Rundreise im Nordwesten

oder: Kuba auf eigene Faust erleben

Selbstorganisierte Rundreise
Kuba Reisebericht    08.02.-26.02.2006

Folgende Route ist hier beschrieben: Flughafen Havanna-Playas del Este-Cienfuegos-Trinidad-Santa Clara-Matanzas-Havanna.

 


Tag 1. Flug und Playas del Este

 Die Flüge wurden ca. einen Monat vor Reisebeginn bei „www.Opodo.de“ im Internet bestellt. Ich habe E-Tickets als Ticketformat gewählt. Das heißt, man gibt seine Personalausweisnummer oder Reisepassnummer bei „www.Opodo.de“ an und diese gilt dann als Buchungsnummer beim Ticketschalter am Flughafen.

Am Schalter einfach nur Ausweis und die Bestätigungs-E-Mail abgeben und alles läuft von alleine (genauso wird es auch in Kuba gemacht, also nicht wundern, wenn ihr keine Rückflugtickets bekommt.)

 Wir sind mit Air-France von Hamburg nach Paris geflogen (1:30h), wo wir dann einen 2-stündigen Aufenthalt hatten. Die Zeit haben wir auch gebraucht, denn der Flughafen hat eine sehr schlechte Wegeführung und Beschilderung und demnach nicht gerade leicht zu durchblicken.

Der Flug nach Havanna betrug dann lange 12h. Das Essen in dem Flugzeug ist sehr gut gewesen und Ablenkung mit Filmen auf Spanisch und Französisch mit englischem Untertitel war vorhanden.

Wir haben außerdem ein Hotel „Aporthotel Las Terrazas“ für 3 Tage mit Frühstück, sowie die wichtigen Touristenkarten über Internet, „www.bei profil-cuba-reisen.de“ gebucht. Das Hotel lag in Santa Maria del Mar in der Provinz Playas del Este, im Osten von Havanna.

Wir sind am Flughafen „Aeropuerto Jose Marti“ angekommen und mit einem Taxi für 30CUC zu dem besagten Hotel gefahren. (man hätte es auch für 20CUC schaffen können, aber andere Taxifahrer zum Preise aushandeln waren nicht in Sicht).


Tag 2. Santa Maria del Mar

Santa Maria del Mar ist eine sehr schöne, ruhige Gegend nicht all zu überlaufen von Touristen. Der Strand ist sehr schön, leider gibt es keine strandnahen Korallenriffe.

Wir hatten ein Einzelzimmer im Hotel für 45 Euro/ Nacht gebucht, bekamen aber für den gleichen Preis ein Appartement mit 2 Zimmer, Küche und Wohnzimmer, was uns zuerst sehr wunderte, aber uns auch sehr erfreute àGeld gespart. Das Frühstück war nicht so sehr gut, aber das störte nicht weiter.

Nach der Besichtigung der Gegend sind wir abends dann zum Essen in den „Casa Club“(siehe Photo) ,Av la Terrazas  e,12 y 13 . Gute Margarita Pizza für 1,85 CUC, mit Zwiebeln 2,35CUC und mit Schinken 3,35CUC.


Tag 3: Santa Maria del Mar

Richtung Osten haben wir, nach etwa 2km Entfernung vom Hotel, einen See entdeckt, sowie eine Bar „Restaurante Mi Mijato“, welche über eine Brücke begehbar, zwischen Mangrovenbäumen aufgebaut ist. Man kann dort Kanus 1CUC, Tretboote 1,5CUC und Ruderboote 1CUC (pro Stunde und Person)leihen und sich eine Stunde auf dem See treiben lassen oder länger. Die Bar hat eine öffentliche Toilette und das nationale Bier Cristal oder Bucanero (dunkel)kostet nur 1CUC. Es ist dort sehr angenehm und ruhig und eine Wanderung wert.

Nach dem kleinen Ausflug, sind wir dann zur Autovermietung neben dem Casa Club gegangen. In dem Gebäude befindet sich ein Infocenter mit Postfiliale und Wechselstube. Bei der Autovermietung haben wir dann einen Suzuki-Jeep für den Folgetag geliehen (40CUC Gebühr pro Tag, 10CUC Versicherung pro Tag und 250CUC Kaution, zusammen für 11 Tage 800CUC.)

Abends haben wir ein anderes Restaurant besucht, „Restaurante de Mojito“, Av la Terrazas, esq. 9.  Dort  ¼  grilled chicken 1,85CUC, fried potatos 0,90CUC, mixed salad 0,95CUC und einen Mojito 1,50CUC verspeist. Sehr gutes Essen in angemessenen Portionen.


Tag 4: Santa Maria del Mar-Cienfuegos

Morgens, nach dem Packen, haben wir uns noch bis 12 Uhr an den Strand gelegt und danach im Hotel zu Mittag gegessen, bevor es losgehen sollte.(Chicken and Rice für 5CUC (viel zu teuer für eine kleine Portion), 1,75CUC für Cocktails ist aber ok.)

Dann haben wir noch Wasser in einem Peso-Shop gekauft (Av la Terrazas, esq. 7. 1,5l Wasser  0,65CUC, 1,5l Limonade 1,20CUC  , Postkarten 0,75CUC, Havanna Club  Especial 5,50CUC, 3anjos  7,0CUC, 7anjos  13,55CUC, 15anjos  85CUC (jeweils 0,7Liter)).

Damit hat sich am Ende rausgestellt, dass es hier den günstigsten Havanna Club auf unserer Reise gab. Also Rumliebhaber, hier zuschlagen!

Dann ging die Fahrt los, mit Kompass und einer Karte der Größe 1:775000, was ein zu großer Maßstab ist, wie sich später herausstellte. Wenn es möglich ist, eine 1:225000 Karte besorgen.

Als Erstes sind wir in Richtung Osten, auf der Av. La Terrazas, gefahren um in der Stadt Guanabo am Kreisverkehr zu tanken. Am Kreisverkehr ging es dann Richtung Süden der Autobahn entgegen, um nach Cienfuegos zu gelangen. Nach einigen Orten waren wir dann, nach Fragen eines Straßenpolizisten auf der „Autopista“, aber wir waren uns nicht sicher. Bis wir an Kubanern vorbeigefahren sind, die „no Autopista“ riefen, woraufhin wir anhielten.

