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Das Coole Cuba Lexikon

für Individualtouristen

Che Guevara has nothing to do with this cuba page

Kuba von A - Z


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all-inclusive

1. Die schlechteste aber billigste Möglichkeit Urlaub auf Kuba zu machen. Wer sich hierfür entscheidet, braucht den Rest nicht zu lesen.

2. Lebenszustand der Kubaner auf unterstem Niveau. Die dürftige staatliche Alimentierung in Form von Bildung , ärztlicher Versorgung und Ernährung sorgt dafür, dass keiner betteln oder unter freiem Himmel schlafen muss. Allerdings stellt sie niemanden zufrieden, denn die staatliche Zuteilung ist äusserst dürftig. Alle wichtigen Artikel des täglichen Lebens, und seien es nur Milch oder Fleisch, gibt es nur gegen Devisen . Infolgedessen arbeiten und bilden sich die wenigsten, weil dies nicht zur nachhaltigen Verbesserung ihrer Lebenssituation beitragen würde. Stattdessen konzentrieren sich gescheite Leute lieber aufs Geschäftemachen mit Touristen

Abzocken

Zeitvertreib der Kubaner und Methode, sich den Lebensunterhalt zu verdienen. Opfer dieses Verhaltens sind die Touristen . Die Kubaner haben hierzu eine zum Teil unglaubliche cleverness entwickelt, indem sie ein ausgeklügeltes Provisions-System etabliert haben. Zum anderen wird ganz schamlos geschnorrt.
Typische Vorgehensweisen beim Abzocken sind z.B. folgende:

  • Verkauf minderwertiger und/oder gefälschter Ware, wie Zigarren oder Kleidung

  • Durch Lügengeschichten provozierte Inanspruchnahme (gegen Geld) von Hilfe, wie die Suche nach Leuten oder Geschäften oder Beschaffen irgendwelcher Dienstleistungen (Flugbuchungen, Behörden, Unterkunft etc.). Die Zahlung von Geld erscheint hierbei zwangsweise und uneigennützig, zum Beispiel aufgrund von zwangsweise anfallenden Kosten wie Taxifahrten oder Verpflegung unterwegs.

  • Vermitteln von Dienstleistungen und heimliches Kassieren von Provision

  • Anbieten von eigentlich überflüssiger Hilfe, wie die Suche nach einem Taxi, mit dem Ziel, Freunde zu begünstigen

  • Versprechen/Offerieren von qualitativ hemmungslos Dienstleistungen, wie Besuche angeblich besonders herausragender Attraktionen (Tanzveranstaltungen, Strände, Restaurants etc.) oder Beschaffen von "besonders billigen" Artikeln .

  • Adresse

    In Städten sind die Strassen oft schachbrettartig angelegt. Deswegen ist bei der Angabe der Anschrift immer die Information enthalten, zwischen welchen Querstrassen jemand wohnt. Die Hausnummer ist somit zweitrangig. Der Vorteil für Touristen besteht darin, dass man niemandem seine exakte Anschrift preisgeben muss. Diese Vorgehensweise empfiehlt sich besonders dann, wenn man mit einer einheimischen Begleitung im Taxi zu seiner Unterkunft fährt. Da das Zusammenleben von Kubanern/innen mit Touristen verboten ist, sind sie erpressbar . Diese Situation schwächt die Verhandlungsposition von Touristen, wenn es um das Feilschen von Preisen (zum Beispiel für Taxifahrten) geht.

    Angst

    Die Kubaner leben ständig in Angst. Insbesonders Chicas fürchten nichts mehr als den Verlust ihres Carnets de identidad (Personalausweiss), da sie sich sonst der Prostitution verdächtig machen und den Repressalien (vergleiche Repression) der allgegenwärtigen Polizei aussetzen würden (willkürliche Verhaftungen, Eintragung ins Zentralregister, Zwangskasernierung mit Besserungsunterricht, Gefängnis). Andererseits wird bedenkenlos eine mehrstündige Reise ohne Geld und Gedanken an den Heimweg im dünnen Hemdchen (zum Beispiel in die Diskothek) unternommen. Im Gegensatz hierzu steht der europäische "Regenschirmphilister", der seine Freude daran hat, dass das Leben in geregelten Bahnen abläuft.

    Arbeitskraft

    Die Einteilung derselben erfolgt nach den undurchschaubaren Regeln des Kommunismus . Zum Teil werden drei hochqualifizierte Kräfte eingesetzt, um Flugtickets eines einzelnen Passagiers zu kontrollieren. Zum anderen ist in stark frequentierten Bars und Restaurants immer nur eine Bedienung da, die damit überfordert ist, Bestellungen an zwei Tischen hintereinander entgegen zu nehmen.

    Auto

    Es gibt drei Generationen von Kraftfahrtzeugen auf Kuba: alte Limousine aus den USA aus den 50er Jahren (nur im Privatbesitz), russische Ladas aus dem kalten Krieg (Privat- und Staatsbesitz) und neuere PKWs, überwiegend Kleinwagen (fast nur Staatsbesitz). Anhand der Nummernschilder ist zu erkennen, ob der Wagen Privat- Staats- oder Firmeneigentum (z. B. Mietwagenverleih, Busse, sonstige Unternehmen etc.) ist. Ein privates Vehikel stellt unermesslichen Reichtum für den Besitzer dar, da sie oft als illegale Taxifahrer arbeiten. Neben der Unmöglichkeit, ein Neufahrzeug zu erhalten. ist dies der Grund, warum die alten Autos solange gehegt und gepflegt werden. Lediglich die antiken Ami-Limousinen sind komplett in privater Hand, der Rest wird vom Staat zugeteilt (gepachtet) und kann bei Bedarf oder Fehlverhalten wieder eingezogen werden.

    Bestechung

    Methode, Verbote zu umgehen oder Erlaubtes beschleunigt zu bekommen. Weil fast alles verboten beziehungsweise nur quälend langsam erhältlich ist, wird mittels kleiner Geld-Präsente das unmögliche möglich gemacht. (vergleiche Mafia , Commission). Abgesehen davon, dass die Staatsmacht bestechlich ist, ist es Gang und Gäbe, mittels Devisen -Zahlungen zuvor von Kubanern in Pesos vorgenomme Flugbuchungen zu überbieten und aufzukaufen.

    Bett

    für den wahren Kuba-Kenner häufiger Aufenthaltsort. Es sei nur soviel gesagt: Es ist darauf zu achten, dass die Bettwäsche ("sabana") regelmässig gewechselt wird, denn sie sind beliebter Ablageort von Läuse-Eiern. Ausserdem nicht wundern, wenn die Matraze in Plastik eingeschweisst ist, dies ist ein wirksames Mittel gegen Cucarachas

    Bier

    Erfrischungsgetränk und gute Alternative zu Rum, wenn man sich nicht jeden Tag vollends betrinken will. Wird in Dosen als 0,33l-Einheiten, hauptsächlich in den Marken Mayabe, Hatuey und Cristal gereicht. Die Kubaner trinken ein einfacheres Gebräu, das für Pesos erhältlich ist.

    Bildung

    kostenlose Gehirnwäsche für uniformierte Schüler. Das hohe Bildungsniveau des Durchschnittskubaners steht in eklatantem Widerspruch zu den Möglichkeiten, diese zu nutzen (Vergleiche Arbeitskraft und Langeweile). Obwohl sich das Bildungungsniveau nicht anhand der Orthographie der Leute ablesen lässt, werden sie zumindest befähigt, zu begreifen, dass die Realität nicht mit den Versprechungen der staatlichen Propaganda übereinstimmt.

    Brief

    theoretische Möglichkeit der Kommunikation mit dem Ausland. Praktisch scheitert dies daran, dass die Kubaner nicht das Porto von einem CUC berappen können oder wollen. Weil früher oft die Briefmarken zwecks Wiederverkauf von den versendeten Briefen geklaut wurden, ist man dazu übergegangen, diese auf die Briefumschläge und Postkarten aufzudrucken. Nichtsdestotrotz hat kaum eine chica Lust, zur Feder zu greifen. Dieses hauptsächlich deswegen, weil sie sonst ihre grauenhafte Orthographie offenbart, und weil der Glauben an den kubanischen Postdienst berechtigterweise erschüttert ist. Immerhin erreichen gut und gerne 50% der abgegebenen Sendungen die ausländischen Empfänger. Umgekehrt ist dies nur dann der Fall, sofern im Brief kein Geld mitgeschickt wird.

    Bürokratie

    Selbstbeschäftigungstherapie der Kubaner. Es bleibt ungeklärt, ob dies von der Obrigkeit verordnet ist oder der Mangel an Beschäftigung Ursache für die Ausuferung des Papierkrieges ist. Als Tourist wird man zunächst am Flughafen mit umständlichen Einreiseformalitäten gequält (als ob Gefahr bestünde, dass keiner das Land wieder verlassen wollte), bei Reiseveranstaltern, Discotheken, Restaurants usw. setzt sich die Tortur fort. Beispiel aus der Praxis: Die Zeremonie beim Betreten einer Diskothek dauert pro Person 5 Minuten. Nach Registrierung des Reisepasses beziehungsweise carnets erhält man ein vollständig ausgefülltes Formular, das man zwei Meter weiter an einen anderen Kontrolleur wieder abgibt

    Capricheza

    spanisch für Laune, caprichosa = launig. Capricheza beinhaltet bei chicas als wesentliche Elemente Faulheit, Eifersucht, Ungeduld und Verwöhntheit. Sie erwarten alles und tun nichts. Capricheza äussert sich in langanhaltenden Wutanfällen, Schmollen, Nörgeln oder Anschweigen. Ursache kann ein Eifersuchtsanfall (= Angst, den Geldgeber zu verlieren), Verletzung des Ehrgefühls (Respekt losigkeit), nicht erfüllte Wünsche oder die Aufforderung zur Tat sein. Insbesondere die chicas nörgeln an allem und diesem herum und wenn sie alleine sind auch über ihre Geschlechtsgenossinnen (überwiegend über solche mit dunklerer Hautfarbe, vergleiche Rassismus). Dieses "Prinzessin-auf-der-Erbse – Syndrom" wird dadurch ad absurdum geführt, dass sie in der Regel nichts zum Gelingen einer Sache beitragen und keine guten Manieren haben, diese aber von anderen erwarten. Einfache Mädels vom Lande wollen wie Prinzessinen behandelt werden. Kleinste Wegstrecken werden mit dem Taxi (auf Kosten des ausländischen Begleiters) zurückgelegt. Nicht sofort erfüllte Wünsche (etwa nach Eiscreme), Respektlosigkeit ihr gegenüber oder Verdacht auf Untreue werden durch lautstarkes, langanhaltendes Gezeter quittiert (vergleiche Infantilismus). Allerdings sind sie dann auch bald wieder überdurchschnittlich anschmiegsam.

    Camajan

    spanisch für "Gauner", in der allgemeinen kubanischen Umgangssprache ein Ausdruck für 1. erfahrene Touristen , die sich nicht abzocken lassen. 2. für abgewichste Kubaner, die Situationen zu ihrem Vorteil zu nutzen wissen.

    Caracol

    Ladenkette mit internationalen Produkten, in denen mit Dollar/CUC bezahlt werden muss. Entspricht also den ehemaligen Intershops in der DDR. Diese Läden sind das erste Ziel von chicas, nachdem sie einen Touristen kennengelernt haben. Das spanische Wort "Caracol" heisst übersetzt "Schnecke". Vermutlich ist dies eine Anspielung auf das Arbeitstempo der Angestellten

    Carnet de identidad

    Personalausweis und somit wichtigstes aller kubanischer Dokumente. Wer bei einer der ständig drohenden Polizeikontrollen sein carnet nicht dabei hat, hat schlechte Karten und muss zumindest mit einer multa , wahrscheinlich jedoch mit Verhaftung rechnen. Dies betrifft vor allem chicas, die aufgrund ihres Geschlechts automatisch der Prostitution verdächtig sind. Die Steigerung von "kein carnet dabei haben" ist "sich unerlaubt in einer anderen Stadt aufhalten".

    Casa Particular

    privat vermietete Wohnungen oder Häuser. Kubaner, die hierüber verfügen gehören zu den reichsten Landsleuten, da die tägliche Einnahme von ca. 20 CUC pro Wohnung bereits den Monatslohn eines kubanischen Durchschnittsbürgers übersteigt. Casa Particulares sind beliebte Unterkünfte für ausländische Touristen, da man auf Kuba keine chica mit ins Hotel nehmen darf. Wenn man unerwarterweise ohne chica eine casa particular mietet, setzt man sich unmittelbarer Erklärungsnot gegenüber der Dame des Hauses aus, die dann ggf. ihre Tochter vorstellt.

    Der Standardpreis beträgt 20 CUC (bessere Häuser haben die Dreistigkeit, 25-30 CUC zu verlangen. Im Dritt-Weltland Kuba gibt es kein Zimmer, das qualitativ mit gleichteuren europäischen Pensionen mithalten kann. Wer kommt schon nach Kuba, der guten Zimmer wegen ...?). Tatsache ist, dass man durch längere Aufenthalte, hartnäckiges Verhandeln oft saftige Rabatte herausschlagen kann. Wer mehr als 15 CUC zahlt, hat sich halt schon an die Mafiamethoden gewöhnt oder im Preis ist bereits pauschal eine eventuelle Kommission enthalten. Diese wird nur fällig, wenn man die Adresse mit Hilfe Einheimischer aufsucht. Vermieter zahlen monatlich ca. 100 CUC Steuern (je nach Lage und Ausstattung), ob vermietet oder nicht. Illegale Wohnungen (ohne Registrierungsbuch) sind deswegen noch billiger zu haben.

    Castro , Fidel Ruiz

    Der verhasste, geliebte, veehrte, bewunderte ehemalige Staatschef Kubas, Lichtgestalt, Übervater Kubas und Führer der kommunistischen Einheitspartei, somit einer der letzten Potentaten auf diesem Planeten. Auch bekannt als maximo lidér (grosser Führer), der commandante en jefe , oder, wie er auch genannt wird: caballo, das Pferd. Letzterer Titel hat seinen Ursprung in einem chinesischen Lotteriespiel, in dem ein Pferd die Nr. 1 ist.

    Am 19.02.2008 ist Fidel zurückgetreten und hat seinem Bruder Raúl das Kommando übergeben. Seitdem wirkt er aus dem Hintergrund und veröffentlicht weiterhin fleissig seine
    Weisheiten in den staatlichen Medien .

