsel vor Auswirkungen der weltweiten Energie- und Nahrungsmittelkrise gewarnt. Wegen der „Tatenlosigkeit der Regierungen der reichen Länder sowie der multinationalen Unternehmen" werde es „unvermeidbare Auswirkungen" auf Kuba geben, sagte Castro am Wochenende in Santiago de Cuba anlässlich der Feiern zum 55. Jahrestag der kubanischen Revolution. Er widmete die Feiern seinem erkrankten Bruder Fidel, der nicht bei der Veranstaltung auftrat.

    In seiner Rede hob er unter anderem Fortschritte bei der Infrastruktur, dem Tourismus, der zwischen Januar und Juni dieses Jahres im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 14,8 Prozent gewachsen sei, und der petrochemischen Industrie hervor.

    Er machte jedoch keine Angaben dazu, welche Initiativen die Regierung zur Verbesserung des täglichen Lebens in nächster Zukunft ergreifen werde. Man sei sich der großen Probleme bewusst, die noch zu lösen seien. Jedoch könne das Land nicht mehr ausgeben, als es habe, betonte Raúl Castro.

    Die Regierung werde sich darum bemühen, die Auswirkungen der internationalen Energie- und Lebensmittelkrise für die kubanische Bevölkerung „auf ein Minimum" zu reduzieren, sagte Raúl Castro, der unter einem großen Porträt seines Bruders Fidel sprach. Die Bevölkerung müsse sich jedoch daran gewöhnen, dass „sie nicht nur gute Nachrichten" erhalten werde, sagte der Präsident weiter. Es müsse mehr gespart, mehr gearbeitet und besonders die Produktion von Lebensmitteln effizienter gemacht werden, sagte der 77-Jährige.

    Zugleich machte Castro klar, die kubanische Revolution sei «sozialistisch», und die Staatsführung würde die Märtyrer dieser Revolution niemals verraten.

    Angesichts der hohen Ölpreise müsse vor allem beim Treibstoff gespart werden. Der in einer grünen Militäruniform auftretende Castro kündigte auch an, weiter in die Modernisierung der Armee und die Verteidigung Kubas zu investieren. Dieses Vorhaben sei „unabhängig von dem Ausgang der US-Präsidentschaftswahl" im November. (AFP/ DER STANDARD Printausgabe, 28.7.2008 / http://www.gea.de/detail/1047411)
    01.01.2008

     

    Fidel Castro ruft zur Verteidigung der Revolution auf

    Kuba ist an der Förderung der Beziehungen zu Russland in Handel und Wirtschaft sowie an gemeinsamen Aktivitäten in der Ölförderung und -verarbeitung interessiert.

    Der erkrankte kubanische Revolutionsführer Fidel Castro hat seine Landsleute aufgefordert, die Ziele der Revolution "bis zum Tode" zu verteidigen. In einer am Dienstag verbreiteten Botschaft zum 49. Jahrestag des Sieges über den Diktator Fulgencio Batista rief Castro zudem seine Landesleute auf, den Revolutionsfeiertag mit Stolz zu begehen. Er symbolisiere ein halbes Jahrhundert des heroischen Widerstandes, betonte Castro in dem im Fernsehen verlesenen Brief. Kuba feiert an jedem 1. Januar den Sieg der Kommunisten unter der Führung Castros über Batista in den ersten Januartagen des Jahres 1959. Seitdem hat Fidel Castro die Karibikinsel ununterbrochen alleine regiert, bis er im Sommer 2006 die Amtsgeschäfte krankheitsbedingt an seinen Bruder Raúl übergeben musste.

    Seit seiner Erkrankung ist Fidel nicht mehr in der Öffentlichkeit aufgetreten. Am 20. Januar wird eine neue Nationalversammlung gewählt, aus der die künftige Regierung Kubas rekrutiert wird.

    Nachrichtenarchiv des Jahres 2010

    Nachrichtenarchiv des Jahres 2009

    Nachrichtenarchiv des Jahres 2008

    Nachrichtenarchiv des Jahres 2007

    Nachrichtenarchiv des Jahres 2006

    Nachrichtenarchiv des Jahres 2005

    Nachrichtenarchiv des Jahres 2004

    Nachrichtenarchiv des Jahres 2003

    Nachrichtenarchiv des Jahres 2002

    Nachrichtenarchiv des Jahres 2001

    Nachrichtenarchiv des Jahres 2000
    (ausgewählte Meldungen Juni-Dezember)

    Geschichtlicher Rückblick

     
      Besucher