Die Jungs wollten mitfahren und uns zeigen, wo die Autobahn ist, wir hatten aber keinen Platz mehr, wegen dem Gepäck. Ein Kubaner hat uns dann einen Weg aufgezeichnet, der uns wieder zurück nach Havanna brachte, das kam mir Spanisch(oder eher Kubanisch) vor, aber wir fuhren trotzdem zurück. Dort angekommen (kurz vor Havanna, die wollten nur mitfahren, um billig zu reisen) wussten wir wieder nicht weiter und dann haben uns wieder Zwei angesprochen (Ariel und sein Bruder Jorge) und sagten, sie zeigen uns den Weg zur „Autopista“ und sehen dann selbst, wie sie dann zurückkommen. Wir nahmen an, drückten die Taschen in den kleinen Kofferraum und die beiden auf den Rücksitz. Gelotst haben sie uns zur „Autopista“, aber wir sind ca. 15km parallel zur „Autopista“ gefahren, bis wir zu einem Schild kamen wo „Autopista“ draufstand, natürlich waren wir erleichtert, bis sie fragten, ob sie 30CUC haben können, um mit dem Taxi zurück zu fahren… .Wir haben ihnen 10 CUC gegeben, da wir wussten, dass sie eh per Anhalter umsonst zurückkommen. Nach 5 km fahrt sind wir dann genau an dem Punkt vorbeigefahren, wo wir die ersten Beiden getroffen hatten. 2 Stunden, 150km in der Irre gefahren, 10 CUC bezahlen müssen, um dorthin zu kommen, wo man her kam, mist! Aber war dann auch egal, wir waren jetzt ja richtig.

Die Autobahn ist gut befahrbar und es gibt auch einige Schilder am Straßenrand, sodass wir auch die Einfahrt auf die Hauptstraße nach Cienfuegos leicht finden konnten. Diese muss man nur geradeaus fahren, bis man in Cienfuegos ankommt.

Fahren Sie lieber nie bei Nacht, denn die meisten Kutschen, Fahrräder oder Autos haben kein Licht!

Cienfuegos ist eine einfach zu fahrende Stadt. Die Hauptstraße, auf der man sich am Anfang befindet, ist die Hauptverkehrstraße und führt gerade bis zur südlichen Spitze der Stadt. An dieser Straße         (Calle 37 / Malecon) kann man sich immer gut orientieren. Außerdem ist sie im Schachbrettmuster angelegt. Die Straßen von Norden nach Süden tragen ungerade Nummern, von 7 bis 85 und von Osten nach Westen tragen gerade Nummern von 0 bis 76.

Wir haben in Cienfuegos eine Casa Particular bezogen (das sind Unterkünfte, die von Einheimischen legal geführt werden). Der Name war „La Terraza“  und der Hausherr Donato ist ein älterer sehr freundlicher Herr, genauso wie seine Frau Tete, mit Hund Joli.

Ein Doppelzimmer bei ihnen kostet 30CUC pro Nacht, ein gutes Frühstück kostet 4CUC pro Person und ein Parkplatz am Haus 2CUC pro Nacht. Die Unterkunft hat ein eigenes Bad, Dusche mit fließend warmen und kaltem Wasser und Klimaanlage.

Am Abend sind wir in die Einkaufsstraße Av. 54“ gegangen. Dort haben wir in einem Fast-Food-Restaurant namens „EL Rapido“ gegessen (Av 54, esq Calle 35) , welche eine Kette in ganz Kuba hat.

Das Essen ist zwar nicht das Beste und Besteck und Teller sind aus Plastik, aber dafür ist es sehr günstig (Käsepizza 1,10CUC, Schinken/Salamipizza 1,65CUC, Spaghetti mit Tomatensauce 1,20CUC, Dose Limonade 1,0CUC, Bier Cristal/Bukanero 1,0CUC.)


Tag 5: Cienfuegos

Am nächsten Tag haben wir einen Regentag erwischt und wir beschlossen mit dem Auto die Gegend auszukundschaften. Wir fuhren auf der „Av. 5 de Septiembre“ nach Osten,Richtung Trinidad, an einem großen Friedhof vorbei. Die Karte zeigte dann wieder anders an, als es in Wirklichkeit war und ist: laut Karte kommt nach ca.20 km eine Tankstelle und eine T-Kreuzung, jedoch ging es nur geradeaus und die Straße gabelte sich dann nach Westen hin auf (dazu noch eine kleine Skizze für die Fahrt nach Trinidad.)

Wir sind dem Schild geradeaus, Richtung „Rancho Luna“ und „Delphinario“ gefolgt.

Als wir ankamen, entdeckten wir eine etwas verlassene Gegend, mit schönem Strand und geschlossenem „Delphinario“, wohl wegen Zuschauermangels an diesem Tag. Die Gegend sah aus, als währe dies einmal ein beliebter Touristenort gewesen, viele kaputte Gebäude.

Auf dem Weg sind wir dann die besagte Gabelung hineingefahren und sind dann auf eine T-Kreuzung gekommen, links nach Cienfuegos und rechts nach Trinidad. Wir sind dann zurück nach Cienfuegos gefahren, aber wir wussten nun, wie man nach Trinidad kommt.

Am Abend waren wir in ein Restaurant namens „Pizza Nova“,( Calle 31, e/ 54 y 56, tel. 0432/551010) Ein Tip:Am Besten vorbestellen, denn es ist oft überfüllt dort. (Gute Pizza, Käse 1,70CUC, Schinken 2,50CUC, Sandwich 1,50CUC (etwas klein), Cristall/Bucanero 1CUC.)


Tag 6:Cienfuegos

Am nächsten Tag war das Wetter besser und wir sind zum „Parque Marti“, mit seinen schönen Bauten und dem „Monumento Marti“ in der Mitte, alles ziemlich gut gepflegt.

Im Süd-Westen des Platzes steht die „Casa de la Cultural“, hier kann man auf einen Aussichtsturm gehen und Cienfuegos von oben ansehen.

Nach der Besichtigung sind wir zum Hafen im Westen gelaufen um mit einer Fähre vom Anleger (am Südende von Calle27) nach Jagua zu fahren und die „Castillo de Jagua“ zu besichtigen. Die Fähre verkehrt um 6:00,8:00 und 11:00 Uhr., sowie 13:00,15:00 und 17:00 Uhr. und fährt auch zu diesen Zeiten wieder von Jagua zurück. Die Fahrt kostet 1,0CUC pro Person und Tour. Der Fähranleger ist nicht der auf dem Video, wie wir zuerst dachten (HAFEN VON CIENFUEGOS), sondern wenn man den Fähranleger runtergeht, die Straße gleich links rein (wo zum Schluss des Videos das Auto hineinfährt) und dann nach ca. 200m auf der linken Seite. Der Eingang ist nicht als Eingang erkennbar, also am Besten nachfragen, wir hätten die Fähre auch fast verpasst. Die Fahrt ist ganz in Ordnung, man sitzt fast nur unter Kubanern, was das ganze interessanter macht. Die Fahrt dauert in etwa eine  ¾ h und man muss an der 3.Anliegerstation aussteigen (siehe Photo –Castillo de Jagua0-).