    Fidel Castro: Eine Chronologie

    Was kommt nach dem Tode Fidel Castros ?
    (Mehrfachauswahl möglich)

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    Ihre Meinung

    Raul bewahrt den Kommunismus

    Andere kommunistische Hardliner übernehmen das Kommando

    Das Regime lockert den Kurs

    Exil-Kubaner lösen Konflikte aus

    US-Amerikaner intervenieren

    Bürgerkrieg

    Ihr Name:

    Kommentar:

    Admin


    "Die Geschichte wird mich freisprechen." (1953, Fidel Castro steht wegen Putschversuchs vor Gericht)

    "Eine Revolution ist kein Rosenbett." (Castro im Jahr 1959)

    "Eine der größten Errungenschaften unserer Revolution ist, dass selbst unsere Prostituierten Akademiker sind." (2003 im Dokumentarfilm "Comandante")

    "Ich habe begriffen, dass meine eigentliche Bestimmung der Krieg mit den USA sein würde." (Castro im Jahr 2004)
    Che

    Spitzname von Ernesto Guevara, dem zugleich grössten Helden, Idioten und Unheilbringer der kubanischen Geschichte. Seine fatalen Wirtschafts- und Sozialvisionen scheitern seit 50 Jahren täglich. Nachdem es der selbsternannte Weltverbesserer geschafft hat, an die Macht zu kommen, liess er das kubanische Volk die Suppe auslöffeln und zog lieber anderweitig in den Krieg. Trotzdem beziehungsweise gerade deshalb wird er auf Kuba verehrt.
    Umfangreiche Infos über Che Guevara

    Chica

    Spanisch für "Mädchen", das 3. Geschlecht auf Kuba. Die chica cubana hominensis ist ein Untergattung der latina suramericanensis tropical und stellt ein begehrtes Beuteobjekt für Lateinamerika-Reisende aufgrund ihrer auffallenden Schönheit und Kontaktfreude dar. Sie lassen sich leicht auf den Strassen und in den Diskotheken aufspüren. Permanenter Drang zu Devisen/CUC's , Eiscreme, Diskotheken und Sex treibt sie in die Arme von Ausländern, die für sie ein Status symbol darstellen (vergleiche Rassismus). Touristen dienen ihr als Zeitvertreib und Geldquelle, die Beziehung basiert oft auf privater als auch auf (semi-) professioneller Basis. Es ist sehr leicht, eine ehrliche chica ohne finanzielles Interesse zu finden, allerdings erwarten sie dann Treue, Respekt, Fürsorge, Eiscreme, Unterstützung für die Familie und guten Sex

    Anständige chicas stellen ihre ausländischen Begleiter sofort der Familie vor, damit die ehrlichen Absichten beiderseits bekräftigt werden. Der Nachteil besteht dann darin, dass man als Tourist mehrere Münder zu stopfen hat.

    Im Alter von ca. 25-30 Jahren findet eine Metamorphose statt und die Chica mutiert zur Frau, um für weiteren Chica-Nachwuchs zu sorgen.

    Typische Verhaltensschemata von chicas:

  • capricheza

  • Eifersucht

  • Schauspielkunst (vergleiche Lügen )
    Hier offenbart sich dem Touristen Kuba als
    interaktives Computerspiel in Reinstform: Manche chicas beherrschen die Kunst der Täuschung perfekt. Sei es das Vorleben, der Familienstand , der Gesundheitszustand, die Loyalität zum Begleiter, die Anzahl der Kinder, die Anzahl der aktuellen Geliebten, die wahre Intention ihrer Anwesenheit, die Lust, auszugehen, die Bereitschaft, dem Freund ins Heimatland zu folgen oder sonstige Umstände....: was sie wirklich bewegt, bleibt stets unklar. Ihr selbst übrigens meistens ebenso. Hieraus folgert der nächste Punkt:

  • Plötzlicher Meinungsumschwung
    Langfristige Planungen machen wenig Sinn, da Meinungsäusserungen nur temporären Charakter haben oder sowieso nicht ernst gemeint sind. Meinungen werden ad hoc gebildet und geäussert. Hieraus folgert der nächste Punkt:

  • Gier und Ungeduld
    Unvermittelt auftretende Wünsche nach diesem und jenem (z.B.
    Kleidung, Disco, Eis etc.) sollten sofort erfüllt werden. Ansonsten wird gequengelt und gemault, bis dass sie zufrieden gestellt ist. In diesem Zusammenhang ist der folgende Punkt zu sehen:

  • Leiden
    Das Zelebrieren von Leid und Schmerz ist ihr liebstes Hobby. Herzzereissende Szenen kann man vor allem bei Kränkeleien, der Aussicht, zu Fuss zu gehen, nichtschmeckendes Essen, Verpassen der
    telenovela oder bei Unlust zu diesem und jenem geniessen. Leidensszenen sind immer mit capricheza und Schauspielkunst (siehe oben) verbunden.

  • Desorientiertheit und Desorganisation
    Als Folge ihrer Ungeduld ergibt sich desorganisiertes Agieren. Es wird das als nächstes verrichtet, was ihr gerade in den Kram passt. Selbst wenn man einen Termin langfristig vorher ankündigt, muss man als Begleiter damit rechnen, dass sie anfängt sich zu schminken, zu Kochen, zu Telefonieren etc. , gerade wenn der Zeitpunkt X eingetroffen ist, an dem man spätestens das Haus verlassen sollte. Insbesonders langfristige Planungen mit chicas sind mit Vorsicht zu geniessen. Ein Gefühl für Zeit, Raum und Zahlen existiert nicht. Weder ist sie fähig, den Vorgaben von Fahrplänen Folge zu leisten, noch ist sie in der Lage, komplexe Problematiken (z.B. mittelfristige Finanzplanungen, Verabredungen zum Telefonat mit Bereithaltung von Kugelschreiber und Notizblock, Einkauf von bedarfsgerechten Lebensmittel-Mengen, etc.) zu bewältigen. Die Vorausplanung von Aktivitäten konzentriert sich über die nächsten paar Stunden, wobei die Konsequenz des Handelns nach 5 Minuten degressiv abnimmt und kleinste Störfaktoren zum Zusammensturz sorgfältiger Planungen führt.
    Dies ist auch eine Folge des nächsten Punktes:

  • Nervösität und Unkonzentriertheit
    Das Leben auf Kuba und die sich hieraus ergebende
    Langeweile verlangt den Leuten keine Leistung ab, so dass scheinbar viele unter Hospitalismus (die Krankheit, die dazu fürt, dass eingesperrte Tiere stundenlang im Kreis laufen) leiden. Die Symptone bei chicas sind abgekaute Fingernägel und mentale Abwesenheit. Viele sind nicht fähig, einem Gespräch läger als 2 Minuten zuzuhören, sie starren dann unvermittelt ins Leere. Niemand kommt auf die Idee, etwas sinnvolles zu machen, wie Lesen, Arbeiten oder Weiterbildung
    Aus der Unkonzentriertheit folgert der nächste Punkt:

  • Unwille und Lernunfähigkeit
    Wenn aufgrund der oben genannten Punkte irgend etwas schief geht, wenn man es ihr wieder und wieder eintrichtert, eines ist sicher: Das Gesetz der Serie schlägt abermals zu. Sie konzentriert sich nicht darauf, den Missstand zu beseitigen, sondern sich die entsprechenden Ausreden auszudenken (vergleiche Schauspielkunst).




  • Alle oben genannten Punkte sind als direkte Folge einer
    infantilen Persönlichkeits- und Gesellschaftsstruktur zu begreifen, die den Eindruck Kubas als Interaktives Computerspiel nur verstärken.

    Vergleiche auch das Latina - maual (Gebrauchsanweisung für chicas)
    Chulo

    Zuhälter. Obwohl Zuhälterei äusserst streng bestraft wird, blüht das Geschäft. Es handelt sich bei diesen Genossen nicht nur um jene brutalen Antreiber und Unterdücker, sondern auch oft um Familien angehöroge und Ehemänner, die sonst keine Möglichkeit sehen, an Devisen zu gelangen. Besonders Rastas betreiben dies Gewerbe.

    Computerspiel, interaktives

    Das Dasein auf Kuba präsentiert sich dem Touristen wie ein interaktives Computerspiel, bei dem man kontinuierlich gegen einen übermächtigen Mitspieler verliert. Ständig hat man mit neuen Widernissen (Lügen, Verspätungen, Taxifahrer, fehlendes Klopapier, Pannen, Bürokratie, langsame Bedienungen, Pannen, geplatzte Verabredungen, fehlende Verkehrsverbindungen, geschlossene Büros oder Läden, ineffiziente Arbeitskräfte) zu kämpfen.

    Cucaracha

    Spanisch für Kakerlake. Lateinamerikanische Kakerlaken erreichen zwar eine beachtliche Grösse (ca. 4 -5 cm), sind aufgrund ihrer Geschwindigkeit und damit Unfassbarkeit besonders ekelig, aber ansonsten eher nur lästig denn gefährlich. Das Problem besteht darin, dass man Kakerlaken nicht wieder los wird. Sie legen ihre Eier überall hin. Wenn man sie tot haut, fördert man deren Verteilung nur noch. Am besten hilft heisses Wasser und das Einschweissen von Matratzen.

    Darwin , Mendel, Lorenz

    Schöpfer der nach ihnen benannten, jedoch bereits widerlegten Theorien der Entwicklung der Arten, der Vererbung und der Verhaltensweisen. Auf Kuba werden die Gegenbeweise in folgender Form gebracht:

    1) Die Gazellen (nämlich die chicas), und nicht die Löwen, sind hier die Jäger

    2) Ein Rudel Kubaner wird durch das schwächste Gruppenmitglied ernährt (den Chicas ), da sie über Devisen verfügen.

    3) 40 Jahre nach der Revolution und somit Gleichschaltung aller Bürger hat sich eine soziale Schichtung eingestellt, die von einer überwiegend weissen Minderheit angeführt wird. Die Mittelschicht ist ebenfalls überwiegend weiss, der Rest überwiegend farbig.

    4) Hautfarbe. Eine Durchmischung findet nicht statt. Das Kuriosum besteht darin, dass praktisch jeder mit jedem Geschlechtsverkehr praktiziert, jedoch niemand mit einem Partner dunklerer Hautfarbe (vergleiche Rassismus). Selbst 10 bis 20 Generationen nach Import der Sklaven gibt es immer noch ganz schwarze und ganz weisse Personen.

    5) Survival of the fittest: Gegen Castro ist kein Kraut gewachsen, nicht einmal Zucker und Tabak

    ¡dale!

    Universal-Imperativ, der gerne und oft verwendet wird. Anstatt der Aufforderung "Por favor" ("bitte") verwendet man diese direkte Aufforderung mit der Bedeutung "nun mach schon!", "komm schon!", "gib´s ihm!".

    Digitales Denken

    Wahrnehmungs- und Problemlösungsmechanismus der Kubaner. Europäerlieben es, Dinge hin- und her zu diskutieren, Kubaner machen es sich da einfacher: Sachverhalte werden nicht differenziert betrachtet und beurteilt, sondern unterliegen einem pauschalisierten Schwarz-Weiss-Schema. Ein nachträglicher Meinungsumschwung ist i.d.R. nicht zu realisieren. Ursache für eine für immer und ewig einzementierte Meinung kann bereits ein einmaliger, kleinster Anlass sein. Typische Beispiele:

    "gut-böse/schlecht":
    Die Meinung bezüglich den Mitmenschen, anderen Ländern, den Dingen des täglichen Lebens (Kleidung, Speisen und Getränke, Autos etc.) ist gnadenlos. Negative Erfahrungen mit Mitmenschen führen zu dem Urteil "pisado" (Trampel), "grocero" (Grobian) oder "bruto" (brutal). Essen, das nicht vorzüglich schmeckt, verursacht "asco" (Ekel).

    "frio-caliente":
    Die deutsche Übersetzung "heiss" oder "kalt" bezieht sich hierbei auf die vermeintliche Bluttemperatur, sprich: Leidenschaft. Dass Personen sich einmal so, ein anderesmal so verhalten und dieses Verhalten Folge von Umwelteinflüssen ist, ist den Kubanern fremd. Pauschal gelten Latinos, Italiener und Spanier als "caliente", Deutsche als "frio".

    "jetzt oder nie":
    Wünsche bedürfen sofortiger Erfüllung. Wenn sie nicht erfüllt werden, werden sie vergessen. Ein Aufschieben findet nur ausnahmsweise statt, wenn der vermeintliche Verantwortliche für das Entsagen (in der Regel bei chicas der ausländische Begleiter) sich als "schlechter" (also geiziger) Zeitgenosse einen Namen gemacht hat. Bei dem Versuch, Wünsche durch Aufschieben aus dem Bewusstsein zu verdrängen, ist also Vorsicht geboten: einen Wunsch ein einziges mal nicht erfüllt, und schon gilt man als knauserig.

    "alles oder nichts":
    Das Einkaufen-Gehen mit chicas mit dem Ziel, ein kleines Geschenk zu machen, kann zum finanziellen Totalverlust führen. Einmal losgelassen, entdeckt sie eine Menge an "wichtiger", "dringend benötigter" Sachen für sich oder für die
    Familie. Hierbei muss es sich stets um das beste und teuerste handeln. Wenn die Möglichkeit besteht, in Devisen zu bezahlen, obwohl gleichwertige Sachen in Pesos erhältlich sind, dann wird selbstverständlich die prestigeträchtigere Zahlungsweise mit Devisen bevorzugt. Die Auswahl der Waren beschränkt sich auf Markenprodukte, wie Sony oder Adidas (amerikanische Marken wie Nike sind meist unbekannt). Mit weniger geben sich die chicas nicht zufrieden.

    "treu-untreu":
    Die europäische Sitte, Freunde des anderen Geschlechts zu haben, ohne hierbei sexuelle Absichten zu hegen, verursacht Unverständnis. Grundsätzlich ist dies eine
    Respekt losigkeit und Zeichen der Untreue. Alleine das Betrachten von Leuten des anderen Geschlechts gilt als Untreue und verursacht Eifersuchtsanfälle.