Der Eintritt kostet 1CUC pro Person. Wer von der Burg dann genug hat, kann sich bei einer Bar am Fähranleger erholen.

Nach der Burgbesichtigung, sind wir noch die 37.Straße Richtung Süden gelaufen, die Straße wird später zum Malecon, dort befindet sich wieder ein anderer „EL Rapido“ und einige Meter weiter ein Peso-Shop, der etwas teurer ist als in Santa Maria del Mar, es geht aber nur um ein paar Cent.

Am südlichsten Punkt von Cienfuegos kann man eine herrliche Aussicht genießen. Am Kreisverkehr, am Ende der 37.Straße, befindet sich auch der „Palacio de Valle“, ein prächtiger Palast, der eine Bar auf dem Dach hat - sehr schön das Ganze.


Tag 7: Cienfuegos-Trinidad

Der Weg nach Trinidad sollte kein schwerer werden, da wir die Route schon zuvor herausgefunden hatten. Man muss wie gesagt, die „Av. 5 de Septiembre“ nach Osten fahren, bis man zur Tankstelle kommt, dort dann vor der Tankstelle links(POS 1) oder hinter der Tankstelle die Gabelung links fahren(POS2), der Straße ca.8-10km bis zur T-Kreuzung folgen und dort dann rechts Richtung Trinidad (ist ausgeschildert)(POS3).

Die Straße nach Trinidad ist gut befahrbar und führt immer geradeaus.

Trinidad ist für einen Autofahrer wohl das schlimmste, was es geben kann. Die Straßen bestehen nur aus alten Pflastersteinen, sind mit großen Schlaglöchern versehen und sehr uneben. Hinzu kommen die vielen Einbahnstraßen(es sind fast nur Einbahnstraßen in Trinidad, da nur für eine Spur Platz ist) und einige sind komplett wegen Bauarbeiten gesperrt. Das System ist aber einfach, denn wenn eine Einbahnstraße links ist, ist sie bei der nächsten Straße rechts. Immer im Wechsel. Zum Glück hatten wir die Adresse von der Casa Particular schon, das läuft bei den Betreibern der Casa Particulas immer so, dass für die nächste Stadt eine Unterkunft eines Freundes oder Bekannten rausgesucht und reserviert wird.

Das regeln die alles unter sich und somit bauen die ihr System der Casa Particular immer weiter aus.

Die Unterkunft haben wir dann doch noch gefunden, „Habana Club Mi Sabor“, e/ Ernesto Valdez Munos y Callejon de Los Gallegos .Der Hausherr El Bolo spricht Englisch und seine Frau Tahiri macht den besten Mojito, den ich für 2CUC je getrunken habe. Die Unterkunft ist sehr gut, eigenes WC, fließend warmes und kaltes Wasser, eigene Terrasse, Dachterrasse, El Bolo hat eine eigene Bar im Haus.

Die Unterkunft kostet insgesamt 50CUC für ein Doppelbettzimmer, incl. Frühstück und Lunch. Das Auto wird für 2CUC pro Nacht in einer Garage geparkt.

Der „Plaza Major“ ist herrlich mit seiner alten beeindruckenden Architektur. Nicht umsonst ist Trinidad als Weltkulturerbe von der UNESCO ausgezeichnet worden. Der Platz wird gesäumt von einer alten Kathedrale „Catedral Santisima Trinidad“ und rechts neben der Kathedrale geht es einige Stufen hinauf zur „Casa de la Musica“.

Am Abend aßen wir dann bei der Familie; der Koch, eine Art Hausdiener bereitete extra für uns ein Spitzengericht vor. Es gab ein Drei-Gänge-Menü mit Bohnesuppe, großem Salatteller für Zwei, einmal Fisch, einmal Schweinefleisch und zu jeder Portion Reis mit Bohnen und geröstete Bananenscheiben. Zum Nachtisch noch ein Dessert. Super leckeres Essen und sehr viel.


Tag 8:Trinidad

Das Frühstück am Morgen war sehr gut und gestärkt begaben wir uns in das Architekturmuseum am „Plaza Mayor“, wo eines der ältesten Häuser Trinidads von Innen zu sehen ist. Sehr alte Möbel aus der Romanik und alte Decken mit unglaublichen Deckenbalken, welche alle handgeschnitzt sind, alte Wandkonsruktionen aus Ästen, Stroh und Lehm, sowie Steinfußboden aus Bremen/Deutschland!

Das zweite Museum ist ein Stück die Straße „Fernando Hernandez Echerri“ hoch, nördlich vom Architekturmuseum.

Das Gebäude, „Antiguo Convento de San Francisco de Asis“ ist kaum zu verfehlen, da es einen großen Glockenturm hat. Das Museum, „Museo de la Lucha Contra los Bandidos“ befasst sich mit dem Kampf gegen die Konterrevolutionäre 1961, der sich auch um Trinidad abgespielt hatte. Das Museum zeigt einige Stücke von Gefallenen, z. B. die Hängematte und Waffen von Che, sowie Camilo Cienfuegos. Im Innenhof steht ein altes Kanonenboot der revolutionären Kräfte.

Man kann die Dachterrasse des Museums betreten, ist aber nicht höher als bei El Bolo auf der Terrasse. Man konnte auch einst in dem Glockenturm hochsteigen, die Treppe war aber aus Sicherheitsgründen abgesperrt, da sie sehr beschädigt war. Vielleicht wird sie ja mal erneuert?

Der Eintritt in die Museen kostet 1,0CUC pro Person, je Museum.

Am Nachmittag ging es dann auf eine Anhöhe nordöstlich von Trinidad. Die Anhöhe ist zu Fuß zu erreichen, wenn man die Straße „Simon Bolivar“, die sich rechts neben der „Catedral Santisima Trinidad“ erstreckt, entlang läuft. Nach etwa 500m Fußmarsch erreicht man dann die alte Kirchenruine der „Iglesia de la Popa“. Man kann rechts an der Kirche vorbei auf eine weitere Anhöhe gehen. Auf dem Weg dorthin kommt man an einer Höhle vorbei, die man sich ansehen kann.

Auf dem Weg zur Spitze hat man einen atemberaubenden Ausblick auf Trinidad und Umgebung. Man sollte aber nicht zu weit gehen, denn auf der Anhöhe befindet sich so eine Art Funkzentrale, welche von Kubanern bewacht wird. Wir sind rechzeitig umgedreht, bevor wir Schwierigkeiten bekamen.

Am Abend sind wir in einer Bar „Ruinas de Segarte“, Jesus Menendez(Alameda), esq. Callejon Galdos. Eine nette Bar mit Live-Band, Cristal 1,50CUC, Mojito 2,50CUC. Das Essen am Abend bei El Bolo, war wieder sehr gut und reichlich.


Tag 9. Trinidad

Am 9. Tag sind wir zum Strand gefahren, „Playa Ancon“( ca.15-20 km entfernt). Wir sind mit einem Taxi für 6 CUC gefahren (mit einem Cocotaxi 4CUC),es lohnt sich dafür kaum selbst zu fahren, aber wer es probieren will: Man nimmt entweder „Anastacio Cardenas“ Richtung Süden, oder „Camilo Cienfuegos“ Richtung Südwesten, beide Straßen münden im Süden Trinidads in „Paseo Agramonte“, welche raus aus Trinidad führt. Nach einigen Kilometern kommt dann eine Rechtsgabelung, welche man abfahren muss, auch wenn man denkt, man sollte geradeaus der Straße folgen. Man kommt zu einigen Hotels, an denen man parken kann. Denken sie daran, unbedingt Wasser mitzunehmen, denn es gibt an dem Strand einige Hotelbars, wo 1,5Liter Wasser 2,50CUC kosten!

Der Strand ist wunderschön, es sind leider viele Touristen dort. Bars, Bootsverleihe, Volleyballfelder uvm. , leider auch hier keine Schnorchelmöglichkeiten vom Strand zu erreichen.

Auf der Rückfahrt sind wir in ein Sammeltaxi eingestiegen, das bedeutet, der Taxifahrer wartet, bis das Taxi voll ist und fährt dann erst los. Dadurch reduziert sich der Preis für jede einzelne Person, wir sollten 8CUC bezahlen, der Taxifahrer sagte, dass dann pro Person eben nur 2CUC bezahlt werden müssen. Wir haben dann noch Jemanden in den Kofferraum gepackt (war ein Taxi-Van) und habe dann trotzdem 2 Euro pro Person bezahlt. So hat er einen guten Gewinn gemacht, war uns aber auch egal, ist billig gewesen.

Das Abendessen in Trinidad hat sich nicht geändert, sehr gut und gute Portionen.


Tag 10: Trinidad- Santa Clara

Am Morgen haben wir noch ein gutes Frühstück, wie jeden Morgen bei El Bolo eingenommen und uns dann nach Santa Clara aufgemacht. Wir hatten drei Wege zur Auswahl, um nach Santa Clara zu kommen. 1. Richtung Osten, über Sancti Spiritus, auf die Autobahn und dann westlich nach Santa Clara.

2. Richtung Norden, durch das Gebirge „Sierra del Escambray“ und direkt nach Santa Clara oder 3. zurück nach Cienfuegos, um das Gebirge zu umfahren und dann Richtung Nordost nach Santa Clara. Wir haben uns für die 3. Richtung entschieden. Über Sancti Spiritus ist es zu lang, durch das Gebirge ist es zu ungewiss (1140m über Null) und die Strecke von Trinidad nach Cienfuegos kannten wir. Man kann so fahren, dass man nicht nach Cienfuegos hineinfahren muss, wir kannten den Weg nicht und haben ihn auch nicht auf der Karte gefunden. Pech gehabt. Dann sind wir nach Cienfuegos hineingefahren und haben dann direkt die „Calle 37“ Richtung Norden genommen. Wir sind dann aus Cienfuegos herausgefahren, ab dort wird’s etwas kompliziert. Nach dem Passieren der Brücken kurz hinter Cienfuegos kommt ein Kreisverkehr, in dem wir geradeaus gefahren sind. Bis zu einer Brückenüberführung von Zuggleisen, welche aber hinter der Gabelung Richtung Santa Clara liegen. Also fuhren wir zurück zum Kreisverkehr, wo dann ein Schild steht, „Sta Clara“ . Komisch, dass das Schild nur von einer Richtung aus zu sehen ist, na ja, ist halt so. Ob es rechts oder links im Kreisverkehr war, weiß ich nicht mehr genau (theoretisch links, Richtung Osten, aber was ist schon Theorie?), aber das Schild steht ja dort und zeigt den Weg. Die Straße fährt man dann immer geradeaus, bis zur letzten Stadt Ranchuelo. In Ranchuelo nimmt man dann die letzte große Straße Richtung Norden und man kreuzt die „Autopista“. In Ranchuelo kann man nichts falsch machen, weil man immer die Autobahn kreuzt, wenn man nach Norden fährt. Die „Autopista“ fährt man dann nur noch in Richtung Osten, bis man zur Ausfahrt „Ciudad Sta Clara“ kommt, welche direkt auf den Autobahnring (Circunvalacion) führt, welcher Santa Clara umschließt. Von hier aus kann man dann beliebig nach Santa Clara einfahren.

Hier ist unsere Unterkunft, die „Casa de Hospedaje“ (Hostal Colonial), die Adresse haben wir von El Bolo bekommen, reserviert hat er das Zimmer auch schon. Die Adresse, Maceo #9 (Altos) e/ Independencia y Cespedes war sehr leicht zu finden, man kommt mit den Straßen in den Städten mit der Zeit immer besser klar. Die Unterkunft ist sehr schön, ein altes Kolonialhaus, sehr hohe Decken. Eigenes Bad, warmes und kaltes Wasser, Klimaanlage, Kühlschrank. Die Kosten belaufen sich auf 25CUC pro Nacht, Frühstück 3CUCpro Person, Lunch 6-8CUC je nach Essen pro Person, 10CUC für Languste, Getränke je 1,0CUC pro Dose.

Santa Clara ist eine sehr saubere Stadt und der Lebensstandart ist hier etwas höher.

In der Innenstadt sind wir erst einmal Wasser kaufen gegangen, im „Supermercado Siboney“, Independencia, esq. Enrique, ein großer Peso-Shop, Rucksäcke müssen draußen bleiben.

Der „Parque Vidal“  wurde stellenweise Restauriert, aber die anderen Gebäude waren sehr gut gepflegt und vor allem sehr groß und prachtvoll, wie der gesamte Park. Im Osten des Parks, an der Straße „Maximo“, befindet sich eine nette Bar (Bar Marquesina), wo es Cocktails, für 2,50CUC gibt. Außerdem werden abends dort internationale Abende gemacht, mit günstigen Getränken und internationale Musik.

Das Abendessen im Hostal Colonial ist unglaublich, noch besser als bei El bolo, sehr guter Schweinebraten und super Geflügel mit Reis und Pommes, mit Vorsuppe, Obstteller und Salat. Die Portionen waren zu groß, so viel konnte man nicht schaffen. Also, gut genährt ins Bett.