    "nüchtern-betrunken":
    In dem Moment, wo man ein Bier getrunken hat, gilt man als "borracho" (betrunken). Massvolles Geniessen von Alkohol wird als sich-Betrinken interpretiert."

    Dienstleistung

    Der Service auf Kuba ist beklagenswert. Für niemanden lohnt es sich, sich anzustrengen. Dies liegt zum Einen daran, dass sie oft illegal sind, zum anderen an der Ineffizienz des kommunistischen Systems.
    Bedienungen in Restaurants sind nicht daran interessiert, dass es den Kunden gefällt, sondern sie erfüllen ihre Pflicht gegenüber dem Staat. Zum Beispiel wird man im Restaurant als Kunde übergangen, Bestellungen werden nicht ausgeführt, Aschenbecher werden nicht gereicht. Das Anbieten von Waren erfolgt nicht mit dem Ziel, langfristige Kundenbeziehungen aufzubauen, sondern dient dazu, das schnelle Geld zu machen. Ursache hierfür ist unter anderem auch
    infantile Ungeduld nach Devisen

    Diskothek

    Als Tanzveranstaltung getarnte öffentliche Erotikshow. Aus der Umgebung rekrutierte Mulattinnen scharwenzeln um die männlichen Opfer und machen sie langsam mürbe. Die als Tanzschritte deklarierten Bewegungen sind hierbei nichts anderes als eine Nachahmung/Vorwegnahme des Geschlechtsaktes, vorzugsweise mit Partnern hellerer Hautfarbe. Die Chicas gehen entweder in die in die Disco, weil sie Devisen haben, oder gerade, weil sie keine Devisen haben. Es wird vorzugsweise Salsa - oder Merengue -Musik gespielt. Wie in ganz Lateinamerika wird grundsätzlich paarweise getanzt, wodurch der Zwang zur Bekanntschaft mit dem anderen Geschlecht besteht. Wer als Mann alleine ist, wird sofort zum Tanzen aufgefordert oder anderweitig angesprochen.

    Der Vorteil von Diskotheken für die chicas ist, dass sie hier ungestört von der Polizei auf Ausländerjagd gehen können. Der Staat versucht dies durch Schliessung von Diskotheken, Razzien am Ausgang, oder Zutritt nur für Paare, zu unterbinden. Letzterer Punkt führt allerdings zu dem Absurdum, dass chicas praktisch genötigt werden, sich einen Ausländer zu angeln, um in die Disco zu gelangen.

    Dollar

    Kubanische Schein-Währung, auch offizielles Zahlungsmittel in den USA. Als Bargeld kursiert der "Peso Convertible" (CUC), den Touristen bei der Einreise gegen eine Gebühr von 10% erwerben müssen. Dollar hin, Peso Convertible her: Das Kuriosum besteht darin, dass die Kubaner nicht über ihre eigene Währung verfügen, sondern sie den Touristen aus den Taschen locken müssen. An Dollars / Peso Convertible kommt man nur über Ausländer oder mittels Schwarzmarktgeschäften. Alle wichtigen Waren sind nur gegen Devisen/CUC erhältlich, hierfür gibt es spezielle Geschäfte. Devisen/CUC sind Dreh-und Angelpunkt des gesellschaftlichen Treibens und zentrale Frage des überlebens. Die einzige Chance, nicht in völliger Armut zu verharren, resultiert daher in dem Bestreben, an dem Touristen-Abzocken teilzuhaben.
    Mit der Einführung des Euro in Europa, ist die neue Währung auch teilweise in Kuba gültig.

    Eifersucht

    Das in Kuba am stärksten ausgeprägte Gefühl. Die protestantisch-heuchlerischere Lebensform in Europa hat ein gestuftes Sündenregister mit harmlosen Eingangsstufen. Bei Erreichen einer hohen Sündenstufe (Ehebruch) wird in der Regel die Ehe beendet. Die katholisch-vitale Lebensform Lateinamerikas kennt ein gut-böse Schema mit digitalem Charakter: treu oder untreu. Es ist egal, ob man der Kellnerin zulächelt oder ihr ein Kind macht. Allerdings ist niemand endgültig verworfen, da nach einem Fegefeuer (Tobsuchtsanfälle, Intrigen, Lügen, kaputte Vasen etc.) Absolution erfolgt. Der kulturelle Beitrag der Latinowelt besteht folglich in der Erfindung (beziehungsweise Perfektionierung) der Telenovela (soap opera).

    Einladung

    kubanischer Reflex auf die Bekanntschaft mit Touristen. Der Eingeladene hat anstandshalber eine Flasche Rum beim Besuch bei der Familie mitzubringen. Eine Einladung ist nicht immer als freundlicher Akt zu interpretieren, sondern dient oft zur Auslotung der Möglichkeiten, Devisen zu kassieren und umsonst den leckeren Rum zu trinken. Meistens wird über Einladungen einem befreundeten Taxifahrer die Möglichkeit gegeben, Geld für die Hinfahrt zu kassieren. Der Einladende erhält dann einen entsprechenden Anteil in Form von Provision.
    Viel Kubaner warten keine Einladung ab, sondern sie schnorren
    schamlos, zum Beispiel nach Zigaretten, Eintritt für die Disco etc.

    Eis

    Droge (vorzugsweise in Coco oder Schoko-Geschmack), die nur gegen harte Devisen (bzw. Pesos Convertible/CUC) erhältlich ist.

    Elían Gonzalez

    kubanischer Junge, dessen Mutter auf der Flucht nach Miami im November 1999 ums Leben kam. Daraufhin folgte ein Tauziehen in den USA zwischen den Verwandten in Miami und dem Vater in Kuba, das der Vater letztendlich gewann, weil sich die US-Gerichte weigerten, den Fall zu verhandeln. Das kommunistische Regime Fidel Castros hat diesen Erfolg propagandistisch voll ausgenutzt.

    Emanzipation

    Die Gleichberechtigung findet ihre Entsprechung in der kommunistischen Gesellschaft darin, dass auch Männer (Touristen) die Sexobjekte sind. Ansonsten müssen Frauen und Männer für das gleiche Geld die gleiche Arbeit verrichten. Frauen sind nicht durchs Kinderkriegen benachteiligt, da der Staat sich gegebenenfalls um sie kümmert. Innerhalb einer Zweierbeziehung gilt der Machismo , dies lassen sich die Frauen gerne gefallen.

    Embargo

    ständig wiederkehrende Zeitungsente der kommunistischen Propaganda. Zwar wird seit 40 Jahren offiziell kein Handel mit Kuba betrieben, de facto befindet sich aber auch in den Regalen europäischer Supermärkte Rum der Sorte Havana Club. Das Embargo dient dem Staat dazu, die miserable Wirtschaftssituation zu rechtfertigen. Wahrscheinlich wäre ohne das Embargo das Regime schon längst gestürzt, da Kuba ausser Sonne, Strand, Zucker , Tabak , Rum und Chicas kaum etwas zu bieten hat.

    Liste der Firmen, die gegen das Embargo verstossen
    Handelsorganisationen in Cuba

    Energie

    Trotz ehrgeiziger Förderung von schwefelhaltigem Rohöl in der Nähe von Varadero mangelt es an nichts so sehr wie an Benzin (Heizöl braucht man keines). Dennoch vibriert die Insel vor nervöser Energie. Sie zeigt sich nicht nur in einem horrend schnellen Sprechtempo, sondern auch im Unvermögen der chicas, vor Diskotheken ruhig stehen zu können. Hohe Energiezustände zeigen sich auch in folgenden Formen: als wirbelnde Hände auf den Congas, als sich irrwitzig drehende Salsa-Paare, als unbesiegbare Box-Fäuste, als heißer Sex

    Erotik

    Wesentliches Element der Latino-Kultur. Die gesamte Gesellschaft ist durch-erotisiert bis auf die Knochen, Sex ist die natürlichste Sache der Welt. Wenn man jemanden des anderen Geschlechts kennen lernt, ist es selbstverständlich, dass man noch am gleichen Tag miteinander ins Bett geht, ohne dass dies anstössig oder ungewöhnlich wäre. In der verlogenen westlich-protestantischen Kultur sind nackte Leiber und sexistische Geprächsthemen allgegenwärtig und Gegenstand öffentlicher Berichterstattung. In der lateinamerikanisch-katholischen Kultur wird nicht darüber gesprochen, es wird gehandelt. Die öffentliche Zurschaustellung nackter Körperteile findet nicht statt, sie ist sogar verboten. Umso grösser ist die Verlockung. Statt nichts anzuhaben , haben die sonst so schamlosen chicas fast nichts an. Song-Texte sind eindeutig-zweideutig. Begegnen sich Blicke auf der Strasse, dann wird nicht wie in europäischen Ländern weggesehen, es wird hingesehen, gelächelt und gegebenenfalls ein freundliches Gespräch angefangen. Jemand, der fest liiert ist, meidet vor vornerein derartige Kontakte (gilt oft nicht gegenüber Touristen, da die Verheissung auf das schnelle Geld zu gross ist). Dies macht die Auswahl leichter und Flirts laufen nicht ins Leere. Da die regelmässige Ausübung des Geschlechtsverkehrs Usus ist, kommt man als Tourist in Verdacht, wenn man keine chica hat. Die Kubaner haben nichts dagegen, dass die Touristen wegen der chicas ins Land strömen, sonder sie sind sogar stolz darauf: "singan rica".

    Fake

    Englischer Ausdruck für Fälschung. Auf Kuba wird alles gefälscht: Zigarren, Rum, Liebe. Die Unwahrhaftigkeit der kommunistischen Propaganda und die Unmöglichkeit, wahre Information von falscher zu unterscheiden, findet ihre Fortsetzung in Lügen, falschen Produkten und falschen Freunden.

    Familie

    weit gefasster Ausdruck für den näheren Bekanntenkreis, einschliesslich Freunden, Nachbarn, Cousins ("primos"). Es wird unterschieden zwischen Verwandten "de crianza" (der Kindheit, Aufzucht) und "de sangre" (Blutsverwandte"). Dieses ist deswegen erforderlich, da in fast allen Haushalten Kindern von verschiedenen Vätern wohnen .

    Feiertage

    Praktisch ist jeder Tag ein Feiertag, denn die wenigsten arbeiten regelmässig. Die wichtigsten Tage sind der Muttertag und der Valentinstag (Día de los enamorados). Diese Tage nicht ausreichend zu respektieren (in Form von Geschenken, Glückwunsche, Einladungen) ist eine Todsünde und wird mit capricheza bestraft.

    Fortschritt

    findet auf Kuba in Form einer Rückentwicklung statt. Der Lebensstandard nimmt kontinuierlich ab, vom technischen Fortschritt ist nichts zu merken. Da seit der Revolution 1959 keine Produktentwicklung betrieben wurde und seither alles importiert wurde, verfügt das Land über einen Fundus an antiken Gegenständen wie Fernseher oder Autos. Von Digital-Uhren, Handys, Digitalkamera partizipieren die wenigsten. Für ausgewählte High-Tech Produkte wie MC´s oder Feuerzeuge sind aufgrund des späten Einzugs in das Inselreich eigene Wortkreationen entstanden, die deutlich vom ursprünglichen spanischen abweichen: Z.B. "Cinta" (Band) für Musikkassette oder "fosforera" (von fosforo=Phosphor, Streichhölzer) für Feuerzeug.


    Verblüffen lassen sich Kubaner durch Laserpointer und Kontaktlinsen, wogegen Airbag oder Mikrowelle praktisch unbekannt sind. Mobiltelefone und Internet sind einer zahlungskräftigen Minderheit zugänglich. Aber Youtube und MySpace gelangen nicht durch die Zensur . Ein Schnellkochtopf gilt bereits als Hi-Tech.
    Durch die Unmöglichkeit, den Anschluss an den westlichen Standard zu halten, verliert das hohe
    Bildungs niveau der Kubaner an Bedeutung und Qualität.

    Gleichheit

    Eines der Ziele der Revolution. Das Regime bevorzugt lieber einen Zustand allgemeiner und gleicher Armut, als Wohlstand für Engagierte. Dies wird dadurch konterkariert, dass die Gesellschaft zweigespalten ist: diejenigen mit und diejenigen ohne Devisen bzw. Pesos Convertible/CUC. Ein Angestellter Akademiker und ein Parkwächter sind gleich(arm), ein, Taxifahrer und eine jinetera sind gleicher.

    Granma

    Name der Yacht, mit der Fidel Castro und seine Mannen seinerzeit von Mexiko nach Kuba übersetzten um die Revolution anzuzetteln. Ausserdem Name eines Bundesstaates und des landesweit verteilten Parteiblattes, welches die einzige und schlechteste Gazette der Republik ist. Die seitenweisen Reden des (ehemaligen) Maximo Lider eignen sich auch als Klopapier .

    Berichte von unabhängigen Journalisten auf Kuba

    Guagua

    Eigentlich spanisch für "kleines Mädchen", in Lateinamerika Bezeichnung für die unregelmässig verkehrenden Busse. Als Bus dient oft ein LKW, deren Pritsche vollgedrängt mit Leuten ist. Wenn man als Tourist denkt, dass das guagua voll ist, steigt bestimt noch eine 8-köpfige Familie zu. Guaguas sind beliebte Objekte von Polizeikontrollen, die auf der Suche nach Kaffeeschmugglern sind und auch sonst keine Gelegenheiten zu Verhaftungen auslassen (vergleiche interaktives Computerspiel).

    Hoffnung

    auf Kuba nicht vorhanden aufgrund der Tatsache, dass Fidel Castro trotz fortgeschrittenen Alters immer noch über die Fähigkeit verfügt, stundenlange Reden über die Revolution zu halten, jedoch keine Anstalten unternimmt, die wirtschaftliche Lage zu verbessern. Wie sich die wirtschaftliche Situation ständig verschlechtert, so nimmt die staatliche Repression in gleichem Masse zu. Nach dem Tode Castros erwartet man einen noch restriktiveren Nacholger auf dessen Stuhl. Die Ausweglosigkeit der Lage drückt sich dadurch aus, dass sich keiner für eine "Nach- Castro-Ära" vorbereitet, sondern es lieber vorzieht, nach Miami auszuwandern

    Hunger

    steter Drang, sich den Magen voll zuhauen. Da die tägliche warme Mahlzeit eher dünn ausfällt, streben die chicas die Einladungen von ausländischen Touristen an. Dann wird eine Riesenportion (Nachtisch: Eiscreme) bestellt, wobei aber dann doch die Hälfte liegen bleibt (Vergleiche Infantilismus.