Tag 11:Santa Clara

Viva la Revolution heißt es heute!

Zuerst geht es zum „Tren Blindadao“, Independencia Richtung Nordost, zwischen Fluss und Bahnschienen. Dieses Freilichtmuseum zeigt den Panzerzug, der Nachschub nach Havanna bringen sollte. Che und seine Männer hatten den Zug am 29 Dezember 1958 gestoppt. Sie haben die Bahnschienen mit Bulldozern zerstört und den Zug umzingelt. Die Revolutionäre haben den Zug dann mit Molotowcocktails beworfen, bis es im Inneren zu heiß wurde und die feindlichen Truppen sich nach 90 min. Kampf ergaben.

Einige der Wagons sind geöffnet und es werden Waffen und Ausrüstungsgegenstände gezeigt, die die Revolutionären ergattert haben.

Der Eintritt beträgt 1,0CUC und ist in einem kleinen unscheinbaren Häuschen unter den Bäumen auf der rechten Seite zu bezahlen.

Danach ging es zum „Plaza de la Revolution“, hierzu fährt man die Straße Ravael Trista Richtung Südwest und fährt immer geradeaus, bis man am Platz ankommt. Ein riesiger Platz mit der berühmten Bronze-Statue von Ernesto Guevara.

Unter diesem „Monumento Che Guevara“ befindet sich das „Museo de Ernesto Che Guevara“, der Eintritt ist umsonst, Taschen müssen aber draußen bleiben. In dem Raum rechts werden persönliche Gegenstände von Che gezeigt, sowie ein Video jede Stunde. In dem linken Raum ist der Raum, wo die Überreste von Che aufgebahrt sind.

Auch die von seinen Mitkämpfern in Bolivien. Die Gesichter der einzelnen Personen sind aus Bronzescheiben ausgearbeitet und in eine Wand aus Marmorscheiben eingelassen. Die Wände und die Decken sind aus vielen einzelnen kleinen Holzkuben gemacht, die unterschiedlich überstehen. Ein leicht gedämmtes Licht und ruhige Musik lassen den Raum wirklich als eine Ruhestätte wirken, die unvergänglich ist.

Nach dem Besuch der Museen gehen wir einem Tipp von dem Vermieter der Casa Particular nach und fahren zu einem Aussichtspunkt. Dieser ist nicht leicht zu finden: Man fährt die Carretera Centra nach Nordost, nimmt dann links die Straße 2RA, die zweite hinter dem Fluss. In der 2DA nimmt man dann die dritte Straße rechts. Links von euch sind nun so eine Art Plattenbauten und rechts liegt das Stadion und ihr fahrt Richtung Nordost. Ihr fahrt diese Straße nun immer geradeaus, bis eine Straße links ab geht, welche einen Bahnübergang kreuzt. Fahrt dort hinein, die Straße heißt Ana Peyudo. Nehmt in dieser Straße dann die Fünfte rechts, sie heißt Felix Huergo o.ä. . Diese immer geradeaus, bis zum Ende und dann rechts und ihr seid da.

Wundert euch nicht, wenn die Gegend sehr kaputt aussieht, ihr seid richtig. Hoffe man kann es nach der Beschreibung finden.

Der Aussichtspunkt ist herrlich. Auf dem Gipfel steht ein Denkmal, mit dem Kopf von Che drauf. Man hat einen sehr guten Ausblick über Santa Clara und Umgebung.

Danach ging es zum Baseballstadion, wo an dem Samstag, auf dem Parkplatz eine Art Bauernmarkt stattfand. Das Baseballstadion war offen und wir haben ein Baseballspiel gesehen, Einrtitt war frei. Villa Clara gegen Ciego Avilla. Ciego Avilla hat ganz schön einen auf die Mütze bekommen. Man sollte sich ein Spiel nicht entgehen lassen. Wir haben zwar ein Spiel gesehen, wo nichts los war, dafür war es umsonst. Aber wenn große Spiele stattfinden, bietet das Stadion bestimmt eine gute Atmosphäre.


Tag 12: Santa Clara- Matanzas

Am nächsten Tag ging es dann in Richtung Matanzas. Unser Vermieter hat dort schon eine Wohnung reserviert und uns erklärt, dass die „Carretera Central“ auf direktem Weg nach Matanzas führt. Das tat sie auch und wir waren nach 2 Stunden Fahrt schon am Ziel.

Matanzas ist eine Stadt mit großem Hafen und an einem Hang errichtet, was der Stadt einen netten Charakter verleiht.

Die Unterkunft „Hostal Alma“, Calle 83 #29008 (altos), e/290 y 292 ist sehr gut, neues eigenes Bad, Kühlschrank, Klimaanlage. Sie kostet 25CUC pro Nacht, Frühstück 3CUC pro Person, Lunch 6CUC pro Person. Getränke 1CUC pro Dose.

Im Nordwesten der Stadt liegt ein altes Herrenhaus „Ermita de Monserrate“ und eine Bar auf einer Anhöhe. Man hat von dort einen super Ausblick auf die Stadt. Die Anhöhe erreicht man, wenn man einfach von der Innenstadt Richtung Westen läuft und dann die 312te Straße Richtung Norden nimmt.

Wenn man die 312te Straße dann zurückgeht, kommt man nach ca. einem Kilometer zum „Parque Rene Frega“, wo es von Jugendlichen nur so wimmelt. Es wird Baseball und Basketball gespielt oder man plaudert einfach nur ein bisschen.

Das Abendessen im „Hostal Alma“ ist auch ausgezeichnet und auf jeden Fall sein Geld wert.


Tag 13. Matanzas

Heute geht es nach Varadeo.

Eigentlich wollten wir das auslassen, aber irgendwie wollten wir uns das Spektakel doch mal ansehen.

Die Fahrt ist einfach, man muss nur die 129te Straße (an der Bucht) Richtung Osten fahren und sich dann nach links halten. Dann immer geradeaus. Auf halber Strecke muss man noch eine Mautgebühr von 1,0CUC pro Person zahlen, um auf der besten Autobahn Kubas fahren zu dürfen.

Varadero ist genau so, wie sich viele einen Traumurlaub vorstellen, Strand, All-inclusive-Hotels ohne Ende, Verwöhnung von unten bis oben. Wir wollten auch noch einen Tag am Strand relaxen, bevor es nach Havanna ging. Die Hotels sind riesig, sehen aber nicht so sehr toll aus (nach meinem Geschmack). Viele sind so schnell gebaut worden, mit so schlechtem Baumaterial, dass sie schon nach ein paar Jahren auseinanderfallen.