    Infantilismus

    Wie alle lateinamerikanische Länder ist die Gesellschaft jung beziehungsweise hat kindlichen Charakter. Dies äussert sich in folgenden Punkten:

     

    Konsumverhalten: In den meisten Ländern wird die Kindlichkeit relativiert durch die frühe Erfahrung, dass einem materiell nichts geschenkt wird. Die Kubaner dagegen saugen an der Brust des Staates ihre dünne Milch (vergleiche Libreta ) und leben folglich in permanenter kindlicher Zuteilungserwartung. Diese Erwartung wird gegebenenfalls auf Devisen-besitzende Touristen übertragen. Ein Triebaufschub findet nicht statt: Mangelwahrnehmung führt sofort zur Frustationsartikulation.

     

    Gehorsam: Das kommunistische Regime basiert auf Befehl und Gehorsam. Im Gegensatz zu Bürgergesellschaften werden keine Regeln ausgehandelt, sondern top/down durchgesetzt (vergleiche autoritäre Erziehung). Chicas gehorchen der Polizei, Frauen gehorchen Männern , alle gehorchen den Müttern. Das letzte Wort hat der Übervater Fidel Castro

     

    Realitätswahrnehmung: Die Kubaner sind von externer Information abgeschnitten. Stattdessen sind sie der kommunistischen Propaganda-Maschinerie ausgesetzt. Das Leben bietet auch durch fehlende materielle Güter keine Möglichkeit, eine Realität, die über die sensorische Wahrnehmung hinausgeht, zu erfahren. Analog zu Kindern im Alter von 4-5 Jahren lügen sie spielerisch (vergleiche Lügen) unterhalb der Schwelle strategischer Ziele.

     

    Spieltrieb: Aus Ermangelung, diesen Trieb während der Kindheit auszuleben und weitgehend abzuschliessen, folgt, dass auch Erwachsene eine Affinität zu handwerklichen Tätigkeiten, Prügeleien, Bongos und Tauschgeschäften haben.

     

    Sozialverhalten: feste verlässliche Partnerschaften sind in der Minderheit, alle Mitmenschen sind Freunde oder einfach nur Kameraden (compañero). Die kommunistische Doktrin drängt zum Aufteilen aller Güter, jedoch unter eifersüchtiger Beibehaltung des eigenen Vorteils (siehe commission). Streitigkeiten enden selbst unter Frauen nicht selten in Prügeleien, Männer sind für ihre rabiate Art gegenüber Ehefrauen bekannt. Die Respektierung des Eigentums anderer oder der Allgemeinheit ist nicht wie in Leistungsgesellschaften ausgeprägt.

     

    Besonnenheit und Vorsicht (vergleiche Angst): Risiken werden bedenkenlos eingegangen, sofern nicht Bestrafung durch die Staatsmacht zu befürchten ist. Risikoabschätzung und Vorausdenken findet nicht statt. Als Beispiel ist leichtsinniges Autofahren, unverantwortlicher Umgang mit Strom oder Müll oder eifriges Geldausgeben zu nennen.

     

    Lebensplanung: der Staat nimmt den jungen Menschen die Verantwortung ab. Heiraten, Scheiden, Gebähren ist ein Kinderspiel ohne mögliche negative Konsequenzen, da im Notfall staatliche Alimentierung einspringt. Eine gezielte Lebensstrategie wird nicht vorgenommen, da sie nicht zu realisieren ist.

     

    Sex: Neugier, sofortige Triebbefriedigung und soziale Unreife führt zum regelmässigen Ausführen des Geschlechtsaktes mit wechselnden Partnern. Die Bereitschaft zum Sex unterliegt nicht einer Gewissenskontrolle entsprechend gesellschaftlicher Normen: Der Kommunismus hat sozialen Kontrollmechanismen wie bürgerlicher Ethik oder katholischer Keuschheit den Garaus gemacht.

    Invitación

    Offizielle Einladung eines Touristen für einen Kubanischen Staatsbürger nach Deutschland und somit höchstes aller Ziele für eine chica . Das zugehörige Dokument kann für chicas nützlich sein, weil sie sich hiermit gegenüber der Polizei von dem Verdacht der Prostitution befreien.

    jinetera

    "Reiterin", spanisch -kubanische Bezeichnung für Chicas , die als Gelegenheits- Prostituierte arbeiten. Der Gedanke, "jineterismo" als Prostitution zu bezeichnen, kommt allerdings nur im Kontext einer verbohrten europäischen Sichtweise zum Tragen. Jineterismo geht im Gegensatz zur Prostitution der westlichen Welt mit emotionaler Bindung einher. Gewissermassen ist er daher als feministisch zu bezeichnen, weil er Männern die Gelegenheit gibt, Sexobjekt zu sein. Ein Zustand, den junge Frauen praktisch weltweit geniessen. Daher bezeichnet man professionelle Huren nicht als "jinetera", sondern als "puta". Die meisten chicas, die eine Beziehung zu Touristen haben, nehmen kein Geld an und sind zurecht empört über derartige Mutmassungen (Das heist nicht, dass man als Tourist billig davon kommt...). Die Diskriminierung von Frauen findet daher nicht durch die Touristen statt, sondern durch die Unwissenden, die den chicas Prostitution unterstellen.

    jinetero

    Das männliche pendant zur jinetera. Jineteros unterscheiden sich dadurch, dass sie nur gelegentlich selbst handgreiflich werden: Sie lassen arbeiten. Und zwar ihre Freundin, die jinetera. Insofern ist "Jinetero" nur ein anderes Wort für " chulo " beziehungsweise Zuhälter. Das Berufsbild des jineteros erstreckt sich auch auf ganz normales Abzocken , sich anbiedern, schnorren oder angeben.

    Kaffee

    Aufputschmittel, Aperetif und beliebter Schwarzmarktartikel. Wie in ganz Lateinamerika wird der Kaffee überwiegend in den Modifikationen "Café con leche" (Halb Milch, halb Kaffee, überwiegend zum Frühstück) und "cafecito" (winziges Tässchen, nach dem Essen oder zwischendurch) dargereicht. Kubaner offerieren jedem Gast , den sie zuhause empfangen einen cafecito.

    Kleidung

    Typischer Schwarzmarktartikel, da die beste Ware nur gegen Dollars bzw. Pesos Convertible/CUC in den entsprechenden Geschäften erhältlich ist. Trotzdem verfügen alle chicas über ausreichende Abendkleidung für die Diskothek. Die chicas kleiden sich gut, um Touristen kennen zulernen, sie lernen Touristen kennen, um sich gut kleiden zu können. Das Standard-Abendkleid ist ein hauchdünnes Etwas, das gerade eben den Po bedeckt, aber ansonsten mehr ent- als verhüllt.
    Die ausländischen Begleiter werden gelegentlich um
    Geld gefragt, um mit einer guten Freundin ein fingiertes Geschäft abzuwickeln: Es wird behauptet, diese hätte ein Stück Kleidung billig abzugeben. In Wahrheit teilen sich beide den Erlös für den wertlosen Fetzen.
    Touristen sollten nicht in kurzen Hosen oder Badekleidung (Badelatschen etc.) in den Städten herum laufen.

    Klo

    Beliebter Treffpunkt von Chicas zum Schwatzen (zu anderem taugen sie nicht aus Mangel an Hygiene, Wasser und Klopapier). Chicas gehen grundsätzlich gemeinsam aufs Klo. Ihre ausländischen Begleiter rächen sich, indem sie sich in ihrer Muttersprache unterhalten.

    Klimaanlage

    Unabdingbare Luxusausstattung von casa particulares , die leider nur zu oft entweder defekt, zu laut oder zu kalt eingestellt sind.

    Kommission

    Provision, die ein Tourist in der Regel zusätzlich zu dem eigentlichen Preis einer Sache zu zahlen hat. Dies ist immer dann der Fall, wenn die Vermittlung durch Dritte vorgenommen wird. Typisches Beispiel: Ein Taxifahrer bringt einen ausländischen Kunden zu einem Privatrestaurant. Hierfür kassiert er dann von dessen Besitzer eine Kommission von beispielsweise 5 CUC die dieser bereits klammheimlich den Touristen berechnet hat. Durch dieses Gebahren partizipieren eine Vielzahl von Leuten von der Anwesenheit von Touristen (vergleiche Solidarität). Kubaner, die sich weigern, Kommission an ihre Landsleute zu zahlen, müssen mit Repressalien (vergleiche Repression) der kubanischen Mafia rechnen.

    Kommunismus

    offizielles Staats- und Wirtschaftssystem, mit dem Ziel, Unabhängigkeit, nationale Würde und Gleichheit zu gewährleisten. Das Regime hat erreicht, dass die Nation in Würde, unabhängig von der Entwicklung in der westlichen Welt, gleicharm mit dem Rest der Dritten Welt geworden ist.

    Kontakt(freudigkeit)

    Männlein wie Weiblein kennen keine Hemmschwelle und sprechen ausländische Besucher offenherzig an. Dies geschieht zum Teil aus purer Freundlichkeit oder Neugierde, oft ist es aber nur der dreiste Versuch, über die Etablierung einer falschen Freundschaft an Geld zu gelangen. Wer keine Dienste anzubieten hat (Stadtführer, "billige" Taxifahrten etc.), der schnorrt eben ganz unverblümt nach irgendwelchen Sachen.

    Kopfschmerz

    Die Chicas haben keine Kopfschmerzen, sie bereiten welche.

    Kosmetika

    Mangelware beziehungsweise nur gegen Devisen/CUC in Supermärkten erhältlich. Trotzdem verfügt jede chica über Lippenstifte und Schminke. Die zur Verfügung stehende Menge an Schminkutensilien steht in reziproker Relation zur Dauer, diese aufzutragen. Als Minimum zur Vorbereitung eines Disco -Besuches sind zwei Stunden zu veranschlagen.

    Touristen sollten Autan, Sonnencreme, Kondome und Klopapier im Gepäck haben.

    Kosten

    Die Reisekosten eines Individualtouristen betragen pro Tag ca. 100 Euro. Dies liegt in erster Linie an der Bekanntschaft zu chicas und Taxifahrern . Lebenshaltungskosten und Unterkunft sind das kleinere übel, letztendlich ist man aber gezwungen, immer für zwei Leute Unterkunft, Essen, Disco und Ausflüge zu bezahlen. Hinzu kommen Restaurants, Geschenke und Einladungen. Aber das nimmt man gerne in Kauf ...

    Kriminalität

    Die permanente Präsenz der Polizei schützt die Touristen vor tätlichen übergriffen. Vielmehr haben sie durch viel subtilere Aktivitäten zu leiden: Kommission, Taxi fahrten (Umwege zwecks erhöhtem Fahrpreis) und Bekanntschaften mit chicas .

    Die Kubaner selbst sind Opfer und Täter. Wo sich Gelegenheit bietet, werden Landsleute bestohlen und betrogen. Gewaltverbrechen sind dagegen selten.

    Landwirtschaft

    Neben Tourismus und Abzocken ist die Landwirtschaft der grösste Wirtschaftszweig. Der Name " Zucker-Insel" hat ausnamsweise nichts mit chicas zu tun, sondern rührt von den weiten Zuckerrohrfeldern her.
    Zwangsweise wird hier Bio-Landwirtschaft betrieben. Als nach dem Fall des Eisernen Vorhangs beinahe auf einen Schlag die Chemie- und Treibstofflieferungen aus der Sowjetunion ausblieben, schlitterte das Land in eine dramatische Nahrungsmittelkrise. Doch der sozialistische Inselstaat machte aus der Not eine nachhaltige Tugend und stellte die Nahrungsmittelproduktion weitgehend auf biologisch-organischen Landbau um.
    Kleiner Nebeneffekt: Für den Kleinbetrieb ist der Einsatz von Ochsen und Pferden nicht nur billiger, sondern auch viel effizienter (und ökologischer) als der von Traktoren.
    Die Landreformen, die die Revolution schon in früheren Jahren durchgezogen hatte, bildet eine wichtige Grundlage: 250.000 Mitglieder zählt die kubanische Vereinigung der Kleinbauern. Inzwischen werden etwa 60 Prozent der gesamten bäuerlichen Anbaufläche (ohne Zuckerrohr- und Tabakplantagen) von ihnen biologisch-organisch bewirtschaftet.
    Nach wenigen Jahren der Umstrukturierung schaffen die kubanischen Bauern außer Qualität nun auch wieder Quantität. Etwa 120.000 urbane Kleinbauern produzieren mehr als 500.000 t Nahrungsmittel. Manche Nachbarschaftsgärten in Havanna decken den Eigenbedarf des Wohnviertels bis zu 30 Prozent. Die Kontrolle des "Bio-Gebots" ist relativ einfach: Nur der Staat importiert chemische und pharmazeutische Düngemittel, die ausschließlich für den Einsatz auf den Zuckerrohr- und Tabakplantagen bestimmt sind.

    Langeweile

    Die Ineffizienz des kommunistischen Systems und das Fehlen von materiellen Anreizen äussert sich darin, dass ein Grossteil der Einwohner weder arbeiten will noch kann. Hochgebildete Personen verdingen sich als Liftboy, der weniger intelligente Rest begnügt sich mit Nichts-Tun zuhause. Einzige Abwechslung bieten Discos, Telenovela, Sex und das Abkassieren von Touristen . Dies jedoch in ungeahnter Quantität und Qualität.

    Lebensstandard

    Im Jahre der Revolution war der Lebensstandard Kubas mit dem von Italien vergleichbar, inzwischen nähert er sich dem von Haiti an. Zum Beispiel beinhaltet der Warenkorb eines West- Europäers einen Fotoapparat, ein Armbanduhr etc. Der Warenkorb eines Kubaners beinhaltet von alledem nichts. Weil derartige Sachen entweder nicht erhältlich oder unbezahlbar oder nur in minderwertiger Qualität vorhanden sind, besteht kein Anlass und auch keine Möglichkeit hierauf zu sparen. Eine kubanische chica nennt 3-4 Kleider (die zusammen geknüllt in einen Briefumschlag passen), einen Satz Lippenstifte, einen Rucksack, ein paar Turnschuhe, ein Carnet, eine Libreta, einen Satz vorformulierte Ausreden für die Polizei und versetzte Liebhaber (vergleiche Lügen) sowie einen CUC (Eintritt für die Disco) ihr Eigen. Dies alles wahrscheinlich von Touristen besorgt, statt durch ehrliche Arbeit selbst verdient. Die Standardausrüstung beinhaltet weder Klopapier, Jeansjacke, Taschenspiegel, Feuerzeug noch Kugelschreiber.

    Latina

    Die latina suramericanensis tropical ist die weibliche Form der domestizierten Primaten Lateinamerikas. Im allgemeinen versteht man hierunter jedoch nicht ein geografisches Ursprungszeugnis, sondern ein Prädikat. Eine Untergruppe bilden die chicas . Latinas üben eine seltsame Faszination auf Europäer aus. Wer einmal mit solch einem Exemplar liiert war, der ist für den Rest seines Lebens von Europäerinnen geheilt und wird immer wieder Latinolandia voller Sehnsucht aufsuchen.

    Libreta

    Lebensmittelkarte, dient zur Registrierung der vom Staate zu vergebenen Waren. Da dies nicht allzu viel ist, hat die Libreta nur das Format eine Scheck-Karte

    Lotería

    spanisch für Lotto. In jedem Viertel wird ein illegales Glücksspiel ausgetragen, wobei drei bis Zahlen getippt werden.

    Liebe

    Die Lüge von den echten Gefühlen. Entgegen aller europäischen Erfahrung, wo Liebe auf langfristiger Versorgungsplanung, Status denken und auf sozialem Druck basiert, kommt in Kuba die kindliche Zuwendungserwartung (vergleiche Infantilismus), Neugier, Spieltrieb, Triebhaftigkeit und Langeweile zum Tragen. Der Einfluss kommunistischer und kindlicher Kameradschaft und das Fehlen westlicher, bürgerlicher Normen (Bildung, Alter, sozialer Stand, Schöhnheitsideale) führt dazu, dass jede Person des anderen Geschlechts potentieller Partner ist. Altersunterschiede von mehr als 10 Jahren, Untreue und Scheidungen bereits mit 20 Jahren sind eher die Regel als die Ausnahme (Das Leben bietet sonst ja kaum Abwechslung). Das harte kubanische Leben lehrt sie früh, im überlebenskampf mit zu mischen. Daher basiert Liebe nicht primär auf intensiven Gefühlen (Die "grosse Liebe" gibt es nur bei uns, und das nur, weil sie so schwer zu finden ist. Auf Kuba findet sie sich leicht), sondern auf Solidarität. Solidarität vor allem mit der eigenen Familie, deren Versorgung durch eine Bindung als gesichert angesehen werden kann. Sie verkaufen daher gerne ihre Seele und ihren Körper, sobald man die Mindestanforderungen Fürsorge, Respekt, Männlichkeit und Treue einhält. Da man als Tourist in der Regel auch über eine hellere Hautfarbe verfügt, bedient man das auf Rassismus begründete Status denken der Latinas ebenso.

    Lügen

    Kindlicher , diabolischer Trieb der Kubaner, um sich das einfache, reizlose Leben mittels fiktiver Ereignisse zu bereichern. Lügen, Ausreden und vollkommen frei erfundene Geschichten sind das tägliche Salz in der Suppe, die einem die Kubaner einbrocken und die die Touristen auszulöffeln haben (vergleiche interaktives Computerspiel). Dies ist keineswegs übertrieben. Die harmlosesten Varianten bestehen noch darin, dass Taxifahrer falsche Angaben zum tatsächlich zurückgelegten Weg machen, dass chicas Geschichten über Geldnot wegen kranker Familienmitglieder erzählen oder dass sie behaupten, schwanger zu sein. Gegebenenfalls wird der Verlust von Papieren oder Angst vor der Polizei vorgetäuscht, um die Wahl des abendlichen Zieles zu beeinflussen. Entfernte Bekannte erfinden abstruse Stories (von Autounfall über Vergewaltigung bis Tod) über gemeinsame Freunde, um ihre Hilfe anzubieten. Gegen Geld natürlich. Chicas haben stets Ausreden für die Polizei parat. Gerne werden fiktive Freunde und Verwandte erwähnt. Allesamt täuschen stets echte Freundschaft vor (wobei sie selbst nicht zwischen echt und falsch unterscheiden können, vergleiche Infantilismus/Realitätswahrnehmung). Selbst bei Leuten, die man gut zu glauben meint, besteht immer die Möglichkeit, dass alles nur auf Lug und Trug beruht. Stets bleibt der Schatten des Zweifels auf Bekanntschaften kleben.
    Andererseits schieben die chicas niemals wie europäische Frauen
    Kopfschmerzen vor, um keine Liebesdienste zu leisten.

    Machsimo

    Lehre von der Herrschaft des Mannes, also des Recht des Stärkeren. Im Gegensatz zu dem mitteleuropäischen Mann, der sich und der Umwelt gegenüber die intellektuelle Maske aufträgt, läßt der Macho in Lateinamerika gar keinen Zweifel aufkommen, von welchem Körperteil er regiert wird. Machismo führt dazu, dass der Mann alle wichtigen Entscheidungen (wie grössere Geldausgaben, Wohnort etc. ) trifft. Die Frau trifft die kleineren Entscheidungen (Auswahl des Mittagessens etc.) des täglichen Lebens und fühlt sich hierbei keineswegs unterdrückt. Vorteil dieses Systems: Kein Kleinkrieg in der Ehe, da kein Kompetenzgerangel, sondern eindeutige Entscheidungsstrukturen herrschen. Zwischen Mann und Frau bestehen klar definierte Regeln und Anforderungen, die zu erfüllen sind (Zum Beispiel Respekt und regelmässig Geschenke für "Sie", Gehorsam und Duldung der Tyrannei für "Ihn"). Sie erwartet von ihm in jeder Situation Entschlossenheit und Entscheidungsstärke. Damit die Verhaltensweisen nicht verwässern, ist seinerseits ein Cocktail aus hartem Durchgreifen und zärtliche Romantik angebracht. Ihrerseits wird mit Capricheza und heissem Sex geantwortet. Zum Einen wird über dies System gejammert, zum anderen werden die Männer dafür bewundert. Emanzipierte Frauen und sensible europäische Männer sind in der Kubanischen Gesellschaft nur bedingt überlebensfähig.

    Mafia

    diffuser Begriff, der keinem bestimmten Personenkreis zugeordnet ist, sondern mehr oder weniger jeden Kubaner betrifft. Als Mafiosi gilt jemand, der andere bedroht, besticht, beraubt, betrügt, durch Lügen schädigt oder am Schwarzmarkt teilhat. Früher oder später ist jeder einmal Täter und Opfer, denn alle wollen an den den Touristen entlockten Dollars partizipieren.

    Merengue

    Lateinamerikanischer Tanz bzw. Musik. Einfachster und erotischster Tanz weltweit, das brasilianische Derivat heisst Lambada. Der Mann bleibt auf dem rechten Bein stehen (die Frau auf dem linken) und macht mit links einen Schritt vor, dann einen zurück. Zwischendurch wird eine Drehung des Beckens eingestreut. Wirkt bei Europäern recht plump, bei Latinas einfach nur geil.

    Miami

    Kubanische Enklave in den USA mit zeitweise 2.000.001 Einwohnern, da es dieser Truppe gelungen war, einen Jungen namens Elian Gonzalez zu entführen.
    Die Exilkubaner in Miami gelten in Kuba als
    Mafia. Dies liegt auch mit daran, dass die Regierung überwiegend Verbrechern, Kranken, Juden und Homosexuellen die Ausreise erlaubt.

    Nahezu alle Kubaner, die vor 1980 in die USA flüchteten, hatten ihren Besitz in Kuba verloren und sie kamen mit einem politischen Programm in die USA: Sie wollten die Regierung in Havanna stürzen und sich ihr Eigentum zurückholen. Nach 1980 kam eine andere Generation, die sich sehr viel stärker als Immigranten begriffen und nicht unentwegt von der Rückkehr auf die Insel träumten. Die oberste Priorität für diese zweite Generation von Exilkubaner war nicht Rache und Rückkehr, sondern die Versorgung der zurückgebliebenen Familienangehörigen in Kuba. Sie wollten hier in Miami vor allem eine Existenz aufbauen. Diese Leute sind in den letzten Jahren politisch aktiver geworden, weil sie nicht mit den von der Bush-Regierung verfügten Reisebeschränkungen und der Reduzierung der Geldtransfers nach Kuba einverstanden sind. Ihren Familien zu helfen wird ihnen immer schwerer gemacht. Dagegen wehren sie sich.

    Die wichtigsten Organisationen der kubanischen Opposition im Exil sind:

    CANF - Cuban-American National Foundation (Kubanisch-Amerikanische Nationalstiftung), gegründet 1981 von Jorge Más Canosa, heute von seinem Sohn Jorge Más Santos geleitet CLC - Cuban Liberty Council, 2001 von der CANF abgespaltene Hardlinerorganisation Poder Cubano (Kubanische Macht), gegründet von Orlando Bosch, Nachfolgeorganisation der paramilitärischen MRR Alpha 66, paramilitärische Organisation, gegr. in Puerto Rico, später Zentrum in Miami.

     

    Hermanos al Rescate (Bruderschaft der Fluchthelfer), Hardlinerorganisation, 1994 bekannt geworden durch das Aufgreifen von Bootsflüchtlingen und den Abschuss eines ihrer Flugzeuge durch Kubas Luftwaffe 1996 Das Cuban Committee for Democracy, 1993 gegründet, war die erste auf Dialog ausgerichtete, moderate Exilorganisation.

    Monatslohn

    Das staatliche Einheitsgehalt entspricht 5-7 US-$, ausgezahlt wird in kubanischen Peso (1 $ = 27 Peso). Absolute Spitzenverdiener sind Polizisten.
    Durch die kontinuierliche Abwertung wird die US-Währung immer teurer und die Waren in den Kaufhäusern immer unerschwinglicher.

    Multa

    spanisch für Strafe, Strafzettel, Verwarnungsgeld. Dies droht in drastischer Höhe bei kleinsten Vergehen, etwa wenn eine chica sich mit einem Touristen gemeinsam auf die Strasse begibt (Verdacht der Prostitution), sich nicht in Casa particulares in das Registrierungsbuch einträgt oder wenn ein Autofahrer Ausländer mitnimmt (Verdacht des Arbeitens als illegaler Taxifahrer). Eine Multa droht eigentlich immer, weil fast alles verboten ist (vergleiche Repression).

    Musik

    Wesentliches Kulturgut und Ausdruck des Lebensgefühls. Die klassischen lateinamerikanischen Musikrichtungen, wie Son , Merengue oder Salsa werden zwar ständig und überall gespielt, die junge Generation vergnügt sich in den Discos überwiegend zu westlichen Rhytmen.

    Kleine Stereoanlagen oder Kassettenrecorder gehören zur Standardausstattung eines jeden Haushaltes. Hiermit produzieren die zahlreichen Strassenbands eigene Tapes (meistens mit einem gehörigen Anteil von Plagiaten) schlechter Qualität, die dann Touristen zu unangemessen hohen Preisen angedreht werden. Kassetten in Standard-Qualität haben die unangefochtene Marktführerschaft im Tonträgersegment inne und markieren den technischen Standard .

    Neid

    Kubaner gucken mit extremer Missgunst auf diejenigen, die über mehr materiellen Wohlstand als sie selbst verfügen. Hiermit verbunden ist die unausgesprochene Aufforderung, den Besitz zu teilen. In Übereinstimmung mit der kommunistischen Theorie ergibt sich somit der Zwang, Besitz abzugeben. Die Missgunst gegenüber anderen ergibt sich aus einem Gefühl der ungerechten Ungleichbehandlung seitens der Staatsmacht, der Umstände und der Götter. Wer es sich leisten kann, hilft bei einem Santero oder einer Santería mit etwas Hexerei nach, um den kommerziellen Gleichstand wieder herzustellen. Gerne werden auch besser gestellte mittels Santería verwünscht oder bestraft.

    Organisation(stalent)

    Die Kubaner haben ein ambivalentes Verhältnis zur geregelten Organisation des täglichen Lebens. Die Stärken liegen eindeutig im Beschaffen von nichtbeschaffbaren Ersatzteilen, im geduldigen Schlangestehen und Abwarten sowie der gerechten Verteilung der den Touristen abgezockten Moneten .
    Organisatorische Mängel finden sich vor allem bei Flug- und sonstigen Buchungen, bei der Vorausplanung der notwendigen Speisen, die ein
    Restaurant bereit stellen sollte und bei der Abschätzung der Dauer von Fahrtzeiten.

    Paladar

    Privatrestaurant mit maximal 11 Plätzen. Es gibt garantiert nicht das Essen, das man sich wünscht. Diese eigentlich billigen Restaurants werden dadurch teuer, dass man oft verdeckte Provisionen mitbezahlen muss und dass man nicht im  vornerein über die Getränkepreise informiert wird .

    Peso

    Kubanische Scheinwährung, die nur ein cleverer Individual Tourist zu Gesicht bekommt. Hierfür gibt es Grundnahrungsmittel. Der Rest ist in Devisen zu bezahlen. Touristen zahlen überhaupt alles in CUC / Devisen Lediglich in abgelegenen Gebieten, die nicht für Touristen vorgesehen sind, besteht auch für Ausländer die Möglichkeit, in Pesos zu bezahlen.
    Kubaner bekommen zwar einige Dinge und Dienstleistungen in Pesos, aber wer als Tourist denkt, dass seine chica für ihn in Pesos bezahlen kann, täuscht sich: Sobald ein Tourist eine chica begleitet, wird auch von ihr die Bezahlung in CUC verlangt

    Pollo

    kubanisches Hähnchen, meistens nur aus der Keule bestehend. Der Verbleib der Brust ist eines der grössten gastronomischen Mysterien Kubas.