Das war uns alles ein bisschen zu viel Tourismus und sind deshalb zum Strand, ohne viele Photos zu schießen, wäre auch nichts dolles dabei gewesen, ich mein ein Hotel, das einen Pool hat, mit Blick auf das geilste Meer der Welt?

Der Strand hält aber, was er verspricht, etwas überlaufen, aber schönes Wasser (wärmer als im Süden bei Trinidad) und weißer Sand, leider nur wieder keine Schnorchelmöglichkeiten ( hätte die Sachen auch zu Hause lassen können).

 


Tag 14: Matanzas- Santa Maria del Mar-Havanna Vieja

Auf dem Rückweg nach Santa Maria del Mar, wollen wir über „Valle de Yumuri“ fahren, welches ein Tal aus Kalksteinbergen ist, ähnlich wie die in Pinar del Rio im Westen Kubas.

Wir fahren also Richtung Osten, auf einem Feldweg, unbenamt, deshalb keine Auskunft. Einige der Kalkfelsen sind zu sehen, jedoch ist die Straße so schlecht zu befahren, auch mit dem Jeep, dass wir unseren Zeitrahmen gesprengt hätten.

Darauf hin fuhren wir wieder zurück und auf direktem Weg nach Santa Maria del Mar.Hierzu folgt man einfach dem Verlauf der 129ten, die direkt einmal um der ganzen Bucht verläuft. Man nimmt diese Straße Richtung Norden und hält sich dann kurz nach der Brücke über den Rio Yumuri schräg rechts. Man befindet sich dann auf der Via Blanca und Havanna ist auch ausgeschildert.

Später haben wir gemerkt, dass man „Valle Yumuri“ auch über die 292te Straße (Zaragosa) Richtung Norden erreicht hätte, da wäre die Straße meinem Gefühl nach auch besser zu fahren.

Die Straße Richtung Santa Maria del Mar ist ganz gut und wir sind schnell in Santa Maria del Mar angekommen, um das Auto zurückzugeben.

Die Rückgabe des Mietwagens war kein Problem und 250CUC Kaution gab es auch wieder. Der Vermieter war an dem Tag, an dem wir das Auto geliehen haben, stark erkältet und nach den 11 Tagen war er es immer noch. Komisch, das man sich dort erkälten kann, der sollte mal nach Deutschland kommen!

 Ein Taxi fährt uns für 15 CUC nach Havanna Vieja, wo wir von unseren Vorvermietern wieder Adresse und Reservierung bekommen haben.

„Chez Nous“ hieß die Unterkunft, Brasil (Teniente Rey) #115 (altos) e/Cuba y San Ignacio. Unten an der Tür sitzt den ganzen Tag ein Wachposten, Respekt. Die Unterkunft befindet sich gerade in der Renovierungsphase, es ist laut, da es direkt am Durchgangsflur liegt, das Zimmer hat keine Fenster zum öffnen. Klimaanlage, Kühlschrank und eigenes Bad mit warmem Wasser ist aber vorhanden. Es kostet 30CUC pro Nacht, Frühstück 2,50CUC, Erfrischungen 1CUC pro Dose.

Zuerst war der „Plaza Vieja“ dran, denn der ist nur 50m entfernt. Ein schöner Platz, der wie fast alle kubanischen Plätze sehr sauber und renoviert ist.

Danach geht es zum „Cafe la Marina“, Brasil (Teniente Rey) esq. Oficios. Ein sehr gutes Cafe, wo es komplette Tagesmenüs gibt, an diesem Tag: Brot mit Butter, Hähnchen/Schwein mit Reis, Salat und einem Cafe/Wasser für nur unglaubliche 3CUC. Ein sehr gutes Essen, zu einem Hammer-Preis. Extra „fried Bananas“ 1,10 CUC und ein Mojito 3CUC. In Havanna ist das Essen etwas günstiger, dafür sind die Getränke teurer, sodass es sich wieder ausgleicht.

Nach dem Essen ging es über den „Plaza de San Francisco“, mit der „Iglesia y convento de San Francisco de Asis“, zum „Plaza de Armas“. Dieser bietet viel Schatten, durch eine Menge Bäume.

Im „Museo nacional de historia natural“, eine Art Geschichtsmuseum, haben wir uns hinter einer Touristenmenge angestellt und wurden ohne zu bezahlen hineingelassen. Warum nicht, so spart man 3 CUC für den Eintritt.

Danach haben wir das „Castillo de la Real Fuerza“ besichtigt, aber nur von außen, der Eintritt kostet aber, so weit ich weiß, nichts.

Als Letztes besichtigen wir den „Plaza de la Catedral“, auf dem auch die prächtige „Catedral de la Habana“ steht. Diese Kathedrale mit ihren zwei verschieden großen Glockentürmen macht echt was her.

Auf dem Weg nach Hause geht’s durch die Straße „Empedrado“, welche eine Kunsthandelstraße ist und wo sich unter anderem auch die „Bodeguita del Medio“ befindet, die berühmte Bar, in der Ernst Hemingway seine Cocktails getrunken hat. Die Wände sind komplett voll mit Namen von Gästen oder irgendwelche Sprüchen.

Am Abend gehen wir in eine Pizzeria, „La Venetto“, Calle Obispo e/ Villegas y Bernaza. Die Pizza kostet 4,0CUC, Wasser 1,50 CUC und Bier 2,0 CUC. Der Laden ist ganz in Ordnung und die Pizza schmeckt auch ganz gut.

 


Tag 15: Havanna-Vieja

Das Frühstück am Morgen ist in Ordnung und wir begeben uns auf den Weg zum „Capitolio Nacional“, einfach nur die Straße Brasil nach Westen laufen, man kann es von dem Eingang der Casa Particuar aus sehen.

Vorbei am „Plaza del Cristo“, sind wir auch nach 10 min. angekommen. Ein riesiges Gebäude mit einer 62 Meter hohen Kuppel und zwei große neoklassizistischen Bronzefiguren säumen die Treppenstufen. Im Inneren steht die drittgrößte Innenstatue der Welt, die „Estatua de la Republica“ (17,54 Meter) leider war sie von einem Baugerüst umhüllt. (Die zweitgrößte Figur der Welt ist der goldene Buddha in Japan und die größte ist die Lincoln Statue in Washington).

In der Mitte des Kuppelsaals befindet sich ein 24-Carat schwerer Diamant, leider ein Imitat, denn das Original ist sicher in Fidel Castros Büro aufgehoben, sehr sicher!

Von diesem Diamanten aus werden alle Kilometerangaben von Havanna gerechnet, d.h. der Diamant liegt auf km „0".

Man kann einen Rundgang durch das Capitolio für 5 CUC pro Person machen, in dem sich auch die Staatsbücherei befindet, die für Kubaner frei zur Verfügung steht.

Nach dem Capitolio geht es in Richtung Norden, den „Paseo Marti (Prado)“ hinauf, vorbei am „Gran Teatro“ und am „Museo nacional de Ballas Artes“, zur Küste. Wo das „Castillo de San Salvador de la Punta“, Eintritt kostet 5CUC, und das „Monumento al General Maximo Gomez“ stehen.

Richtung Süden, in die Agramonte (Zuleuata), wo sich das „Museo de la Revolution“ befindet. Eintritt kostet 5 CUC, man kann aber auch, wenn man das Museum durch den Hintereingang verlässt, zum „Granma memorial“ gehen, wo unter anderem die Granma in einem großen Glashaus aufgestellt ist. Die Granma ist das Boot, mit dem die Revolutionäre in Kuba gelandet sind.

Im „Museo de la Revolution“ gibt es jede Menge zu sehen. Angefangen, mit den ersten Revolutionen, über die Revolution gegen Amerika durch Fidels Truppen, bis zur Auflistung der Maßnahmen und deren Effekte, welche bis dato in Kuba durchgeführt wurden.

Am Abend gingen wir in einer sehr netten Pizzeria essen, sieht sehr gemütlich aus und unglaublich, an der Wand hängt ein Fernseher, welcher Fußball ausstrahlt. Und zwar das Championsleague-Spiel Juventus Turin gegen Werder Bremen. Ich als Bremen-Fan habe mich gefreut, über den Sieg der Bremer, auch wenn es nicht viel gebracht hat, aber egal, ich habe es in einem Restaurant auf Kuba gesehen, schon komisch, hätte ich nicht erwartet.

Die Preise:

Margarita 5CUC oder mit Zwiebeln extra.

Pizza mit Fleisch, ab 6,50CUC

Wasser 0,5l  2,2CUC

Saft 1,0CUC

Bier 1,50CUC

Den Namen der Pizzeria kann ich leider nicht sagen, aber die Adresse ist Paseo de Prado esq. Virtudes, wenn man vom Capitolio kommt, auf der linken Seite.


Tag 16: Havanna-Vieja

Heute besuchen wir den „Parque historico militar Morro-Cabana”, in dem zwei Festungen stehen, die Nordwestliche „Castillo de los tres reyes del Morro“ und die südöstlicher gelegene Festung „Fortaleza de San Carlos de la Cabana“.

Man kann die Festungen durch zwei Arten erreichen, entweder man fährt mit der Fähre vom Anleger „Muellela Luz“ (am östlichem Ende von Straße Santa Clara) oder man nimmt sich ein Taxi oder eben mit Mietwagen und fährt durch den „Tunel de la Habana“. Mit dem Taxi kostet die Fahrt runtergehandelte 3-4CUC, man muss aber auf der anderen Seite eine Mautgebühr in Höhe von 2 CUC pro Person bezahlen, aber nur auf der Hintour, warum auch immer.

Zuerst gingen wir zur kleineren Festung im Norden, aber nicht hinein und danach zur großen „Fortaleza de San Carlos de la Cabana“. Der Eintritt kostet 4 CUC, beinhaltet aber auch einen Besuch des abendlichen Kanonenfeuers auf der Burg, zu dem man dann ab 18:00 Uhr hingehen kann. Das Kanonenfeuer hat früher das Schließen der Stadttore angekündigt und wird heute als Tradition noch auf diese Weise ausgeführt.

Die Festung beinhaltet einige Museen, unter anderem auch das „Museo Che Guevara“, ein Haus mitten in der Festung. In diesem hat Che Guevara sich kurz nach dem Sieg der Revolution niedergelassen, um von dort aus seine Amtshandlungen auszuführen.

Die Festung hat einige Aussichtspunkte, von denen man einen schönen Blick auf Havanna hat. Ich kann Che sehr gut verstehen, Fidel fand es nicht so gut, da es zu weit auswärts von Havanna liegt.

Nach dem Besuch der Festungen fuhren wir mit dem Taxi für 3 CUC wieder zurück nach Havanna und gingen direkt zum „Parque Cespedes“, wo an diesem Donnerstag ein Kunsthandwerk-Markt stattfand. Man kann hier alles kaufen, was das Souvenirjägerherz begehrt. Handeln lohnt sich sehr!

Nachdem auch wir eingekauft hatten und die Souvenire in der Casa Particular verstaut hatten, liefen wir zur „Bahia de la Habana“ und von dort aus auf der Straße „Desamparados Alameda de Paula“ Richtung Süden immer an der Bucht entlang bis zu einem großen Kreisverkehr, an dem noch alte Teile der alten Stadtmauern stehen „Cortina de la Muralla“.

Wenn man von dort aus Richtung Norden geht, kommt man direkt auf den „Estacion Central“, an dem Hauptbahnhof stehen viele amerikanische Oldtimertaxen, die nur darauf warten gefahren zu werden. 

Am Abend sind wir in das Restaurant „Los Bucaneros“ gegangen, Teniente Rey e/Monserrate y Bernaza. Hier gab es eine gute Karte, die aber fast gar nicht von den Köchen gekocht werden konnte, weil viele Zutaten einfach fehlten.

Wir haben dann Chickend kebab (Hähnchen auf Spieß) 3CUC mit Reis 0,30CUC gegessen und Mojito 2 CUC getrunken. Das Essen war super, hat zwar gedauert, aber das war dann auch egal.

Hier noch einige Preise:

Salate:0,90-2,70CUC

Ometett:1,0CUC-1,40CUC

Hamburger/Sandwich:2, extra Belag:0,20-0,40CUC

Brot mit Butter:0,60CUC

Pommes:1,0CUC

Cafe:1,50CUC, Tee 1,0CUC

Drinks:1,0-1,5CUC

Cocktails:ab 2,0CUC

 


Tag 17: Havanna Vieja-Havanna Vedado

Heute wechseln wir die Unterkunft in Havanna, weil die Vermieter in Vieja nur Platz für drei Nächte bieten konnten. Das war aber auch gar nicht so schlecht, da wir so die Möglichkeit hatten, im Stadtteil Vedado zu wohnen, wo wir eh zwei Tage hin wollten.

Die letzte Unterkunft ist zugleich auch die schlechteste von allen gewesen.

Calle 27 e/ N y O  #82  Wohnung Nr. 17, die Besitzerin war Senora Joida.

Die Kosten betragen hier 30CUC pro Nacht, keine Klimaanlage, die Dusche ist nur ein plätschernder Wasserstrahl und die Unterkunft, bzw. das Haus etwas schäbig. Nach dem, was wir vorher gesehen haben, waren 30CUC meiner Meinung nach nicht angemessen, wir blieben aber trotzdem.