    Polizei

    die allgegenwärtige Staatsgewalt. Es gibt mindestens 4 verschiedene Institutionen zur Absicherung des Regimes und zur Unterdrückung der Bürger:

    1) PNR : Policía nacional de la revolución

    Die uniformierten Hüter des Gesetzes. Hauptaufgaben scheinen wahllose Kontrollen von chicas und Taxifahrern zu sein. Mit einer unglaublich unauffälligen, arroganten Handbewegung -nein: Fingerbewegung- werden Autos aus dem Verkehr gewunken. Alle haben vor diesen Schergen des Regimes derart Angst, dass alleine der Ausspruch des Wortes "Policía" den Kubanern Schweiss auf die Stirn treibt und chicas sich nicht auf die Strasse oder den Strand trauen. Es wird behauptet, dass dort, wo chicas unter den Augen Polizei offensichtlich auf Touristenjagd gehen, die PNR-Söldner als Zuhälter arbeiten. Andererseits bietet dieses Zauberwort den Touristen wirksamen Schutz vor übergriffen. Die PNR rekrutiert sich fast ausschliesslich aus Mulatten, denn Weisse lehnen diese Art Broterwerb ab und Schwarze werden nicht gerne genommen (vergleiche Rassismus). Mindestens jeder 100. Bürger Kubas scheint Polizist zu sein, alle 100 Meter steht ein Polizist. (Bei 12 Millionen Kubanern ergibt sich daher eine bewachte Fläche von 1200 qkm, also etwa 1 Prozent der Landesfläche. Dies entspricht in etwa der bebauten Fläche)

    2) SEPSA: Servicio especial de protección S.A.

    Die Männer fürs Grobe erledigen Wachdienste, Geldtransporte etc. und haben die Waffe schnell gezogen

    3) CDR: Comité del defenso de la revolución

    Eine Mischung aus Blockwart und Stasi. In jedem Viertel gibt es eine Sektion, die die dortigen Tätigkeiten (Schwarzmarkt, Vermietung von Casas particulares, chica-Zuwanderung etc.) überwacht. Damit das gesellschaftliche und wirtschaftliche Leben überhaupt funktioniert, lassen sich diese Genossen bestechen und profitieren auf diese Weise von der Anwesenheit der Touristen (vergleiche Lügen, Mafia)

    4) Seguridad interna: Interne Sicherheit

    überwiegend in Hotels vertretene Leute, die dort Prostitution, Unterschlagung und Diebstahl verhindern sollen

    Polygamie

    Die gängige Vorgehensweise im Zusammenleben. Insbesonders junge Leute haben mehrere Partner gleichzeitig. Mit dem Alter legt sich das etwas. Im Durchschnitt ergeben sich deshalb pro Kubaner etwa zwei Partner, wobei einer als "fester" Partner gilt, die anderen als "Geliebte". Die Folge hieraus ist eine grosse Anzahl von alleinerziehenden Müttern sowie Familien, bei denen die Kinder von verschiedenen Vätern stammen.
    Jeder weiss, dass der anderere fremdgeht. Die Anahl der Partner gilt als
    Statussymbol . Der ausgeprägte Drang zur Sexualität ist eines der auffallendsten und besonderen Charakteristica der kubanischen Kultur. Nichtsdestotrotz wird bei Bekanntwerden mit Capricheza und sofortiger Trennung reagiert. Dies führt zu einem ständigen Reigen wechselnder Partnerschaften.
    Touristen sollte klar sein, dass ihre kubanische Liebschaft nicht treu wartet, sondern sich nach der Abreise des/der ausländischen Freundes/in ruckzuck den/die nächste/n angelt. Als Ergänzung zu dem, den er/sie sowieso schon die ganze Zeit parallel zu ihr/ihm hatte....

    Preis-Leistungs-Verhältnis

    Da die kommunistische Gesellschaft keine Leistung kennt, sondern nur Preise, liegt es nahe, dass die Preisgestaltung für Europäer nicht ansatzweise nachzuvollziehen ist. Ein einfaches Frühstück ist beispielsweise zum Gegenwert eines Opernbesuches zu haben, ein Longdrink dagegen zum Preis einer Limo. Kubaner zahlen stets weniger, sofern nicht 1 CUC unterschritten wird. Ein Inlandsflug Havanna-Santiago kostet Einheimischen zum Beispiel 5 CUC, den Touristen 90 CUC.

    Pressefreiheit

    Die Pressefreiheit besteht darin, dass die Obrigkeit im Parteiblatt Granma schreiben kann, was sie will

    Propaganda

    allgegenwärtige Des-Informationsflut. Die beliebtesten Medien hierzu sind die beiden staatlichen Fernsehsender, das Parteiblatt " Granma " und mit Parolen beschmierte Häuserwände. Die Gewöhnung an Unwahrheit, Ausreden und Unehrlichkeit macht das Lügen auch in der Bevölkerung zum weit verbreiteten legitimen Mittel.

    Da Che Guevara bereits tot ist und sich somit nicht mehr wehren kann, wird er gerne in der Propaganda missbraucht.

    Prostitution

    Verfahren, um auf einfache Weise Geld aus den Taschen der Tourist zu entlocken. Im Gegensatz zu Europa, wo die protestantische Ethik nur zwischen echter und käuflicher Liebe unterscheidet, bietet die katholisch-vitale Lebensform diverse Abstufungen. Die Spanne reicht von professionellen Huren mit Zuhältern über sogenannte " jineteras " bis zu latent-willigen Chicas ohne finanzielles Interesse (jedoch mit Wunsch nach Fürsorge, Respekt und Zärtlichkeit). Dazwischen befindet sich eine breite Skala von Möglichkeiten bzw. Vorgehensweisen. Basierend auf der Tatsache, dass sich alle Kubanerinnen innerhalb dieser Skala bewegen, folgt, dass entweder alle oder keine Frauen als Prostituierte zu gelten haben. Im Gegensatz zu Europa ist zu beachten, dass für Latinas Sexualität ohne Gefühl nicht existiert und Sex nicht wie im Protestantismus mystifiziert wird, sondern ein natürliches Verlangen darstellt.

    Qualität

    Abgesehen von chicas , Zigarren und Rum erreicht kein Produkt in Kuba die uns bekannte Güte. Dies liegt, daran, dass der Grossteil der Artikel des täglichen Lebens gegen Devisen importiert werden müssen und man deswegen auf die einfachsten Dinge zurückgreift. Dieser Effekt paart sich mit der lausigen Arbeitseinstellung der Kubaner. Insbesonders Armbanduhren, Musikkassetten und Klo spülungen ermangelt es an letztem handwerklichen Feinschliff. Elektrische und sanitäre Installationen oder die Wartung von Flugzeugen verdienen eher das Prädikat "Bastelei" denn "Wertarbeit".

    quince (15)

    Feiertag zum 15. Geburtstag, der aus Niñas chicas macht. Da sie mit Ereichen dieses Datums als Erwachsene gelten (und sich sogleich auf discos und Männer stürzen), wird der Tag feierlich begangen. Als bleibende Erinnerung erfolgt eine Foto- Session in einem festlichen Kleid.

    Rassismus

    Weitverbreitete, jedoch geleugnete Geisteshaltung der Kubaner. Je weisser, desto gut. Es wird gerne über Landsleute dunklerer Hautfarbe hergezogen. Die Weissen verweisen darauf, dass sie schon wieder die Ober- und Mittelschicht repräsentieren; die Schwarzen beklagen sich darüber, dass die Weissen schon wieder die Ober- und Mittelschicht repräsentieren.
    Die Grundhaltung der afrikanisch abstammenden Bevölkerung ist der Glaube an höhere Mächte, die das Leben massgeblich beeinflussen. Deswegen werden fleissig die
    Santeriás konsultiert, um Einfluss auf die Geschehnisse zu nehmen. Eigeninitiative ist in ihren Augen kein probates Mittel, den eigenen Lebensstandard zu verbessern (Deshalb zählen zu den chulos fast ausschliesslich Farbige). Da die Schwarzen sich somit per se in der Opferrolle befinden, diskriminieren sie sich permanent selbst und erheben Anspruch auf die Besitztümer der anderen .

    Rasta

    ursprünglich aus Jamaica stammende Bewegung bzw. Personengruppe, die auch auf Kuba immer unangenehmer zum Vorschein tritt. Kennzeichen sind die "dreadlocks", also verklumpte Zöpfe. Der Name "Rasta" leitet sich vom eigentlichen Namen "Ras Tafari" des letzten äthiopischen Königs Haile Salassie ab, der sein Volk von den italienischen Unterdrückern befreien wollte. Für Rastas ist der jetzige Zustand der Welt "Babylon" (vom Turmbau zu Babel), also ein Synonym für all das, was nicht hätte errichtet werden dürfen. Daher lehnen hardcore-Rastas alles bürgerliche ab. Was bleibt, ist Kriminalität, Drogen und Prostitution . Dies ist das Bild, das die Rastas auch auf Kuba abgeben. Ein Grossteil der Rastas betätigt sich daher als chulo .

    Repression

    1. Staatliche Repression gegenüber Regimegegnern:

    Eine Opposition wird nicht geduldet. Jemand, der eine andere Meinung vertritt als das Regime verschwindet früher oder später im Gefängnis.

    2. Repression der kubanischen Polizei gegenüber Landsleuten:

    chicas dürfen nicht mit Touristen zusammen leben, dies wird als Prostitution interpretiert. Deswegen ist es verboten, sich in fremden Städten (zum Beispiel Strandorte) ohne besonderen Grund aufzuhalten oder gemeinsam mit Ausländern ein Hotelzimmer zu mieten. Als Ausweichlösung bieten sich hier casa particulares an, deren Besitzer dies oft nur aufgrund des Geld segens akzeptieren. Ausserhalb des eigenen Wohnortes ist aber auch dies für chicas gefährlich. Um den ständig drohenden Polizei kontrollen zu entgehen, sind sie darauf bedacht, nicht gemeinsam mit Touristen gesehen zu werden. Ein gemeinsamer Aufenthalt am Strand , eine gemeinsame Taxi fahrt kann schon gefährlich sein. Bei Entdeckung und damit einhergehender Verdächtigung droht eine Multa oder schlimmeres (vergleiche Angst ). Als Gegenmassnahme hilft das vorherige Vereinbaren von Ausreden (vergleiche Lügen ) oder Bestechung der Polizisten.

    3. Repression der kubanischen Mafia :

    chicas , die nicht den Prostitution saufforderungen ihrer Männer nachkommen, Besitzer von casa particulares oder paladares , die sich weigern commission zu zahlen sowie jeder, der nicht die den Touristen entlockten Geldmittel mit anderen teilt, lebt ungesund und begibt sich in Gefahr, vom weiteren Touristen-Abzocken nicht mehr zu partizipieren. Zum Beispiel werden Touristen nicht mehr zu den unauffälligen Paladares geführt, wenn dessen Besitzer keine commission zahlt.

    4. Repression mittels Santería :

    Neider verwünschen bei Santeras mutmasslich besser gestellte Landsleute mittels religiösem Tamtam. Auch wenn es ihnen subjektiv schlecht geht: das teuere Opfer, eine Santera für ihre Dienste zu bezahlen, wird gerne gebracht. Hauptsache, den anderen geht es nicht besser. Die verwünschten leiden garantiert, unerheblich, ob es an der Hexerei liegt. Alleine der Glaube daran bereitet Angst und eventueller Unbill wird der Hexerei zugeschrieben.

    Rechtsstaat

    bedeutet auf Kuba, dass der Staat Recht hat

    Respekt

    Hauptanforderung an den Partner. Zweideutige Bemerkungen, übergehen der Möglichkeit, ein Geschenk zu machen, einer Tanzaufforderung nicht nachkommen, freundliche Blicke Leuten des anderen Geschlechts heimlich zuwerfen, Nörgelei oder direkte Kritik führen unmittelbar zu Eifersucht sanfällen und/oder capricheza . Allerdings respektiert niemanden das Eigentum des anderen, weil die kommunistische Verpflichtung zur Solidarität relativ grosszügig interpretiert wird.

    Revolution

    1959 stattgefundener kommunistischer Umsturz durch Fidel Castro und seine Mannen. Glaubt man dem Parteiblatt Granma , dann findet die Revolution immer noch statt . Ziel war nicht nur die Befreiung vom Batista -Regime, sondern auch die Wiederherstellung von nationaler Würde und Unabhängigkeit.

    Revolutionäre Solidarität

    Geistesverwirrung ewig gestriger Besserwisser, die nach Kuba fahren und in Revolutionsromantik schwelgen. Solche Leute tragen übrigens Mitschuld daran, dass die herrliche Insel seit Generationen in den totalitären Klauen des Regimes leidet.
    Möchten diese Leute ein ähnliches Wirtschaften hier auch einführen? Dann müsste als erstes der CUC als Währung eingeführt werden, bei gleichzeitiger Beibehaltung der Gehälter in Euro, für die es nichst mehr zu kaufen gibt, (abgesehen von der Bezahlung der Mieten, für Häuser, die mangels irgendwelcher Einnahmen dann freilich verfallen). Als Kompensation gibt es jeden Monat auf
    libreta ein Säckchen Reis, einen Liter Öl und ein Kilo verschrumpelter Möhren. Zur Aufmunterung allerdings Zwangs- Elián auf allen Kanälen und ein prima Spitzelnetz inklusive richtiger Arbeitslager.
    Solche Leute sind im Kern zu rassistisch für die Akzeptanz entsprechender Entwürfe in eigener Sache. Für die Kubaner (oder andere Nicht-Germanen) ist die Revolution vorgesehen. Latinos stellt man sich nicht vor als Menschen, die die gleichen Ziele, Ansprüche, Erwartungen und Rechte haben wie wir, sondern als eine Art Äffchen, die ausgelassen tanzen und irgendwie ungeheuer urig revolutionär drauf sind. Damit werden die "Anderen" zur Projektionsfläche selbst nicht ausgelebter Ideale, als Träger des "anderen Zustands", einer Art Mittelding aus "walk on the wild side" und perfekt-(totalitärer!) Utopia. Auf diese Weise balancieren unsere fortschrittlichen Gehirnakrobaten den Widerspruch aus, einerseits an den Vorteilen des rheinischen Kapitalismus zu partizipieren, andererseits aber imaginär den mit diesem erfolgreichen System vermachten Nachteilen (einer gewissen mittelmässigen Enge, einer unspektakulären Abwesenheit grosser Emotionen) zu entfliehen: Man spiegelt den Wunsch nach "Größe", Lust und Erhabenheit auf ein weit entferntes ("Dschungel"-)Ideal, lässt die dortigen Bewohner aber die Zeche für die Revolution zahlen, der man von hier aus rentenversichert Beifall spendet.