Wir sind zuerst über den „Parque Coppelia“, zum Malecon gelaufen.In dem Park befindet sich eine große Eisdiele, sogar die größte der Welt, mit bis zu 30.000 Kunden pro Tag! Hier muss man länger anstehen, dafür bekommt man sehr gutes Eis.

Die Gebäude in Vedado sind größer und neuer in und es stehen viele Hotels hier. Am Malecon sind wir dann Richtung Westen gelaufen, bis zur „Anti-Imperialistenplattform“, ein großer Platz, an dem Reden gehalten werden. An diesem Tag standen viele Stühle dort und es sah nach einer Veranstaltung aus.

Wir sind dann noch weiter westlich gelaufen, am „Estadio Jose Marti“ vorbei, zum „Monumento A Calixto Garcia“. Von dort aus sind wir dann die „Av. De los Presidentes (G) nach Süden gelaufen, bis zu einem Kreisverkehr, welcher das „Monumento A Jose Gomez“ umschließt. Wir sind die Straße weiter geradeaus gelaufen und dann links in die „Av. Universidad“ eingebogen, um uns die „Universidad de la Habana“ anzusehen. Ich hatte auch vor, dort in der Mensa essen zu gehen, aus meinem Vorhaben und aus der Besichtigung wurde aber nichts, denn es war Samstag und die Uni war geschlossen. Man vergisst schnell, welcher Wochentag ist. Pech gehabt, aber schade.

Also gingen wir noch etwas Richtung Osten in den Stadtteil Centro und danach zu „Dinos Pizza“, La Rampa, esq. L. Hier gibt es günstige Pizzen, Käse 1,65CUC, Schinken 2,05CUC, Salami 2,05CUC, Bier 1,0CUC oder man nimmt eine „Pizzeta“ o.ä., ein kleines Stück Pizza für 0.45CUC (Kann man auch am Außenschalter bekommen).

 


Tag 18: Havanna- Vedado

Zum Frühstücken geht es zum Hotel „Habana libre tryp“- wo unten eine Cafeteria Frühstückmenüs für 6CUC serviert werden: 2 Toastbrote, Butter, Cafe, Orangesaft, Pfirsich-Brotaufstrich, ein Croissant und zweimal Gebäck französischer Art.

Es gibt auch andere Menüs, welche dann mehr kosten (dies war das Günstigste).

Das Cafe serviert auch Käsepizzen für 4,50CUC.

An der anderen Seite des Hotels befindet sich ein Peso-Shop, der Wasser für 1,50CUC verkauft, sowie Cubita Cafe für 6,50 230g, Havanna Club 7 anos 1L für 15,90CUC und Havanna Cluba anos Especial 1L für 10,90CUC.

Dann geht es südlich zum „Plaza de la Revolution“, kann man gar nicht verfehlen.

Ein großer Platz, rundherum viele prächtige Bauten und in der Mitte das „Monumento y Museo Jose Marti“. Am südlichen Ende des Platzes steht das Hauptquartier von Fidel Castro. Auf dem ganzen Platz stehen drum herum viele Wachsoldaten. Schade für Touristen, die Photos machen wollen und es nicht dürfen; gut für Fidel, der dadurch seiner Politik sicher nachgehen kann.

Das „Monumento Jose Marti“ kann man mit einem kleinen Beitrag von 1,0CUC betreten. Wer in das Museum möchte, muss 5,0CUC zahlen und wer sogar auf die Turmspitze mit einem Fahrstuhl fahren möchte, muss im Museum nochmals 5,0 CUC zahlen. Meiner Meinung ist es mit den Eintrittsgeldern dort sehr überzogen.

Danach laufen wir den „Paseo“ Richtung Nordwesten hoch, bis zur „Calzada de Zapata“, die nehmen wir links und sind schon am Anfang des „Cementerio Colon“, dem größten Friedhof von Lateinamerika. Der Haupteingang befindet sich in der Straße „Calzada de Zapata“ e/ 12 y 14.

Der Eintritt kostet 1,0CUC und Kameras sind nicht erlaubt (wird aber nicht stark überprüft). Ein 56 Hektar großer Friedhof, 1871 angelegt, mit wunderschönen Grabsteinen und Figuren. In der Mitte steht die „Capilla Central“, die Kapelle von 1886.

Wir verlassen den Friedhof durch den Ausgang im Westen und gingen dann Richtung Norden, bis wir die Calle 23 kreuzen, die wir dann rechts nehmen, bis zur Kreuzung von Straße 6, die wir dann nach links nehmen und nach drei Blocks erreichen wir einen Park, auf dem die „Statue of John Lennon“ steht, bzw. er sitzt auf einer Bank.

Von dort aus geht es dann Richtung Nordosten, bis zur „Paseo“, diese dann nach Nordwest, zum Malecon. Am Malecon geht’s Richtung Nordost, bis zur Straße „D“, wo sich am Malecon ein Handwerksmarkt befindet, der jeden Tag dort aufgestellt ist. Ein paar Meter weiter befindet sich ein Restaurant unter Palmendächern, wo es sehr gutes, günstiges Essen gibt. Leider habe ich Namen und Preise nicht notiert, aber es war sehr gut dort.

Von dort aus sind wir dann nur noch kreuz und quer nach Süden gelaufen, bis zur Straße  B, esq. 13, wo sich die deutsche Botschaft befindet. Wer hier rein möchte und ein Problem hat, muss erst einen Antrag stellen, außerdem werden keine 50 oder 100 CUC Scheine angenommen. Oh man Deutschland.


Tag 19: Vedado- Centro- Rückflug

Wir gingen wieder in dem Hotel vom Vortag frühstücken und danach noch einmal in den Stadtteil Centro, um uns dort einige Gebäude anzusehen und den restlichen Tag zu verbringen.

Man hat viel gesehen, viel erlebt und ist viel gelaufen, es hat sich gelohnt, aber man freut sich auf zu Hause. Es ist nicht einfach, sich an dieses Land zu gewöhnen. Es gibt viele Engpässe und die Tatsache, dass man als Tourist sein Geld überall los wird, macht den Urlaub dort nicht gerade einfach. Aber schön ist es auf jeden Fall.

Um 18:00 Uhr ging es dann zum Flughafen (für 25 CUC) und sagen: „Bis bald Kuba“.


Für Fragen und Anregungen stehe ich sehr gerne zur Verfügung. Ich bin unter der E-mail-Adresse: f.petersen1(a)gmx.de erreichbar. Ihr könnt bei mir eine umfangreiche DVD mit Fotos, Videos, Musik, Karten und Reisetipps günstig erwerben.



seit 15.01.2007