    Rum

    göttliches Bonbonwasser ohne erkennbare ähnlichkeit zu den deutschen Verschnittmarken. Am besten pur zu trinken, oder als Grundstoff für longdrinks wie Mojito oder Cuba libre. Die gängigsten Marken sind Havana Club, Varadero, Metusalam.

    Salsa

    Kubanischer Tanz bzw. Musik. Ihn zu lernen, ist sinnlos. Zuzugucken, wie die Chicas in atemberaubendem Tempo die Becken verdrehen ist viel aufregender und unerreicht.

    Santería

    Afro-Kubanische Religion, überwiegend von Farbigen praktiziert. Santería ist ein Gemisch aus Katholizismus und heidnischen Heiligen und Götzen. Zur Tarnung werden christliche Feiertage verwendet, um nicht-christliche Götter anzubeten. Erkennungszeichen ist komplett weisse Kleidung (obligatorisch an Feiertagen, zum Beispiel San Lazarus).
    Santería ist ein wesentliches Element der kubanischen Kultur und findet mit zunehmender Armut Zuspruch in der Bevölkerung. Kern dieser Religion ist der Glaube, dass mit Hilfe von Heiligen, das eigene Leben verbessert werden kann. Hierzu werden in Ritualien Gebete gesprochen und/oder Tieropfer gebracht. In der Sicht der Santería-Anhänger sind die Heiligen und die Vorfahren für die eigenen Lebensumstände massgeblich verantwortlich und nicht der eigene Beitrag zum Lebenserfolg. Deshalb macht es wenig Sinn, selbst aktiv zur Lebensgestaltung beizutragen.
    Somit wird keine Eigeninitiative entwickelt, die eigenen Lebensumstände zu verbessern. Stattdessen werden bei den Santeriás die Heiligen angebetet und um Hilfe gebeten. Dieses ist das eigentliche Dilemma der kubanischen Gesellschaft: Die
    kommunistische Propaganda unterstützt diese Maxime noch dahingehend, dass ferne Mächte Schuld an der allgemeinen und privaten Misere hätten. Es ist daher nur Recht und billig, dass bessser gestellte neidisch betrachtet und bei den Hexen verwünscht werden. Gleichzeitig wird bei den Ritualen die Lösung eigener Probleme angestrebt. Die Macht der Santería ist soweit gediegen, dass selbst Ungläubige ihre Missgeschicke auf Santería-Aktionen zurückführen. Die fehlende Möglichkeit, Erfolg zu erreichen und zu geniessen, lässt auch aufgrund der Santerías jeglichen Fortschritt stagnieren.
    Da die kubanische Misere immer mehr zunimmt, blüht auch das Santería-Gewerbe zunehmend. Da das Santería-Gewerbe immer mehr Zulauf hat, zunimmt auch die allgemeine Misere immer mehr zu.

    OrishaNet

    Was ist Santeria? (Spanisch)

    Revista Ashe

    Zeitung über Santería. (Spanisch)

    Articulos de Santería

    Artikel aus Südamerika. (Spanisch)

    Nebula

    Erklärung zur Santería. (Spanisch)

    Santería

    A Practical Guide to Afro-Caribbean Magic

    The crossroad

    Homepage der deutschen Hexe Varuna Holzapfel: Beschreibung und Übersicht zu Santería

    Die Santeria cubana

    Ein Essay über die Entstehung und Entwicklung einer afro-kubanischen Religion, Authorin: Kerstin Volkenandt

    Schamlosigkeit

    beschränkt sich darauf, dass die chicas sich zieren, gänzlich unbekleidet herum zulaufen. Abgesehen hiervon stört sich keiner daran, dass Sex von jedem mit jedem paraktiziert wird, gelogen wird, dass sich die Balken biegen, Mafia- und Schwarzmarktmethoden vorherrschen und Touristen gnadenlos um Dollars bzw. Pesos Convertible gebracht werden

    Schnorren

    wesentlich bequemerer und effektiverer Weg, sich den Lebensunterhalt zu verdienen, als zu arbeiten. Geschnorrt wird ständig und überall. Die Halbwertszeit einer von einem Touristen offen gezeigten Zigarettenschachtel beträgt ca. 15 Minuten. Ebenso gerne lassen sich wildfremde Leute in Discos einladen (sie warten in Horden zu diesem Zweck vor der Tür) oder, erst drinnen, fragen sie nach Getränken

    Schönheit

    Erfordert in Hinsicht auf Chicas eine Neudefinition. Die Spanne reicht von edlen, spanisch anmutendenden, über gazellenartige Mulattinnen bis zu rassigen, fast schwarzen Chicas. Stolzer Blick, aufrechter Gang, wackelnder Hintern, glühende Augen und samtene Haut ist allen zu eigen. Eine statistische Normalverteilung gibt es nicht. Das Epizentrum befindet sich in Santiago de Cuba. Entgegen aller landläufigen Meinung altern Latinas nicht schneller als europäische Frauen, im Gegenteil.

    Schwarzmarkt

    Die treibende Wirtschaftskraft in Kuba. Bevorzugte Produkte sind Benzin, Kaffee, Zigarren, Rum und illegale Dienstleistungen wie Taxifahrten, Casas Particulares oder Paladares . Die Währung ist Dollar bzw. CUC . Da die einzige Möglichkeit an Devisen zu kommen, der Kontakt mit Touristen ist und lebenswichtige Produkte nur mittels Diebstahl oder Dollar bzw. CUC CUC erhältlich sind, führt dies zwangsläufig zu Mafia - und Schwarzmarktmethoden.

    Sehnsucht

    Tritt in Europa häufig in Zusammenhang mit kubanischem Rum und kubanischer Musik auf. Winzige Dosen reichen, um nachhaltige Irritationen auszulösen. Bei schweren Heimsuchungen hilft nur der Gang ins Reisebüro. Besonders labile Gemüter greifen zur Linderung auch zu Urlaubsfotos. In der Regel verschlechtert sich dann der Zustand erheblich. Bevorzugte Jahreszeit der Anfälle: düstere Herbst- und Wintertage.

    Sex

    Im Gegensatz zu unserer Kultur handelt es sich nicht um ein tabuisiertes Ritual, zum besonderen Ereignis hochstilisierten Höhepunkt einer Zweierbeziehung, sondern um ein natürliches Bedürfnis, dem oft und gerne nachgegangen wird. Ausserdem stellt es einen aus Ermangelung an weiterer Beschäftigung weit verbreiteten Zeitvertreib dar. Hinzu kommt infantile Neugier kombiniert mit dem Wunsch nach sofortiger Triebbefriedigung. Es ist jene infantile Veranlagung, einhergehend mit der Abwesenheit natürlichen Ekels und nicht vorhandener Hemmschwelle, die die Bereitschaft zum Sex erhöht.
    Der Durchnittskubaner hat mindestens
    zwei feste Partner, wodurch sich vielfache Komplikationen ergeben (vergleiche Lügen, Eifersucht). Dies ist auch oft Thema in den lateinamerikanischen telenovelas und führt zwangsweise dazu, dass die Kubaner das Lügen perfekt beherrschen.
    An der Qualität des Geschlechtsverkehrs gibt es durchweg nichts auszusetzen. Für die Kubaner ist es auch eine Frage der Ehre und des
    Respekts, den Partner zu verwöhnen.

    Sextourismus

    Böswillige Unterstellung von Nicht-Kennern der kubanischen Lebensweise gegenüber alleinreisenden Touristen . Als Mann wird man immer automatisch des Sextourismusses verdächtigt, genauso, wie die chicas stets als Prostituierte dastehen. Da durch die west-europäische Kultur Männer und Frauen oft inkompatibel zueinander geworden sind, das Anspruchsdenken sich auf intellektuelle Spitzfindigkeiten hochgeschaukelt hat und die Werbeflut entsprechende Schönheitsideale geschaffen hat, sind deutsche Männer und Frauen inzwischen natürliche Feinde geworden. Beide Spezies kommen sich in Kuba nicht in die Quere. Europäische Frauen finden in kubanischen Männern, dass, was sie bei den deutschen vermissen: das typisch männliche . Die Männer dagegen suchen bei den Latinas die Fähigkeit, jemanden zu lieben, der nicht entsprechend des deutschen weiblichen Anspruchsdenkens (reich, treu, schlau, athletisch und sonstige Superman-Eigenschaften) den Partner auswählt. Es reicht, wenn man nett ist und die Mindestanforderungen Respekt Sex, Disco-Besuche und finanzielle Unterstützung bereit stellen kann. Dies ist in der infantilen Mentalität der Kubaner begründet. Viele Kubanerinnen beklagen sich sogar regelmässig über die rabiaten, kubanischen Männer:"Son una basura" (was sie aber nicht davon abhält, sich weiterhin mit ihnen abzugeben. Zur Erinnerung: Kubaner haben mindestens 2 Sexpartner!).
    Weibliche Touristen suchen zunehmend mit den Kontakt mit
    Rastas und sind dabei, zahlenmaessig mit männlichen Touristen gleich zuziehen. Dies basiert darauf, dass viele Diskotheken chicas keinen Eintritt gewähren, um nicht zur Beute von männlichen Touristen zu werden.



    Eine Studie des Bundesministeriums für Frauen und Jugend unterscheidet zwischen vier verschiedenen Typen:
  • Der "Globetrotter" nimmt den sexuellen Kontakt mit der Prostituierten als kulturelles Erlebnis wahr, fast wie den Besuch einer Sehenswürdigkeit. Das Geld, das er entrichten muß, betrachtet er eher als Geschenk.

  • Der Hedonist ist am häufigsten unter den Sex-Touristen zu finden. Er sucht viele und wechselnde Sexualkontakte. Sein Motiv ist die sexuelle Befriedigung, die er ohne großen Aufwand (Flirt, Kennenlernen, Zeitaufwand) für wenig Geld bekommen kann.

  • Der "Benachteiligte" hat meist kleinere körperliche Behinderungen oder ist zumindest wenig attraktiv. Oftmals hat er auch seelische Probleme, Minderwertigkeitsgefühle oder ist sehr schüchtern und nach innen gekehrt. Ihm ermöglicht der Sextourismus Männlichkeits- Erfahrungen, die ihm zuhause verwehrt bleiben.

  • Der "Pseudogatte" schließlich pflegt Kontakte zu einer Prostituierten über lange Zeiträume hinweg (oft Jahre), besucht sie immer wieder, macht ihr Geschenke und fühlt sich wie ein Ehemann - ohne die lästigen Pflichten, die damit zusammenhängen.

  • Diese Studie berücksichtigt freilich nicht, dass deutsche Männer Sex mit ihren Ehefrauen als ein aussergewöhhnliches Ereignis betrachten, Unzufriedenheit ein Motiv für viele wechselnde sexuelle Kontakte (mit Prostituierten) ist, "körperliche Benachteiligungen" der deutschen Frauen jede Lust auf Sex absterben lässt und "Pseudogattinnen" in Deutschland zwar keinen regelmässigen guten Sex bieten, aber alle lästigen Verpflichtungen, wie Geschenke, Treue und finanzielle Sicherheit erwarten. Diese Typen geraten natürlich an jineteras und kommen nicht in den Genuss der Vorzüge einer waschechten Latina

    Kennzeichnend für die Krankhaftigkeit UNSERER Gesellschaft ist, dass Sextourismus stets Männern angelastet wird, wobei man sich bloss einmal auf den Strassen Kubas die zunehmende Menge alleinreisender europäische Frauen ansehen muss (oder in Deutschland die zunehmende Menge Kubanischer Männer). Kubanern wird Prostitution vorgeworfen, während bei uns bereits 20 jährige erfolglos Kontaktanzeigen aufgeben.

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    männlich, mit sexuellen Kontakten zu Kubanern im Urlaub

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    SIDA

    spanish für AIDS. Hieran erkrankte wurden früher auf Kuba zwangsweise in Sanatorien festgehalten. Heute stellen diese Sanatorien Inseln der regelmässigen Versorgung mit drei Mahlzeiten täglich dar. Zum Schutz gegen AIDS empfiehlt der Staat Kondome, diese sind jedoch Mangelware.

    Solidarität

    Zum Einen der ( kommunistische) Trieb, den Landsleuten zu helfen, indem Touristen abzuzocken sind, zum anderen Verballhornung des gleichlautenden klassischen Begriffes. Jeder hilft jedem und alle gemeinsam gegen Castro, andererseits belügt, betrügt, bestiehlt jeder jeden. Es wird allgemein behauptet, dass dies besonders bei Schwarzen ausgeprägt ist (vergleiche Rassismus). Vor lauter Solidarität mit den Landsleuten müssen Abstriche bei der Solidarität zum Lebens-/Ehepartner gemacht werden: Man kann sich schliesslich nicht die ganze freie Zeit nur einem Partner widmem .
    Die Solidarität zu ausländischen Geliebten errreicht nur selten die Intensivität und Qualität wie die zur eigenen
    Familie: Als Touri bleibt man für die Cubaner meist nur der "extranjero" (Ausländer), der im eigenen Interesse und dem der Familie abgezockt werden muss.

    Son

    Afro-Kubanische Musik. Eine Musikgruppe besteht in der Regel aus 4 bis 8 Mitgliedern. Die Instrumentierung ist ein Gemisch aus afrikanischen (z. B. Barimba beziehungsweise Bongo) und spanischen/europäischen (zum Beispiel Guitarre, Kontrabass) Elementen

    Spanisch

    Ursprung der in Kuba praktizierten Sprache, ausserdem Exportprodukt, das dazu führt, dass in den USA mehr Leute Spanisch sprechen als in Spanien.

    Spanisch lernen auf Kuba

    Wichtige Vokabeln (die garantiert in keinem Wörterbuch stehen)

    Die interaktive Spanisch-EXCEL-Datei zum download

    Statussymbol

    Der Mangel an Gütern des täglichen Lebens führt zu einer Aufwertung der vorhandenen Besitztümer sowie Neid auf Leute, denen es besser geht.
    Aus diesem Grunde haben sich auf Kuba einige spezifische Statussymbole herauskristalisiert:

  • PKW: eine kleine privilegierte Minderheit verfügt lediglich über einen (manchmal) fahrbaren Untersatz. Da Taxifahrer ihren oft modernen PKW auch privat nutzen, ist ihre Position in der Prestige-Skala sehr weit oben.

  • Hautfarbe : wer zur weissen Minderheit gehört, der gilt mehr. Der wird mehr. Der hat mehr.

  • ein/e (wohlhabene/r) Liebhaber/In, der/die Sehnsüchte nach Disco, Eis etc. erfüllt.

  • mehr als ein/e (wohlhabene/r) Liebhaber/in

  • Kleidung , Schmuck und Kosmetika: werden von chicas gerne präsentiert, sofern vorhanden, obwohl sie sich damit als jinetera zu erkennen geben. Denn woher sollten sie diese Sachen denn sonst haben?

  • Erfolg beim Abzocken: gilt als Überlebensrezept. Wenn der Abgezockte dies gar nicht mitbekommt oder begreift, dann gilt man als " camajan ".

  • "In"-Marken wie Adidas (amerikanische Marken wie Nike sind kaum bekannt)

  • Technische Geräte wie Handy oder Internet-Zugang, da sie eher selten sind

  • Stolz

    Obwohl die Kubaner ständig in Angst vor der Staatsgewalt leben, sind  sie kämpferisch und selbstbewusst. Wie ein Junkie für seinen täglichen Schuss kämpft, so kämpfen sie tagein tagaus ums überleben. Sie begegnen Ausländern gleichberechtigt und selbstbewusst, aber neugierig.

    Strände

    Die besten Strände befinden sich an der Nordküste: "Playas del Este" bei Havanna (siehe Hintergrundbild), die Halbinsel Varadero (100 km von Havanna, nur für Pauschaltouristen empfehlenswert), Guadalabaca (150 km von Santiago de Cuba, All-Inclusive Hotels direkt am Strand), Cayo Coco, Santa Lucia (alles hauptsächlich für all-inclusive Touristen) und Baracoa (unerschlossen, für Individualtouristen,die ihre Ruhe suchen, geeignet). An der Südküste sei beispielhaft Playa Ancón genannt (bei Trinidad). Darüberhinaus gibt es hunderte von kleinen, weniger spektakulären Badeplätzen. Da geht dann aber richtig die Party ab. Tip: Santa Maria oder Guanabo (bei Havanna), Siboney (bei Santiago).

    Die chicas haben regelmässig Angst , mit einem Touristen gemeinsam an den Strand zu gehen, weil dann Verhaftung wegen Prostitution droht. Dies insbesonders, wenn sie aus einer anderen Gegend stammt.

    Taxi

    Standard-Transportmittel für Touristen. Sie sind unwesentlich teuerer als die schon sehr teuren Mietwagen, da der Fahrpreis in erster Linie vom wertvollen Kraftstoff abhängt. Neben den offiziellen Staatstaxis (Cubataxi, Panataxi etc.) gibt es Privattaxis und illegale Taxis. Praktisch jeder, der über ein Fahrzeug verfügt, arbeitet gelegentlich als Taxifahrer, da es eine der wenigen Möglichkeiten ist, an Devisen heran zukommen. Beim Erwischen durch die allgegenwärtige Polizei droht a) beim ersten Mal eine saftige Strafe (Multa) und b) beim zweiten Mal Entzug des Fahrzeugs. Daher ist das erste Mal zu vermeiden.

    Taxifahrer

    Privilegiertes Individuum der kubanischen Gesellschaft, weil der stete Kontakt zu Touristen gesichert ist. Dies äussert sich in korpulenter Statur und in dem Vorrecht, Krawatten zu tragen. Die illegalen Exemplare fallen etwas einfacher aus, dies liegt an der permanenten Angst vor der Polizei .

    telenovela

    Kategorie der lateinamerikanischen Familienserie (soap opera), die 2-4 mal wöchentlich im Fernsehen ausgestrahlt wird und als Spitzenprodukt der Latino-Kultur zu gelten hat. Insbesondere in Kuba ist sie fast einzige Abwechslung im tristen Dasein und zudem das einzige Highlight im zensierten Staatsfernsehen. Die triefende Kitschigkeit resultiert aus einer einmaligen Kombination von Beziehungsgeflechten, Lügengeschichten, Mafiamethoden und Eifersuchtsdramen wodurch sie ein perfektes Spiegelbeld der kubanischen Gesellschaft ist

    Tourist

    Geldquelle und somit Ausgangspunkt einer komplexen Umverteilungsmaschinerie mit sozialen Mafiamethoden. Primäre Begünstigte sind die Familie und bei den chicas deren kubanischen Liebhaber, Zuhälter oder Ehemänner.


    Die Anreize und Instrumente beziehungsweise Sachzwänge die zum Geldausgeben führen sind
    chicas , Taxis , casas particulares und paladares . über diese Mittel wird durch wenige Zahlstellen mit Hilfe eines komplexen Provisions- und Umverteilungsmechanismusses (vergleiche Commission) der Dollarfluss in viele Hände verteilt. Erfahrene Touristen, die die Tricks kennen und nicht abzuzocken sind, werden ehrführchtig " camajan " genannt.

    Es gibt drei Haupttypen von Touristen:

    1) Lustmolch:

    überwiegend ältere Herren italienischer Abstammung. Besondere Kennzeichen: Kauft zielstrebig die schönsten Huren vom Platz weg. Mietet notfalls belegte Casas particulares durch Überbieten auf, die chica kann gleich liegen bleiben. Koste es was es wolle.

    2) All-Inklusive - Tourist

    der internationale Globetrottel konzentriert sich auf die Hotelreservate wie in Varadero oder Guadalavaca vorhanden. Besonderes Kennzeichen: kann kein spanisch und hat einen bunten Plastikring am Handgelenk. Begreift überhaupt nicht, was vor sich geht und bildet sich seine Meinung über das Land basierend auf der Qualität des Hotelzimmers.

    3) Individual-Tourist

    die Skala reicht vom rauschebärtigen Revolutionsromantiker bis zum natur- und kulturinteressierten Politiklehrer. Dazwischen befindet sich eine relativ enge Skala gut vorbereiteter Singles (80% Männer), die nicht in der Lage sind, 24 Stunden am Tag "nein" zu den Flirt-Angeboten der chicas zu sagen.

    Treue

    Theoretisches Verhaltensschema, dass alle vom Partner fordern und keiner einhält. Da Sex eine der wenigen Abwechslungsmöglichkeiten und die schönste Sache der Welt ist, Kubas Mädchen die schönsten sind, und es bei Untreue keine wirklich nachhaltigen Konsequenzen in Form von sozialer Abhängigkeit gibt, liegt es nahe, dass regelmässig und gerne fremdgegangen wird. Aus sozialer Not dulden es Männer, dass sich ihre Frauen mit Touristen treffen, sie selbst halten sich eine oder zwei Geliebte. Männer die fremdgehen, sind zwar Schweine und gehören bestraft, aber immerhin sind sie richtige Männer. Chicas sind immer genau solange treu, wie ihr Liebster in der Lage und bereit ist, fü sie grosszügig zu sorgen. Genaugenommen sind sie nur deswegen nicht untreu, um den Verlust ihres ausländischen Geldgebers nicht zu riskieren.

    Unabhängigkeit

    Der Traum von Fidel Castro. Die Revolution hat Kuba zwar von der Militär-Diktatur, den Amerikanern und vom Fortschritt befreit. Angestrebte Werte wie Gleichheit nationale Würde, Wohlstand etc. blieben unerreicht. Heute ist Kuba vom Tourismus und des damit verbundenen Geld flusses abhängig, um überhaupt irgendwelche Waren importieren zu können. Deswegen herrscht steter Mangel an wichtigen Dingen, wie Medikamenten, Klopapier, Kosmetika und Kondomen .

    Ungeduld

    kindliche Verhaltensweise, besonders ausgeprägt bei den chicas . Wenn sie etwas wollen, dann gibt es kein Halten. Sei es Eiscreme, Kleidung oder Sex. Mässigung ist ihnen fremd, sie bevorzugen die Überdosis, und die sofort.

    Verhütung

    Alibi, das den chicas dazu dient, dass ihre ausländischen Liebespartner Kondome benutzen. Zum Einen hat niemand etwas gegen (ungewollten) Nachwuchs (schon gar nicht mit heller Hautfarbe), zum anderen ist es Schutz gegen AIDS. Die chicas wissen, dass die Touristen nicht so monogam sind, wie sie behaupten. Sie selbst haben in der Regel eine Spirale, da Kondome selten und teuer sind.

    Virus

    Krankheitserreger, der 95% der wahren Cubanisten befällt und sich nur durch Gehirnwäsche, Schwachsinn oder Ableben auslöschen läßt. Symptome siehe unter Sehnsucht

    Weiblichkeit

    Hand aufs Herz: Nicht wirklich restlos alle Kubanerinnen sind göttlich schön . Vor allem wenn die Dreissig in Sichtweite geraten, gar überschritten sind, graben ab und an die Kämpfe des kubanischen Alltags, die überstandenen Geburten, die Enttaeuschungen des Herzens, ihre Spuren noch in den ehedem perfektesten Körper. Eins wird man nie, niemals, unter keinen Umständen sehen, bei keiner Kubanerin, ausnahmslos keiner einzigen: Dass sie sich etwa unweiblich, bewusst unfeminin, unkokett verhielte, dass sie nicht aus dem abblätternden Schöinheitsrestkapital noch das Aeussertstmögliche herausschlüge. Und wäre sie denn hässlich wie die Nacht: Rote Lippen, schwingende Hüften, feuriger Blick, alles wie bei ihren göttlichen Gazellenschwestern. Keine betreibt -wie bei uns leider verbreitet- ihre eigene Plumpheit wie ein selbstgewähltes Projekt

    Zeitmangel

    Die Zeit scheint auf Kuba zwar seit der Revolution für die Kunaner still zustehen, nichtsdestotrotz ist der subjektive Eindruck für Touristen genau umgekehrt: Das Phänomen des Zeitmangels ist der permanente Zustand während eines Kuba-Aufenthaltes, da es unmöglich ist, mit allen chicas , die einen schier ohne Hintergedanken anlächeln, in Kontakt zu treten. Er führt zur Erkenntnis, dass man wieder kommen muss, um alles nachzuholen, was man vermeintlich versäumt hat. Die Entsprechung für subjektiven Zeitmangel ist das Sehnsuchtsmonster, das dann bei der Heimkehr in Form von Halluzinationen auftritt. Man glaubt chicas auf Fotos zu erkennen, die man noch nie gesehen hat.

    Zensur

    Massnahme des kommunistischen Regimes, um die Bevölkerung von externer und somit staatsfeindleicher Information zu schützen. Aus diesem Grund ist die Anzahl der Tageszeitungen und Fernsehsender limitiert, deren Inhalt strengstens kontrolliert, der Zugang zum Internet für den Normalbürger praktisch unerreichbar.
    Der eingeschränkte Zugang zu freien Informationsquellen ist die direkte Folge des Machterhaltungstriebes des
    kommunistischen Regimes.
    Er ist mehrstufig:
    - Verfälschen, Unterdrücken und Selektieren von Informationen
    - Verfolgung derjenigen, die mit obigen Punkten nicht konform gehen
    - Kein Zugang zu freien Medien

    Unterdrückung Andersdenkender , Inhaftierung von Regimekritikern, Nicht-Verfügbarkeit von ausländischen Print-Medien und Kontrolle der ohnehin wenigen staatlichen Medien sind daher gängige Praxis. Inhalte werden durch Propaganda ersetzt. Nichtsdestotrotz zwingt die latent vorhandene Langeweile in der Bevölkerung zum Konsum der Des-Information. Der einzige Nutzwert des Fernsehens besteht deshalb im Betrachten der Telenovela .

    Zigarren

    Vorzeigeprodukt der kubanischen Exportwirtschaft. Die weltbesten Tabakblätter wachsen auf dem vulkanischen Boden bei Piñar del Rio im Westen der Insel. Da Zigarren sündhaft teuer sind (Die besten, "Cohiba Esplendido", kosten pro 25 Stück 378 CUC, also mehr als 15 CUC pro Stück), werden sie gerne und oft gefälscht (vergleiche Fake ) oder aus den Fabriken gestohlen (vergleiche Mafia ). Allerdings sind gefälschte Zigarren oft besser als die Originale, sofern sie aus den gleichen Komponenten bestehen. Dies liegt daran, dass sie in kleinerer Stückzahl mit mehr Sorgfalt gerollt werden (vergleiche Langeweile).

    Mit dem Verkauf eines Kastens zu gängigen 25 CUC verdient ein Kubaner das doppelte seines durchschnittlichen Monatslohnes.

    Bekannte Marken sind Cohiba, Monte Christo, Romeo + Juliet, Robaina, Upman, etc.

    Fälschungen erkennt man unter anderem an folgenden Kennzeichen: Zigarren ungleicher Farbe in einem Kasten, Banderolen ("anilos") sind innerhalb eines Kastens nicht perfekt auf einer Höhe, Kasten in schlechter Qualität (kein Zedernholz, Schrift nur aufgestempelt, nicht eingebrannt, Label ebenso, etc.), Zigarre scheckig (inhomogen gefärbt), Duft nicht intensiv genug (oft werden im inneren Bananenblätter verarbeitet), Deckblatt (capa) mit "Venen" (Adern nicht herausgeschnitten), Zigarre unterschiedlich rund und/oder hart, Zigarre zieht schlecht, nur 24 statt 25 Stück im Kasten, unter dem Kastenboden fehlt der blaue Stempel, Zigarren in einem Kasten nicht perfekt gleich gross (Länge, Durchmesser) etc ....
    Die Kroenung der Faelschungen sind die sog. "Cohiba Espléndido Crystal", die einen Glasdeckel haben. Derartige Zigarre wurde niemals in Cuba ofiziell produziert.

    Kuba exportiert jährlich 140 Millionen Premium-Zigarren. Mit den handgerollten Luxus-Zigarren beherrscht der Karibikstaat 77 Prozent des Marktes außerhalb der Vereinigten Staaten. Rechnet man den US-Markt mit ein, falle der Weltmarktanteil der Havannas auf 32 Prozent.


    Infos über Zigarren

     



    ¡Ya!

    Interjektion, die gerne und oft in Sätze eingestreut wird. Bedeutet soviel wie "Ja!", "Genug!", "Jawohl", "Das isses!", "Schluss jetzt!". Sprich: [Ja!!] oder betont [dja!!].

    Zucker

    Hauptprodukt Kubas, vor lauter Zuckerrohrfeldern sieht man die Palmen nicht. Die Pflanze (caña) wird ab und an auch mal wie ein Bonbon gekaut und gelutscht.

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